Start Aktuelles Estland ruft Staatstrauer aus – Heimkinder bei Brand gestorben

Estland ruft Staatstrauer aus – Heimkinder bei Brand gestorben

672
1
TEILEN

Am Sonntag kam es um 14:30 in einem Kinderheim für behinderte Kinder im estnischen Haapsalu, einem Kurort an der Westküste des Landes, zu einem Brand, bei dem mehrere Kinder ums Leben kamen

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 37 Kinder und Jugendliche, sowie neun Erwachsene im Gebäude. Bei dem Brand starben acht Kinder und zwei Jugendliche im Alter von 7-21 Jahren. Die aus dem Feuer geretteten Kinder wurden in einer nahe gelegenen Schule und in einem Internat untergebracht.

Alle Einsatzkräfte wurden mobilisiert, um den Brand zu löschen und die Bewohner der Kinderheims in Sicherheit zu bringen. Innerhalb von vier Minuten war der erste Rettungstrupp vor Ort. Zwei Erzieher erlitten schwere Rauchgasvergiftungen, als sie versuchten Kinder aus dem brennenden Haus zu retten. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Der estnische Minister für Soziales Hanno Pevkuri sicherte zu, so viele Psychologen und Kriseninterventionsteams für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und Betreuer zur Verfügung zu stellen, wie notwendig sei. Zusätzliche psychologische Hilfe könne jederzeit angefordert werden, entspreche Kräfte stünden bereit.

Für heute hat die estnische Regierung einen landesweiten Trauertag ausgerufen.

Um 14:30 Uhr werden alle Kirchenglocken im Westen Estlands zum Gedenken an die gestorbenen Kinder läuten. Am Abend findet ein Gedenkgottesdienst in der Domkirche von Haapsalu statt.

Bisher ist noch völlig unklar, wie das Feuer ausbrechen konnte. Das Kinderheim ist nach neustem europäischen Standard gebaut und eingerichtet worden.

Laut Angaben der Zeitung „postimees“ gestalten sich derzeit die Untersuchungen schwierig, da durch den enormen Wasserverbrauch der Löscharbeiten nicht genug Kapazitäten vorhanden sind, um die verbliebenen kleinen Schwelbrände vollständig zu löschen.

Daher sei es  derzeit nicht möglich, zu einem raschen Ergebnis der Untersuchung der Brandursache zu kommen, die Ermittlungen dauern weiter an.

Die Brandbekämpfungsgeräte des Kinderheimes  waren erst vor kurzem, am 19. Januar geprüft und dabei keinerlei Mängel festgestellt worden. Besonders der Umstand, dass trotz vorbildlicher Maßnahmen Menschen sterben mussten, schockt die Bevölkerung Estlands, diese trauert mit den Hinterbliebenen.

1 KOMMENTAR

  1. In Ihrer Meldung zum Brand im Kinderheim ist ein gravierender Irrtum enthalten:
    Das abgebrannte Kinderheim wurde bereits Anfang der 90iger Jahre vom schwedischen Lions Club gebaut und bestand ganz aus Holz. Das mit einem großen Spendenanteil des GRit Jordan Vereins gebaute Heim für Jugendliche
    ist nach dem neuesten Standard gebaut und erst vor zwei Jahren eröffnet worden. Wir trauern mit den Betroffenen Kindern, Eltern und Erziehern in Haapsalu und beten für sie.
    Dieter Thomas und Ragnhild Heck

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here