Start Panorama Esslingen: Toter nach Messerstecherei zwischen Black Jackets und Red Legions

Esslingen: Toter nach Messerstecherei zwischen Black Jackets und Red Legions

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Am späten Freitagabend kam es vor einer Bar in Esslingen (Baden-Württemberg) zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei miteinander verfeindeten Gruppen, die dem Bereich der rockerähnlichen Gruppierungen zuzuordnen sind. Diese führten zu einer Messerstecherei – mit tragischem Ausgang.

An den Handgreiflichkeiten waren etwa 30 Männer beteiligt, die sich mit Schlagwerkzeugen und Messern attackierten. Sechs der Beteiligten erlitten zum Teil schwere Verletzungen – ein 22 Jahre alter Mann kam dabei ums Leben. Die mutmaßlichen Angreifer konnten zunächst zu Fuß flüchten, wurden aber nach einer von der Polizei eingeleiteten Fahndung leicht verletzt aufgegriffen und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Ablauf der Tat: Nach ersten Erkenntnissen wurden gegen Mitternacht etwa zehn Personen von einer ebenso großen Gruppe aus einer Bar nach draußen gelockt. Im Freien erfolgte dann ein überfallartiger Angriff durch etwa zwanzig Personen, bei dem mit äußerster Brutalität vorgegangen wurde.

Hintergründe des Geschehens: Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge handelt es sich bei den überfallenen Männern größtenteils um Mitglieder der Black Jackets – die Angreifer konnten der Gruppierung der Red Legions zugeordnet werden.

Die Kriminalpolizei in Esslingen richtete noch in der Nacht eine 35-köpfige Sonderkommission ein. Rund um den Tatort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin sitzen zwei mutmaßliche Täter mittlerweile in Untersuchungshaft. Sie sollen den Red Legions angehören. Ein dritter Tatverdächtiger wurde am Samstagvormittag festgenommen. Der 26 Jahre alte Mann soll am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden.

4 KOMMENTARE

  1. Bitte bleiben Sie in ihren Kommentaren sachlich. Beleidigende und diffamierende Beiträge werden gelöscht.

    Die Redaktion

    • Genau. Es gilt Ziffer 12 des deutschen Pressekodex: Ziffer 12 – Diskriminierungen
      Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.
      Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
      In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.
      Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

  2. Trotz der verständlichen Emotionalität angesichts von Gewalttaten bitten wir darum, von Drohungen Abstand zu nehmen. Vielen Dank

    Die Redaktion

  3. deutsche … oder neudeutsche?
    diese generation rocker ist meist zugewandert. das bitte zu bedenken.

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