<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>spreadnews.de</title>
	<atom:link href="http://www.spreadnews.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.spreadnews.de</link>
	<description>Nachrichten</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Jun 2013 23:41:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>International Sushi Day: Bewusstsein für Fisch</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/international-sushi-day-bewusstsein-fur-fisch/1132879/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/international-sushi-day-bewusstsein-fur-fisch/1132879/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Sushi]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überfischung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32879</guid>
		<description><![CDATA[Die Katastrophe am AKW Fukushima Daiichi hatte international bei Verbrauchern zu Bedenken im Bezug auf die Sicherheit japanischer Produkte, insbesondere bei Lebensmitteln geführt. So reagierten beispielsweise Anbieter qualitativ hochwertiger Grüntees mit der Veröffentlichung von Testzertifikaten zur radioaktiven Belastung ihrer Produkte. Doch von derartigen Bedenken unbeeindruckt, begehen Freunde japanischer Küche auch in diesem Jahr am 18. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32904" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32904 " title="Sushi  (Foto: bloggyboulga cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/sushi-by-bloggyboulga-cc-by-300x225.jpg" alt="Sushi (Foto: bloggyboulga cc-by)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Sushi (Foto: bloggyboulga cc-by)</p></div>
<p>Die Katastrophe am AKW Fukushima Daiichi hatte international bei Verbrauchern zu Bedenken im Bezug auf die Sicherheit japanischer Produkte, insbesondere bei Lebensmitteln geführt.</p>
<p>So reagierten beispielsweise Anbieter qualitativ hochwertiger Grüntees mit der Veröffentlichung von Testzertifikaten zur radioaktiven Belastung ihrer Produkte.</p>
<p>Doch von derartigen Bedenken unbeeindruckt, begehen Freunde japanischer Küche auch in diesem Jahr am 18. Juni den <em><strong>&#8220;International Sushi Day&#8221;.</strong></em></p>
<ul>
<li>Geschichte des International Sushi Day</li>
<li>Inhalt und Ziele des Sushi Day</li>
<li>Schattenseiten von Sushi</li>
</ul>
<p><strong>Geschichte des International Sushi Day</strong></p>
<p>Während die Konservierung von Lebensmitteln durch gesäuerten Reis eine lange Tradition hat, ist dieser internationale Sushi-Tag eine Neuschöpfung &#8211; und die Idee hierzu stammt nicht einmal aus Japan.</p>
<p>Die kulinarische Aktion reicht vielmehr nur bis in das Jahr 2009. Damals beschloss Chris DeMay, Administrator einer Facebook-Seite zum Thema &#8220;Sushi&#8221;, den Tag auszurufen.</p>
<p>Nachdem die Beteiligung an diesem Internet-Event hoch ausfiel und die Seite über 1,3 Millionen Sushi-Fans anzog, wurde die Facebook-Veranstaltung im folgenden Jahr wiederholt.</p>
<p><strong>Inhalt und Ziele des Sushi Day</strong></p>
<p>Im Rahmen des ersten Events war der Inhalt der Veranstaltung wie folgt erklärt worden:<em> &#8220;Eigentlich sollte jeder Tag ein Sushi Tag sein, doch ebenso wie bei jeder anderen unglaublichen Sache, verdient Sushi auch einen eigenen Tag&#8221;. Und so besteht die Aufforderung an die Teilnehmer auch aus einem einfachen Satz: &#8220;Iß Sushi!&#8221;</em></p>
<div id="attachment_25673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-25673" title="Tokyo: Standing Sushi-Bar (Foto: KJ)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/10/stehsushi-bar-in-tokyo-by-kj-300x239.jpg" alt="Tokyo: Standing Sushi-Bar (Foto: KJ)" width="300" height="239" /><p class="wp-caption-text">Standing Sushi-Bar in Tokyo (Foto: KJ)</p></div>
<p>Dennoch ist der Sushi Day nicht nur eines von zahlreichen Facebook-Events, in dessen Rahmen die Teilnehmer fotografisch ihre Sushi-Kreationen präsentieren, sondern auch einige Restaurants und Lokale nehmen augenzwinkernd den Tag zum Anlass, um für ihr Angebot besonders zu werben &#8211; und bieten dabei teilweise sogar Sonderangebote.</p>
<p><strong>Schattenseiten von Sushi</strong></p>
<p>Trotz aller gesundheitlich positiven Aspekte, die dem Fischverzehr attributiert werden, hat der steigende Sushi-Boom auch außerhalb Japans, zu Problemen bei einigen Fischbeständen geführt. So ist insbesondere der Blauflossen-Thunfisch<em> (honmaguro) </em>mittlerweile überfischt und steht bereit auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.</p>
<div>
<p>Da dem Sushi-Freund dieser Umstand oft nicht bekannt ist, hat sich der Regisseur  Mark S. Hall in seinem Dokumentarfilm: <a href="http://www.sushitheglobalcatch.com/" target="_blank"><em>&#8220;Sushi &#8211; The Global Catch</em>&#8220;</a> mit der gefährlichen Überfischung dieser Thunfischart befasst.</p>
<p>Insbesondere durch den Umstand, dass sich Sushi vom exotischen Luxusprodukt zunehmend zu einem Standardangebot in Restaurants und Supermärkten entwickelt hat, sind verschiedene Fischarten und mit ihnen auch das ökologische Gleichgewicht der Ozeane bedroht.</p>
<p>Deshalb kann der <em>&#8220;International Sushi Day&#8221;</em> auch mehr sein, als nur ein Internet-Hype oder eine Marketing-Maßnahme &#8211; er kann das Bewusstsein für nachhaltigen Fischfang erhöhen.</p>
<p>Nicht zuletzt sollte man bei aller Delikatesse eines nicht vergessen: <strong>Die japanische Küche ist mehr als nur Sushi</strong> und bietet beispielsweise auch Curry-Gerichte und Vegetarisches.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/international-sushi-day-bewusstsein-fur-fisch/1132879/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Honda-Roboter soll Fukushima-Arbeiten erleichtern</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-honda-roboter-soll-fukushima-arbeiten-erleichtern/1132888/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-honda-roboter-soll-fukushima-arbeiten-erleichtern/1132888/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 15:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Giftgas]]></category>
