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Fachkräftemangel im Handwerk

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Der Aufschwung der vergangenen Monate macht sich vor allem auf dem Arbeitsmarkt im Bereich Handwerk bemerkbar. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal ist so groß, dass die Betriebe mittlerweile gravierende Probleme haben, ihre offenen Stellen zu besetzen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat unter 14.000 mittelgroßen bis großen Betrieben aus der Handwerksbranche eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Studie liegen der Stuttgarter Zeitung vor. Diese veröffentlichte an diesem Mittwoch die wesentlichen Resultate.

So gab rund ein Viertel der befragten Betriebe an, in den kommenden Monaten neue Fachkräfte einstellen zu wollen. Durchschnittlich gäbe es pro Handwerksbetrieb zwei offene Stellen. Ganz besonders im Baugewerbe sei der Bedarf an Fachkräften derzeit sehr groß. 30 Prozent der Bauunternehmen suchen aktuell neue Mitarbeiter.

Ein weiteres Ergebnis der Studie sei es laut Stuttgarter Zeitung des weiteren, dass der Personalbedarf zurzeit noch größer sei als in früheren Phasen des Aufschwungs. Es gäbe in manchen Handwerksbranchen sogar mehr zu besetzende Stellen als Arbeitslose.

Zu den besonders gefragten Berufsgruppen gehören laut Studie Elektrotechniker, Elektromaschinenbauer und Kälteanlagenbauer. Neben qualifizierten Gesellen werden beispielsweise auch kaufmännische Mitarbeiter, Meister und Hochschulabgänger gesucht.

Das Problem der Betriebe basiert zum einen darauf, dass sich kaum Bewerber auf die ausgeschriebenen Stellen melden. Zum anderen mangelt es bei den potentiellen Kandidaten zu oft an den entsprechenden Qualifikationen. Lediglich ein Drittel aller befragten Handwerksbetriebe gab an, bei der Mitarbeitersuche keine Probleme zu haben.

Der ZDH-Präsident Otto Kentzler zeigte sich in Anbetracht der aktuellen Umfrage besorgt. Er betonte, dass Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften sich dem Thema annehmen und an einem Strang ziehen müssen. Vor allem ginge es darum, die Handwerksberufe für die jungen Auszubildenden interessant zu machen. Denn auch Ausbildungsplätze blieben immer öfter unbesetzt.

So gab jeder zehnte Handwerksbetrieb an, einen Engpass bei den Auszubildenden zu haben. Im Bereich des Lebensmittelhandwerks sei die Lage sogar noch brisanter: 20 Prozent der Betriebe in den Lebensmittelhandwerken beklagen, dass ihre offenen Lehrstellen unbesetzt bleiben. Unter Bewerbermangel in dieser Branche litten im Speziellen Bäcker, Konditoren und Fleischer.

1 KOMMENTAR

  1. Ist doch auch klar ! Viele Berufe sind SKLAVENARBEIT !

    Schlecht bezahlt, lange Arbeitszeit. Wer will das machen ?

    Die Leute wachen auf, die buckeln nicht länger, während Griechenland und Banken unserer Steuergelder verbraten.

    Die Leute würden vielleicht arbeiten, wenn alles Ok wäre, aber unserer System „STINKT“ einfach gewaltig, und zwar von oben- von der Politik angefangen her. Da reißt sich niemand mehr einen Fuß raus. ÄTSCH – liebe Politiker, macht ihr doch mal die Drecksarbeit !

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