Start Technik Experten sprechen sich gegen Router-Zwang von Internet-Providern aus

Experten sprechen sich gegen Router-Zwang von Internet-Providern aus

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Die schriftliche Anhörung der Bundesnetzagentur, die am heutigen Mittwoch auslief, zeichnete ein klares Bild. Fast alle Experten stellten sich entschieden gegen den Routerzwang. Neben dem Chaos Computer Club bekundeten auch 19 Hersteller von Netzwerkgeräten in einer gemeinsamen Erklärung ihren Unmut über den Vorschlag.

Worum geht es bei diesem Routerzwang?

In einer internen Prüfung, der für Internetanschlüsse zuständigen Bundesnetzagentur kam heraus, dass es keine rechtliche Handhabe gegen Provider gibt, die ihren Netzteilnehmern die Zugangsdaten zum Internet nicht mitteilen wollen. Vielmehr sind die Zugangsdaten im vom Provider verschickten Router hinterlegt und nicht einsehbar.

Der „Vorteil“ bei diesen Blackboxen besteht darin, dass der Internetprovider jederzeit von aussen darauf zugreifen kann, um Hilfestellungen bei technischen Problemen geben zu können, die Geräte zu warten oder upzudaten.

Gerade in der heutigen Zeit mit Abhörskandalen ist die Bevölkerung ohnehin sensibilisiert, wenn es um die Hoheit über die eigenen Daten geht. Ein einheitliches Router-Modell könnte fatale Auswirkungen mit sich bringen. Wenn nur eine Sicherheitslücke auftauchen sollte, wären alle 24 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland ein leichtes Angriffsziel.

Es gibt sicherlich Zielgruppen, für die solche Geräte von Vorteil wären: Völlig unbedarfte Computernutzer, die auch mit guten Anleitungen die Einrichtung ihres DSL-Anschlusses hinbekommen. Denkbar wäre es, für diese Nutzer vorkonfigurierte, fernwartbare Router anzubieten: freiwillig.

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