		<category><![CDATA[Honda Motors]]></category>
		<category><![CDATA[Kondensator]]></category>
		<category><![CDATA[Omu Shinrikyo]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32888</guid>
		<description><![CDATA[Mit der Nutzung eines neuen Roboters und einer wichtigen Einschätzung zu den Schäden an der Anlage, ist die Zukunft des Kernkraftwerks Fukushima heute eines der Hauptthemen. Thematisch interessant bleibt es jedoch auch mit den weiteren Meldungen. So geht es neben dem AKW Fukushima aktuell etwa auch um die Pläne für Neustarts von Reaktoren an insgesamt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="attachment_32896" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><img class="size-medium wp-image-32896 " title="Honda-Roboter für Fukushima-Einsatz (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/honda-roboter-für-fukushima-einsatz-by-tepco-200x300.jpg" alt="Honda-Roboter für Fukushima-Einsatz (Foto: TEPCO)" width="180" height="270" /><p class="wp-caption-text">Honda-Roboter für Fukushima-Einsatz (Foto: TEPCO)</p></div>
<p>Mit der Nutzung eines neuen Roboters und einer wichtigen Einschätzung zu den Schäden an der Anlage, ist die Zukunft des Kernkraftwerks Fukushima heute eines der Hauptthemen.</p>
<p>Thematisch interessant bleibt es jedoch auch mit den weiteren Meldungen.</p>
<p>So geht es neben dem AKW Fukushima aktuell etwa auch um die Pläne für Neustarts von Reaktoren an insgesamt sechs Kraftwerken.</p>
<p>Neben den Kernkraftwerken des Landes und den Fukushima News befasst sich der heutige Artikel auch mit gänzlich anderen Ereignissen.</p>
<p>Einzelheiten zu allen Meldungen jetzt im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere heutigen Themen:</p>
<ul>
<li>Moderner Honda-Roboter wird am AKW Fukushima eingesetzt</li>
<li>NRA gibt erste Einschätzung zu wichtigen Fukushima-Kondensatoren ab</li>
<li>Lüftung lief noch drei Tage nach Strahlungsleck in Forschungseinrichtung</li>
<li>Neue Sicherheitsregelungen setzen Hürden für sechs Neustarts</li>
<li>Zum Tode verurteilte Mitglieder der Giftgas-Sekte sollen aussagen</li>
</ul>
<p><strong>Moderner Honda-Roboter wird am AKW Fukushima eingesetzt:</strong> Die Honda Motor Corporation ist international neben ihren Automobilen auch durch den charakteristischen humanoiden Roboter Asimo bekannt geworden. Mit dem jetzt entwickelten Roboter, der bereits heute in Fukushima-Reaktor 2 in Betrieb geht, sollen dagegen die Arbeiten zur Stilllegung der Reaktoren erleichtert werden.</p>
<div id="attachment_30915" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-30915 " title="Fukushima-Reaktor 2 am 18. Juni 2012 (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/03/fukushima-reaktor-2-am-2012-06-18-300x225.jpg" alt="Fukushima-Reaktor 2 am 18. Juni 2012 (Foto: TEPCO)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Fukushima-Reaktor 2: Einsatzort des Honda-Roboters (Foto: TEPCO)</p></div>
<p>In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Forschungsinstituts für Industrietechnik, entstand der 1,76 Meter lange und 83 Zentimeter breite Roboter, dessen hervorstechendstes Merkmal der mit elf Gelenken ausgestattete Arm ist, der bis auf 7,3 Meter ausgefahren werden kann.</p>
<p>Durch Anbringung eines Dosimeters können Strahlungswerte an höher gelegenen Stellen, wie etwa Decken, zuverlässig gemessen werden und die Möglichkeit eine Kamera am Roboterarm zu befestigen, werden auch Einblicke in sonst unzugängliche Bereiche möglich.</p>
<p>Es ist nach Angaben von Honda das erste Mal, dass ein Roboter in Bereichen, die normalerweise außerhalb der Reichweite in unzugänglichen Bereichen, Strahlung messen wird.</p>
<p>Technologien, die von dem Asimo-Roboter übernommen worden, ist die Erkennung von Gegenständen in dreidimensionaler Form und die Ausstattung mit einer Schwingungsdämpfung, durch die Schäden beim Zusammenstoß mit einem Objekt verhindert werden sollen.</p>
<p>Kontrolliert wird der technische Helfer über Kabel, es ist jedoch zusätzlich eine Funksteuerung möglich.</p>
<p><strong>NRA gibt erste Einschätzung zu wichtigen Fukushima-Kondensatoren ab:</strong> Es ist vielleicht eine der wichtigsten Einschätzungen in der Geschichte der japanischen Atomkraft, die von Experten der Atomaufsichtsbehörde NRA gestern bekannt gegeben wurde und so bleibt abzuwarten, in welcher Weise nachfolgende Untersuchungen das Schicksal aller Reaktoren des Landes bestimmen werden.</p>
<div>
<div id="attachment_32917" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32917" title="Fukushima-Reaktor 1: Blick auf einen Isolationskondensator am 18. Oktober 2011 (Video: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/fukushima-reaktor-1-blick-auf-einen-isolationskondensator-am-2011-10-18-300x191.jpg" alt="Fukushima-Reaktor 1: Blick auf einen Isolationskondensator am 18. Oktober 2011 (Video: TEPCO)" width="300" height="191" /><p class="wp-caption-text">Fukushima-Reaktor 1: Blick auf einen Isolationskondensator am 18. Oktober 2011 (Video: TEPCO)</p></div>
<p>Am gestrigen Montag teilten die Experten der NRA den aktuellen Stand zur Einschätzung, in welchem Umfang bereits das Tohoku-Erdbeben 2011 kritische Teile der Sicherheitsstruktur der Reaktoren beschädigt habe, mit.</p>
<p>Nach Untersuchungen am 30. und 31. Mai 2013 kommt die NRA zu dem vorläufigen Schluss, dass das Erdbeben alleine keine wesentlichen Schäden am Kühlsystem verursacht habe.</p>
