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EU und IWF prüfen Finanzbedarf Irlands

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Irland, Foto: Aaron Logan
Irland, Foto: Aaron Logan

Tagelange Spekulationen um den irischen Staatshaushalt und um dort ansässige Banken haben Staatsanleihen aus Irland extrem verteuert und die Gemeinschaftswährung Euro ins Schleudern gebracht. Nun löst sich der irische Widerstand, Hilfen aus der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) anzunehmen.

Das Land benötige einen zweistelligen Milliardenbetrag um die Schulden bewältigen zu können, so die irische Notenbank (bisher konnte man von 60 bis über 100 Milliarden lesen). Um den genauen Finanzbedarf zu ermitteln, reisten heute einige Fachleute der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie des IWF in das Land des Kleeblattes.
Morgen soll mit den Gesprächen begonnen werden.

Bisher hatte Irland keine EU-Hilfen beantragt, obwohl das Haushaltsdefizit dieses Jahr auf 32 Prozent ansteigen wird. Dieses Defizit ist vor allem den in Schieflage geratenen Banken zuzuschreiben. Ein Hilfsersuchen wurde in den letzten zwei Tagen für die Zukunft nicht mehr ausgeschlossen. Der irischen Regierung geht es vor allem darum, nicht zu hohe Bedingungen für einen Kredit auferlegt zu bekommen.

Eine Forderung nach der Änderung des Steuersystems könnte geltend gemacht werden, da die Iren sehr niedrige Unternehmenssteuersätze von 12,5 Prozent haben. Mit dieser Steuerpolitik hatte sich das Land viele ausländische Investoren, Unternehmen und Banken ins Land geholt, die nun drohen weiterzuwandern und eine noch höhere Arbeitslosigkeit zu hinterlassen.

Mit der Prüfung durch EU und IWF und den Verhandlungen wird ein zügiges Handeln möglich, falls Irland Hilfe beantragt.

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