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Fans von Bob Dylan enttäuscht

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Die Folk-Legende Bob Dylan (70) ist nicht erst seit seinen mehrfachen Auftritten vor Ort in Israel sehr bekannt und beliebt, und bereits aus diesem Grund hofften 30.000 israelische Fans am Montag in Tel Aviv, dass er das „Konzert seines Lebens“ geben würde.

Allerdings enttäuschte Bob Dylan, der selbst amerikanischer Jude ist und mit bürgerlichem Namen Robert Allen Zimmerman heißt, seine Fans gleich zu Beginn, kam er doch ohne Begrüßung auf die Bühne, sang dann wie bei allen seinen Konzerten als ersten Song „Gonna change my way of thinking“ (aus dem Album „Slow train coming„) und zog anschließend insgesamt 15 Lieder ohne besonderen Anspruch durch.

Nach exakt 90 Minuten beendete Dylan sein Konzert und verschwand wortlos. Während der gesamten Zeit seines Auftrittes wirkte er unpersönlich und stand dem israelischen Publikum unterkühlt gegenüber.

Bei den Songs handelte es sich um das Standardrepertoire der bekanntesten Songs wie etwa „Like a rolling stone„, „Highway 61“ und „It`s all over now , Baby Blue“ sang Bob Dylan zum Schluss den absoluten Klassiker „Blowin`in the wind„.

Doch auch dieser Song fiel den Launen des Musikers zum Opfer, lediglich Bruchstücke des Textes liessen den Titel erahnen, die Melodie wenig ausgeprägt..

Mit seinem eigenartigen Verhalten verprellt und enttäuscht die lebende Musiklegende Bob Dylan immer wieder sein Publikum. Das wiederum ist international der Ansicht, dass der Besuch eines seiner Konzerte etwas von einer Lotterie hat – hat er einen guten Tag, oder wird es wieder ein durchschnittlicher, uninspiriert wirkender Auftritt

Auch in Israel wünschen sich seine Fans,, dass der Musiker sich ihnen gegenüber offener zeigen könnte und das Publikum durch Ansprachen stärker einbeziehen solle um seine Wertschätzung für die zahlreichen Fans auszudrücken.

Diese hat er nach wie vor und so kaufen diese nicht nur weiterhin die CDs ihres musikalischen Idols, sondern setzen weiter auf die Dylan-Lotterie, kaufen Karten und hofft, dass sein nächstes Konzert besser wird.

3 KOMMENTARE

  1. So, wie lang ist’s jetzt her, dass Dylan nicht mehr zum Publikum gesprochen hat? Über 20 Jahre. Und erstaunlicherweise hat sich das wohl immer noch nicht bis zu jedem durchgesprochen. Andernfalls lässt sich die Erwartungshaltung aus dem Artikel nicht wirklich erklären.

    Dylan selbst hat sich dazu in einem Interview mit der BBC (1986 – siehe youtube) geäußert: „No matter what you say, it’s not enough, is it? You know. I could have gone out, saying ‚Hello, everybody. How you doin‘ out there?‘ and they would say ‚Play that song, play that song‘ and I would say ‚Ah, I don’t feel like it right now‘ and THAT would be in the press: ‚He was grumpy, he was moody, recluse…“

  2. hm – wenn das in Mainz ein schlechtes Konzert gewesen sein soll, dann frage ich mich, was erwartet wurde? Es war ein sehr gelungenes Konzert mit zahlreichen, ja, musikalischen Glückgefühlen. Sowas empfinde ich auch regelmäßig bei einem Konzert von Tina Turner – aber das sind nunmal definitiv zwei Paar Stiefel. Ich glaube, wir hatten in Mainz wirklich großes Glück einen großartig aufgelegten Bob Dylan zu erleben!

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