<p>Die Möglichkeit, dass bereits vor Eintreffen des Tsunami auf dem Reaktorgelände kritische Schäden entstanden sein könnte, war ursprünglich von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss ins Spiel gebracht, nach weiteren Untersuchungen eines anderen Auschusses jedoch wieder verworfen worden. Auch TEPCO bestreitet sicherheitsrelevante Erdbeben-Schäden.</p>
<p>Die Beobachtung von Arbeitern vor Ort, dass bereits vor Eintreffen des Tsunami Wasser in der Nähe der Isolationskondensatoren gesichtet wurde, sei möglicherweise auf ein Überlaufen aus dem Lagerbecken für abgebrannte Brennelemente zurückzuführen und nicht auf die Kondensatoren, wie bislang vermutet.</p>
<p>Die NRA begründet diese Einschätzung auch mit dem Fehlen von Wasserdampf in den Berichten der Augenzeugen. Wären tatsächlich die Kondensatoren beschädigt worden, wäre es zum Austritt von Wasserdampf gekommen, da in der Vorrichtung der Dampf aus dem Druckbehälter herabgekühlt wird, dann zu Wasser kondensiert und so wieder in den Reaktor fließt.</p>
<p>Eine gänzliche Entwarnung für den Betreiber bedeutet diese vorläufige Einschätzung jedoch nicht, erklärten die Ermittler der NRA doch, man werde den Zustand der wichtigen Isolationskondensatoren in Fukushima-Reaktor 1 noch genauer untersuchen. Insbesondere die Menge an ausgetretenem Wasser, die Rohrleitungen und Kondensatoren müssten genauer untersucht werden.</p>
<p>Für Ende des Jahres wird ein entsprechender Bericht an die Internationale Atomenergiebehörde IAEA angekündigt. Wann weitere Untersuchungen stattfinden werden, ist jedoch aufgrund der hohen Strahlungswerte vor Ort jedoch noch gänzlich unklar, berichtet die Asahi Shimbun.</p>
<p><strong>Lüftung lief noch drei Tage nach Strahlungsleck in Forschungseinrichtung:</strong> Wie die Japanische Atomenergiebehörde JAEA heute einräumen musste, lief eine Lüftung ohne Filter für radioaktives Material noch drei Tage, nachdem es am 23. Mai 2013 im Forschungskomple J-PARC zu einem Strahlungsleck gekommen war (Spreadnews berichtete am 27. Mai 2013).</p>
<p>Die Lüftung wurde am 23. Mai um 17:30 Uhr gestartet, um die Strahlungswerte innerhalb des Labors zu reduzieren. Nun scheint es, als ob noch drei Tage lang die Lüftung genutzt worden war. Eine Anweisung, die Lüftung abzustellen, habe die Leiter der Einrichtung nicht erreicht, berichtet die jiji.</p>
<p>Das bedeutet, das selbst nach der Meldung des Zwischenfalls in der Nacht zum 24. Mai, möglicherweise weiterhin radioaktives Material durch die Lüftung aus der Einrichtung in Tokai (Präf, Ibaraki) geblasen worden war.</p>
<p><strong>Neue Sicherheitsregelungen setzen Hürden für sechs Neustarts:</strong> Trotz der verschärften Sicherheitsbestimmungen, die am 8. Juli in Kraft treten werden, wollen die Betreiber von sechs Atomkraftwerken, dennoch so schnell wie möglich eine Erlaubnis zum Neustart dieser Anlagen beantragen.</p>
<div id="attachment_19524" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-medium wp-image-19524 " title="Atomkraftwerk-Symbol (Grafik: Hendrik Tammen Lizenz: cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/atomkraftwerk-symbol-by-hendrik-tammen-cc-by-300x206.jpg" alt="Atomkraftwerk-Symbol (Grafik: Hendrik Tammen cc-by)" width="240" height="165" /><p class="wp-caption-text">Neustartpläne mit Hindernissen (Grafik: Hendrik Tammen cc-by)</p></div>
<p>Die sechs Neustartkandidaten verteilen sich auf mehrere Präfekturen. Gegenwärtig sind in den landesweiten Kernkraftwerken lediglich zwei Reaktoren in Betrieb, beide befinden sich im AKW Oi und waren unter großen Protesten von Atomkraftgegner im Juli vergangenen Jahres wieder hochgefahren worden.</p>
<p>Zu den sechs Kraftwerken, für die eine Neustartgenehmigung beantragt werden soll, gehören:</p>
<ul>
<li>AKW Genkai (Präf. Saga)</li>
<li>AKW Ikata (Präf. Ehime)</li>
<li>AKW Oi (Präf. Fukui)</li>
<li>AKW Sendai (Präf. Kagoshima)</li>
<li>AKW Takahama (Präf. Fukui)</li>
<li>AKW Tomari (Präf. Hokkaido)</li>
</ul>
<p>Gemeinsam ist allen sechs Kraftwerken, dass sie im Gegensatz zu den alten Siedewasserreaktoren des AKW Fukushima Daiichi die vergleichsweise neuen Druckwasserreaktoren betreiben. Doch das alleine ist kein Garant für einen Neustart.</p>
<div id="attachment_32894" class="wp-caption alignleft" style="width: 211px"><img class="size-medium wp-image-32894" title="Tokyo: Anti-Atomkraft-Banner im Juni 2013 (Foto: Copyright by KJ) " src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/tokyo-no-nukes-banner-2013-06-18-copyright-by-KJ-201x300.jpg" alt="Tokyo: Anti-Atomkraft-Banner im Juni 2013 (Foto: Copyright by KJ) " width="201" height="300" /><p class="wp-caption-text">Tokyo: Anti-Atomkraft-Banner im Juni 2013 (Foto: Copyright by KJ)</p></div>
<p>Die Betreiber müssen die Erfüllung mehrerer verschärfter Kriterien erzielen. So muss etwa jede Anlage über Maßnahmen verfügen, die im Fall schwerer Naturkatastrophen, oder sonstiger Zwischenfälle greifen. Dazu gehören auch bauliche Maßnahmen, wie etwa externe Notfallzentren außerhalb des Reaktors und die Schaffung höherer Dämme gegen Tsunami.</p>
<p>Für einige Anlagen ist die Prüfung, ob sich die Gebäude auf aktiven Verwerfungen befinden von besonderer Wichtigkeit, da im Zweifelsfall nicht nur ein Neustart untersagt, sondern die Stilllegung der Reaktoren erforderlich werden würde.</p>
<p>Die Prüfung der Anträge wird nach Meldung der NHK etwa sechs Monate in Anspruch nehmen.</p>
<p>Eines der größten Hindernisse dürfte jedoch die Zustimmung der Bevölkerung sein, denn während einerseits die Bewohner einiger Gemeinden praktisch von der Atomkraft leben, da sie Kraftwerksarbeiter mit Waren versorgen, ist der Wiederstand gegen Neustarts an anderer Stelle immer noch stark ausgeprägt.</p>
<p><strong>Zum Tode verurteilte Mitglieder der Giftgas-Sekte sollen aussagen:</strong> Im Prozess gegen Makoto Hirata, früheres Führungsmitglied der Gruppierung Omu Shinriyo, sollen drei Ex-Mitglieder, die zum Tode verurteilt wurden, als Zeugen aussagen.</p>
<div id="attachment_19608" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-19608 " title="Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Omu Shinrikyo in Tokyo-Shinjuku (Foto: KJ) " src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/aum-shinrikyo-sekte-fahndungsplakat-tokyo-shinjuku-300x225.jpg" alt="Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Aum-Sekte in Tokyo Shinjuku (Foto: KJ)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Sekte an einer Polizeistation in Tokyo Shinjuku, (Foto: KJ)</p></div>
<p>Selbst in einem Prozess gegen eine derartige Gruppierung, die unter der irreführenden Bezeichnung &#8220;Aum-Sekte&#8221; durch ihre Giftgas-Anschläge international Aufmerksamkeit erregte, ist diese Maßnahme außergewöhnlich und erst das zweite Mal in der japanischen Justizgeschichte, dass &#8220;Todeskandidaten&#8221; befragt werden.</p>
<p>Das Gericht widersprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Häftlinge aus Sicherheitsgründen im Gefängnis zu vernehmen und so sind erstmals auch Laienrichter/Schöffen bei einer derartigen Befragung anwesend.</p>
<p>Dem Angeklagten Makoto Hirata (48) wird vorgeworfen, an der Entführung und rechtswidrigen Freiheitsberaubung eines Juristen beteiligt gewesen zu sein. Der Rechtsanwalt war nach Injektion einer &#8220;Wahrheitsdrogen&#8221; an den Folgen gestorben. Hirata soll bei der Entführung Schmiere gestanden haben.</p>
<p>Bei den drei Zeugen die nun befragt werden sollen, handelt es sich ebenfalls um frühere Führungsmitglieder der Sekte &#8211; Yoshihiro Inoue (43), Tomomasa Nakagawaa (50) und Yasuo Koike (55).</p>
<p>Die Entscheidung zur ungewöhnlichen Zeugenbefragung, deren genauer Zeitpunkt und die zu treffenden Maßnahmen bislang noch ungeklärt sind, berichteten Kyodo und Asahi Shimbun.</p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-honda-roboter-soll-fukushima-arbeiten-erleichtern/1132888/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Braunes Wasser an Fukushima-Filteranlage entdeckt</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-braunes-wasser-an-fukushima-filteranlage-entdeckt/1132856/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-braunes-wasser-an-fukushima-filteranlage-entdeckt/1132856/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 14:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[ALPS]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Filteranlage]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Leck]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32856</guid>
		<description><![CDATA[Ausgerechnet am modernen Filtersystem, in das der Betreiber des AKW Fukushima aktuell viel Vertrauen setzt, um kontaminiertes Wasser künftig sicher entsorgen zu können, gibt es nun Hinweise auf ein mögliches Leck. Auch an anderer Stelle war das Kernkraftwerk in Fukushima heute Thema, wurde doch das Problem der Entsorgung kontaminierter Abfälle angegangen. Neben den Fukushima News [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="attachment_32862" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32862  " title="AKW Fukushima: Braunes Wasser an Tank-Schweissnaht der ALPS-Multinuklidfilteranlage am 15. Juni 2013 (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/akw-fukushima-braunes-wasser-an-tank-schweissnaht-des-alps-multinuklidfiltersystems-am-2013-06-16-300x225.jpg" alt="AKW Fukushima: Braunes Wasser an Tank-Schweissnaht der ALPS-Filteranlage am 15. Juni 2013 (Foto: TEPCO)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">AKW Fukushima: Braunes Wasser an Tank-Schweissnaht der ALPS-Filteranlage am 15. Juni 2013 (Foto: TEPCO)</p></div>
<p>Ausgerechnet am modernen Filtersystem, in das der Betreiber des AKW Fukushima aktuell viel Vertrauen setzt, um kontaminiertes Wasser künftig sicher entsorgen zu können, gibt es nun Hinweise auf ein mögliches Leck.</p>
<p>Auch an anderer Stelle war das Kernkraftwerk in Fukushima heute Thema, wurde doch das Problem der Entsorgung kontaminierter Abfälle angegangen.</p>
<p>Neben den Fukushima News gibt es jedoch auch Meldungen über die neusten Entwicklungen in Japans Katastrophenmanagement. Alle Informationen wie üblich im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere Meldungen zu Wochenbeginn:</p>
<ul>
<li>Radioaktives braunes Wasser am ALPS-Filtersystem nachgewiesen</li>
<li>Japan setzt auf zwei Ausschüsse zur Zwischenlagersuche</li>
<li>Regierung erlässt neues Katastrophenmaßnahmengesetz</li>
</ul>
<p><strong>Radioaktives braunes Wasser am ALPS-Filtersystem nachgewiesen:</strong> Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, der Elektrizitätskonzern TEPCO, am heutigen Montag mitteilte, kam es bereits am Samstag an einem Behälter der modernen ALPS-Filteranlage zu einer ungewöhnlichen Entdeckung.</p>
<div id="attachment_32866" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32866 " title="AKW Fukushima: Braune Wassertropfen an der ALPS Multinuklidfilteranlage am 15. Juni 2013 (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/akw-fukushima-braune-wassertropfen-am-alps-multinuklidfiltersystem-am-2013-06-15-300x225.jpg" alt="AKW Fukushima: Braune Wassertropfen an der ALPS Multinuklidfilteranlage am 15. Juni 2013 (Foto: TEPCO)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">AKW Fukushima: Braune Wassertropfen an der ALPS Multinuklidfilteranlage am 15. Juni 2013 (Foto: TEPCO)</p></div>
<p>Nach Angaben von TEPCO entdeckte ein Angestellter bei einer routinemäßigen Kontrolle der Kondenswasserbildung gegen 23:00 Uhr eine Spur von braunem Wasser, dass entlang einer Schweißnaht eines Behälters des Multinuklid-Filtersystems verlief und in eine Auffangwanne für Kondensationswasser tropfte.</p>
<p>Der zylindrische Tank ist sechs Meter hoch und hat einen Umfang von drei Metern. In ihm werden bis zu 25 Tonnen an radioaktivem Wasser gelagert, bis das kontaminierte Wasser durch das Multinuklid-Filtersystem der ALPS-Anlage, die sich derzeit im Testbetrieb befindet, System gefiltert wird.</p>
<p>Der Vorgang der Wasserkondensation an dem Behälter an sich ist nicht ungewöhnlich und findet ständig statt &#8211; es ist jedoch dass erste Mal, dass dabei braunes Wasser festgestellt wurde.</p>
<p>Das betroffene Filtersystem A begann am gestrigen Sonntag um 18:17 Uhr damit, das System herunterzufahren, insgesamt nimmt der Vorgang jedoch sechs Stunden in Anspruch. Die Umstände werden gegenwärtig untersucht. Möglicherweise sind fehlerhafte Schweißnähte Teil des Problems.</p>
<p>Eine Nukliduntersuchung der insgesamt 370 Mililiter aus dem Behälter ergab folgende Werte:</p>
<ul>
<li>Cäsium-134: 1,9×10<sup>0</sup> Becquerel pro Kubikzentimeter</li>
<li>Cäsium-137: 3,9×10<sup>0</sup> Becquerel pro Kubikzentimeter</li>
<li>Betanuklide gesamt: 6,7×10<sup>3</sup> Becquerel pro Kubikzentimeter</li>
</ul>
<p>Im verfärbten Wasser an der Schweißnaht wurde ein radioaktiver Zerfall von 7.900 CPM (&#8220;counts per minute&#8221;) festgestellt und auch in der Auffangwanne wiesen die braunen Tropfen noch Messwerte von 4.300 CPM auf.</p>
<p>Da an der nicht verfärbten Seite der Schweißnaht nur 700 CPM und im übrigen Bereich der Wanne nur 1.300 CPM nachgewiesen wurden, befürchtet TEPCO, dass möglicherweise konzentriertes Salzwasser direkt aus dem Filtersystem dringt und aus dem geschweißten Teil des Behälters austrat. Sollte sich der Verdacht eines Lecks bestätigen, wird sich das Ende des im März begonnenen Testbetriebs verzögern.</p>
<p>TEPCO setzt große Hoffnungen in die ALPS-Filteranlage, da sie 62 radioaktive Substanzen, darunter auch Strontium, aus dem Wasser filtern kann und das Unternehmen hofft, so mehr Vertrauen für die Entsorgung von Abwässern in das Meer zu erhalten.</p>
<p><strong>Japan setzt auf zwei Ausschüsse zur Zwischenlagersuche:</strong> Japans Umweltministerium teilte am heutigen Montag mit, dass man für Entscheidungen zum Bau möglicher Zwischenlager für kontaminiertes Erdreich in den Ortschaften Futaba, Naraha und Okuma zwei Epertenausschüsse einsetzen will, die ihre ersten Treffen am 28. Juni abhalten werden.</p>
<p>Die Eperten des ersten Ausschusses, der aus Radiologen und Geologen besteht, sollen Sicherheitsfragen im Bezug auf den Standort klären, sowie durch ihre Ratschläge Aufbau und Größe der Anlagen entscheidend mitbestimmen. Der zweite Ausschuss soll sich dagegen mit mögliche Auswirkungen auf die Umwelt durch die geplanten Anlagen, sowie dem Umweltschutz befassen.</p>
<p>Nach Meldung der NHK zeigen sich insbesondere einige Einwohner der betroffenen Ortschaften dennoch weiterhin alarmiert und sehen die Lagerung des Materials, an dem zum Teil Strahlungswerte von mehr als 100.000 Becquerel gemessen wurden, als kritisch für eine mögliche Rückkehr in evakuierte Gemeinden an.</p>
<p>Ziel der drei Zwischenlager ist es, die Mengen an radioaktiv kontaminiertem Erdreich und Trümmern, die bei Wiederaufbauarbeiten und Dekontaminationsmaßnahmen angefallen sind, sicher einlagern zu können. Wie die jiji meldet, hofft die Regierung, bereits im Januar 2015 mit dem Transfer der Abfälle beginnen zu können.</p>
<p><strong>Regierung erlässt neues Katastrophenmaßnahmengesetz:</strong> Einstimmig hat das japanische Parlament heute die überarbeitete Fassung des Katastrophenmaßnahmengesetzes verabschiedet. Die neuen Regelungen treten innerhalb eines Jahres in Kraft.</p>
<div id="attachment_28073" class="wp-caption alignleft" style="width: 245px"><img class="size-medium wp-image-28073" title="Tsunami-Warnplakat (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/12/tsunami-warnplakat-by-dtrg-ev-235x300.jpg" alt="Tsunami-Warnplakat (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)" width="235" height="300" /><p class="wp-caption-text">Tsunami-Warnplakat (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)</p></div>
<p>Ein wichtiger Bestandteil der Neuregelungen sind die erweiterten Alarmbefugnisse lokaler Behörden.</p>
<p>Diese dürfen künftig, anders als zuvor, neben Evakuierungsaufforderungen, nun die Bevölkerung auch dazu auffordern, die Häuser nicht zu verlassen.</p>
<p>Insbesondere während Überflutungen könnten Massenevakuierungen zu erhöhter Gefährdung der Bürger führen.</p>
<p>Zudem sollen die Verwaltungen auch Listen von Personen führen, die im Katastrophenfall aufgrund von Alter oder Behinderungen nicht alleine entkommen könnten.</p>
<p>Bei Genehmigung durch diese Bürger, sollen die Listen auch mit weiteren Stellen, etwa der Feuerwehr, geteilt werden.</p>
<p>Neben diesem Gesetz, das die Erfahrungen aus dem Tohoku-Erdbeben und des damit verbundenen Tsunami berücksichtigt, wurde auch ein weiteres Gesetz beschlossen, das den Wiederaufbau von Gebieten nach Naturkatastrophen vereinfachen und die örtlichen Verwaltungen durch Übernahme von Wiederaufbaumaßnahmen durch den Staat, helfen will. Das berichtet die NHK.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-braunes-wasser-an-fukushima-filteranlage-entdeckt/1132856/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: TEPCO verliert vertrauliche Daten von Fukushima-Geschädigten</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-verliert-vertrauliche-daten-von-fukushima-geschadigten/1132837/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-verliert-vertrauliche-daten-von-fukushima-geschadigten/1132837/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 13:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Dekontamination]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32837</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem TEPCO in der Vergangenheit vor allem den Austritt von Wasser aus Behältern melden musste, ist es nun der Verlust von Dokumenten, der den Betreiber des AKW Fukushima heute in Schwierigkeiten bringt. An anderer Stelle muss die Präfekturverwaltung Fukushima aktuell Mängel bei der Regelung zur Dekontamination einräumen. Die Fukushima News bringen somit erneut Berichte über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17644" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-17644 " title="TEPCO-Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/11/tepco-zentrale-tokyo-by-yusuke-kawasaki-cc-by-300x254.jpg" alt="TEPCO-Zentrale in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)" width="270" height="229" /><p class="wp-caption-text">TEPCO verliert persönliche Daten (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)</p></div>
<p>Nachdem TEPCO in der Vergangenheit vor allem den Austritt von Wasser aus Behältern melden musste, ist es nun der Verlust von Dokumenten, der den Betreiber des AKW Fukushima heute in Schwierigkeiten bringt.</p>
<p>An anderer Stelle muss die Präfekturverwaltung Fukushima aktuell Mängel bei der Regelung zur Dekontamination einräumen.</p>
<p>Die Fukushima News bringen somit erneut Berichte über Pannen und Mängel mit sich. Einzelheiten nun im<strong> Spreadnews Japan-Ticker vom 14. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere Themen zum Wochenende:</p>
<ul>
<li>TEPCO verliert persönliche Daten von Fukushima-Opfern</li>
<li>Fehlende Regelungen für Fukushima-Dekontamination</li>
<li>Beleidigender Fukushima-Opferberater gerügt</li>
</ul>
<p><strong>TEPCO verliert persönliche Daten von Fukushima-Opfern:</strong> Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi heute einräumen musste, hat ein Angestellter des Unternehmens bereits am Dienstag interne Dokumente mit den persönlichen Informationen von 22 Personen, die Schadensersatzforderungen gestellt hatten, in einem Zug liegen lassen.</p>
<p>Dieser Zwischenfall war für TEPCO dann auch Grund genug einzuräumen, dass es zwischen April 2011 und Mai 2013 bereits 60 Fälle gab, in denen es zum Verlust derartiger Dokumente gekommen war. Den aktuellen Fall, in dem es um Daten aus Futaba (Präf. Fukushima) geht, habe man nur deshalb bekannt gemacht, weil nicht alle der 22 betroffenen Personen kontaktiert werden konnten.</p>
<p>Das Unternehmen erklärte nach Angaben von Kyodo und jiji jedoch auch, bislang wären keine Fälle über einen möglichen Missbrauch der Daten, etwa in Form eines Identitätsdiebstahls, gemeldet worden.</p>
<p><strong>Fehlende Regelungen für Fukushima-Dekontamination:</strong> Während die Arbeiten zur Dekontamination von Landstrichen und Gebäuden in der Präfektur Fukushima bereits im Gang sind, scheint es nun so, als ob in den meisten Verträgen zwischen Behörden und den verantwortlichen Unternehmen keine Zahlenwerte und Zeitplan als zu erreichende Ziele festgelegt worden waren.</p>
<div id="attachment_23608" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><img class="size-medium wp-image-23608  " title="Dekontamination mit Hochdruckreiniger in Fukushima am 15. Juni 2012 (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/07/dekontamination-mit-hochdruckreiniger-2012-06-15-300x278.jpg" alt="Dekontamination mit Hochdruckreiniger in Fukushima am 15. Juni 2012 (Foto: TEPCO)" width="243" height="225" /><p class="wp-caption-text">Dekontamination mit Hochdruckreiniger in Fukushima am 15. Juni 2012 (Foto: symbolisch, TEPCO)</p></div>
<p>Zu diesem Schluss kommt zumindest die NHK aufgrund von Anfragen bei der Regierung und 32 Ortsverwaltungen, sowie Dokumenten, die durch den Antrag auf Akteneinsicht im Rahmen der Regelungen zur Informationsfreiheit offengelegt wurden.</p>
<p>Als Rechtfertigung für den Umstand, das annähernd 90 Prozent der Verträge der Gemeinden keine Angaben dazu machten, bis zu welchem Wert die Strahlung vor Ort durch die Maßnahmen gesenkt werden sollen, nannten die Verantwortlichen, dass man nicht sicher sei, in welchem Umfang die Arbeiten erfolgreich sein werden, was es schwierig mache den Firmen konkrete Ziele zu setzen.</p>
<p>Das dieses &#8220;ins-Blaue-arbeiten&#8221; auch Einfluss auf die Arbeitsmoral der Mitarbeiter habe, bestätigten einige Beschäftigte der Dekontaminationsfirmen. Einige der Angestellten würden ihre Arbeit nachlässig verrichten, da man kein konkretes Ziel vor Augen habe. Das Umweltministerium erklärte, man werde unter anderem nicht angekündigte Stichprobenkontrollen machen, um schlampige Arbeit zu verhindern.</p>
<p>Ein Problem ganz anderer Art sieht Professor Takero Doi von der Keio Universität. Es sei irreführend von &#8220;effektiver Kontamination&#8221; zu sprechen, wenn man dies überhaupt nicht beurteilen könne, da keine Vergleiche mit Vorgaben über die erforderliche Strahlungsreduktion möglich sind.</p>
<p><strong>Beleidigender Fukushima-Opferberater gerügt:</strong> Koichi Tani, Vizeminister für Wiederaufbau, teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass Yasuhisa Mizuno, Berater der Behörde für Wiederaufbau der Präfektur Fukushima, für sein Fehlverhalten eine offizielle Rüge erhalten habe.</p>
<p>Mizuno hatte in Postings im Rahmen sein es privaten Twitter-Accounts, unter anderem Vertreter einer Bürgergruppe beleidigt (Spreadnews berichtete am 13. Juni 2013). Während seiner Befragung hatte Mizuno die fraglichen Tweets eingeräumt und sich für seine Äußerungen entschuldigt. Das berichteten jiji und Asahi Shimbun.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-verliert-vertrauliche-daten-von-fukushima-geschadigten/1132837/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: TEPCO gibt erneut Messfehler bei radioaktivem Fukushima-Grundwasser zu</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-gibt-erneut-messfehler-bei-radioaktivem-fukushima-grundwasser-zu/1132807/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-gibt-erneut-messfehler-bei-radioaktivem-fukushima-grundwasser-zu/1132807/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 15:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32807</guid>
		<description><![CDATA[Der Betreiber TEPCO muss nun erneut zugeben, die Strahlungswerte von Grundwasser auf dem Kraftwerksgelände nicht korrekt ermittelt zu haben. Doch auch anderweitig bleibt das AKW Fukushima aktuell im Gespräch, wurden doch Opfer der Reaktorkatastrophe von offizieller Stelle beleidigt und neue Erkenntnisse zu kontaminiertem Fisch gewonnen. Neben den Fukushima News sind auch die Meldungen über Kritik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11983" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-11983 " title="Tepco: Fukushima-Reaktor 1 und 2 am 6. Mai 2011 Foto: Tepco" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/05/tecpo-reaktoren-1-und-2-300x172.jpg" alt="Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima" width="270" height="155" /><p class="wp-caption-text">AKW Fukushima: Erneut Irrtum bei Grundwasser-Strahlungswerten ( Foto: TEPCO)</p></div>
<p>Der Betreiber TEPCO muss nun erneut zugeben, die Strahlungswerte von Grundwasser auf dem Kraftwerksgelände nicht korrekt ermittelt zu haben.</p>
<p>Doch auch anderweitig bleibt das AKW Fukushima aktuell im Gespräch, wurden doch Opfer der Reaktorkatastrophe von offizieller Stelle beleidigt und neue Erkenntnisse zu kontaminiertem Fisch gewonnen.</p>
<p>Neben den Fukushima News sind auch die Meldungen über Kritik an den Kriterien zum Strahlungsschutz beim japanischen Roten Kreuz interessant. Weitere Informationen zu dem, was im Bezug auf diese Meldungen und das AKW Fukushima heute berichtenswert ist, jetzt im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 13. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere heutigen Themen:</p>
<ul>
<li>TEPCO korrigiert zum zweiten Mal Strahlungswerte von Grundwasser</li>
<li>Mitarbeiter für Fukushima-Katastrophenhilfe beleidigt Betroffene</li>
<li>Nur Fisch nahe des AKW Fukushima radioaktiv kontaminiert</li>
<li>Strahlungsgrenzwert für Rotkreuz-Helfer kritisiert</li>
<li>Fukushima-Gouverneur fordert Abschaltung aller Präfektur-AKW</li>
</ul>
<p><strong>TEPCO korrigiert zum zweiten Mal Strahlungswerte von Grundwasser:</strong> Kraftwerksbetreiber TEPCO muss bereits zum zweiten Mal die Angaben zur radioaktiven Belastung von Grundwasserproben der Anlage korrigieren. Der Werte betrage lediglich ein Zehntel des Wertes, der zu Beginn des Monats veröffentlicht worden war, erklärte das Unternehmen am gestrigen Mittwoch.</p>
<p>Im Mai hatte das Unternehmen noch behauptet, die Belastung mit radioaktivem Cäsium liege unter der Nachweisgrenze. Anhand modernerer Messgeräte konnten am 3. Juni jedoch in einer Wasserprobe 0,61 Becquerel pro Liter nachgewiesen werden. Die gestrige Korrektur ergab nun einen Maximalwert von 0,055 Becquerel.</p>
<p>Zwar liegen diese Zahlen alle deutlich unterhalb von einem Becquerel pro Liter, den TEPCO als zulässigem Höchstwert für die Verklappung von Grundwasser in das Meer genannt hatte &#8211; gerade die ständigen Korrekturen könnten jedoch dass dringend erforderliche Vertrauen der Fischereikooperativen erschüttern, berichtet etwa die Kyodo.</p>
<p><strong>Mitarbeiter für Fukushima-Katastrophenhilfe beleidigt Betroffene:</strong>Die Wiederaufbaubehörde hat sich für das Verhalten des 45 Jahre alten  Yasuhisa Mizuno entschuldigt. Der seit August 2012 beschäftigte Berater der Behörde, soll Opfern der Fukushima-Katastrophe unterstützen, insbesondere im Rahmen eines Gesetzes, das im Juni vergangenen Jahres in Kraft trat.</p>
<p>Grund für die Entschuldigung sind Nachrichten, die der Mitarbeiter im März diesen Jahres nach einem Treffen mit Bürgern, bei dem er ausschließlich ausgebuht und verspottet worden war, über den Mikroblogging-Dienst Twitter veröffentlichte.</p>
<p>Dort nannte er diese Personen &#8220;<em>linke Dummköpfe</em>&#8221; und das einzige wofür er Mitleid empfinde, sei &#8220;<em>ihr Mangel an Intelligenz</em>&#8220;.</p>
<p>Derzeit leben immer noch etwa 150.000 Einwohner der Präfektur als Evakuierte und sind auf Hilfen der Regierung angewiesen.</p>
<p>Bei einer Befragung durch Vertreter des Ministeriums räumte er die Aussagen zwar ein, verweigerte jedoch bei einer Anfrage der Mainichi Shimbun am Dienstag jeden Kommentar, sondern verwies nur darauf, dass er den Account privat betreibe und sich nicht mehr erinnere.</p>
<p>Der fragliche Twitter-Account wurde kurz darauf vom Nutzer gelöscht und der Minister für Wiederaufbau, Takumi Nemoto erklärte, derartige Aussagen seien für einen Regierungsvertreter unangemessen.</p>
<p>Aus der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei Japans (SDP) wurden Forderungen zur Entlassung des Mitarbeiters laut. Über den Fall berichteten NHK und Mainichi Shimbun.</p>
<p><strong>Nur Fisch nahe des AKW Fukushima radioaktiv kontaminiert:</strong> Die japanische Fischereibehörde veröffentlichte nun einen Bericht, der sich mit der Belastung von Fischen in Folge der Fukushima-Katastrophe befasst und dabei interessante Entwicklungen zeigt.</p>
<div id="attachment_24389" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-24389  " title="Radioaktiv belasteter Fukushima-Fisch (Grünling) vom 1. August 2012 (Foto; TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/08/radioaktiv-belasteter-fukushima-fisch-grünling-am-2012-08-01-300x225.jpg" alt="Radioaktiv belasteter Fukushima-Fisch (Grünling) vom 1. August 2012 (Foto; TEPCO)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Radioaktiv belasteter Fukushima-Fisch (Grünling) vom 1. August 2012 (Foto; TEPCO)</p></div>
<p>Durch die Untersuchung so genannter Otolithen (&#8220;Ohrsteine&#8221;) aus Fischen, die in der Nähe des AKW Fukushima Daiichi gefangen worden waren, konnten japanische Forscher nun neue Aussagen über Ausmaß und Verbreitung radioaktiver Belastung von Fischen machen.</p>
<p>Da diese Strukturen im Körper in Schichten wachsen, konnten ähnlich wie bei den Jahresringen eines Baumes, der Zeitpunkt der größten Kontamination ausgemacht werden.</p>
<p>Demnach waren die Fische unmittelbar nach der Katastrophe am 11. März 2011 am stärksten belastet -was für eine schnelle Aufnahme und nicht, wie bislang vermutet, eine langsame Ansammlung radioaktiven Materials spricht.</p>
<p>Auf diese Weise konnten auch die Umstände der starken Belastung eines Grünlings von 25.800 Becquerel näher erklärt werden (Spreadnews berichtete am 21. August 2012). Da der Fisch in 20 Kilometern Entfernung zur Küste der Präfektur Fukushima gefangen worden war, hatten Fischer gefürchtet, die radioaktive Kontamination könnte sich bereits großflächig ausgebreitet haben.</p>
<p>Eine Untersuchung des Fischs ergab jedoch, dass das Tier zwischen Frühling und Sommer 2011 kontaminiert wurde und der im August gefangene Fisch erst nachher in entferntere Gewässer gelangt sei, was auch plausibel macht, weshalb andere Fische in diesem Gebiet keine ungewöhnliche Belastung aufwiesen.Über diese Entdeckungen berichteten Kyodo und NHK.</p>
<p>Allerdings soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass der Wert 25.800 Becquerel mittlerweile mehrmals überschritten wurde. Die bislang höchste gemessene Belastung liegt bei 510.000 Becquerel und wurde im Februar diesen Jahres nachgewiesen (Spreadnews berichtete am 28. Februar 2013).</p>
<p>Um zu verhindern, dass weitere kontaminierte Fische aus dem Bereich der Bucht gelangen, hat der Kraftwerksbetreiber TEPCO bereits ein Netz gespannt.</p>
<div>
<p><strong>Strahlungsgrenzwert für Rotkreuz-Helfer kritisiert:</strong> Das japanische Rote Kreuz hat in einer überarbeiteten Richtlinie für medizinische Helfer einen Strahlungswert in Höhe von einem Millisievert als sicheren Grenzwert während Hilfsmaßnahmen festgelegt. Dies führte zu Protesten, da der Wert zu niedrig sei um tatsächlich überhaupt effektive Hilfe bieten zu können.</p>
<div id="attachment_32819" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32819 " title="Schriftzug: Japanisches Rotes Kreuz (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/schriftzug-japanisches-rotes-kreuz-copyright-by-andreas-teichert-dtrg-300x225.jpg" alt="Schriftzug: Japanisches Rotes Kreuz (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Schriftzug: Japanisches Rotes Kreuz (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)</p></div>
<p>Der Generaldirektor des Roten Kreuzes in Japan verteidigte die Entscheidung und erklärte, dieser Grenzwerte wäre sogar für Hilfsaktionen in Gebieten mit hoher Strahlung ausreichend, da jeder Einsatz in der Regel ohnehin nur bis zu einer Woche dauern würde.</p>
<p>Im Rahmen der Neuregelung wurde auch das Tragen von Dosimetern und Jodtabletten bei derartigen Einsätzen verpflichtend</p>
<p>Dieser Notfallgrenzwert ist nach Meinung von Kritikern praktisch nicht als solcher zu betrachten, da ein Millisievert das jährliche Limit für Mitglieder der Zivilbevölkerung außerhalb von Katastrophenfällen darstellt. Er stellt also keine Regelung für Ausnahmesituationen dar.</p>
<p>Begründet wird dies jedoch mit dem Umstand, dass neben medizinischen Mitarbeitern auch Geistliche und damit Normalbürger zu den Einsatzgruppen gehörten, für die ein höherer Wert nicht zumutbar sei. Zudem diene diese Regelung als Basis, die zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf noch einmal überarbeitet und angepasst werden könnte.</p>
<div id="attachment_32823" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32823 " title="Japanisches Rotes Kreuz: Fahrzeug beim Tohoku-Einsatz 2011 (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.) " src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/fahrzeug-des-japanischen-roten-kreuzes-beim-tohoku-einsatz-2011-copyright-by-andreas-teichert-dtrg-ev-300x225.jpg" alt="Japanisches Rotes Kreuz: Fahrzeug beim Tohoku-Einsatz 2011 (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.) " width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Japanisches Rotes Kreuz: Fahrzeug beim Tohoku-Einsatz 2011 (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)</p></div>
<p>Im Rahmen der Katastropheneinsätze in den Gebieten, die von den Tohoku-Katastrophen 2011 betroffen waren, leisteten die Einheiten des Roten Kreuzes, die jeweils aus einem Mediziner, drei Rettungskräfte, einem Fahrer, sowie einem Geistlichen bestehen, insgesamt 900 Einsätze.</p>
<p>Zu Beginn hatte es jedoch Engpässe gegeben, da man nicht auf eine Reaktorkatastrophe vorbereitet war.</p>
<p>Kritiker, wie Professor Shigenobu Nagataki, der einem beratenden Expertenausschuss für Atomkatastrophen angehört, fürchten nun, dass der niedrige Grenzwert bei anderen Rettungseinrichtungen Schule machen und bei Evakuierungen von Patienten und älteren Personen für Durcheinander sorgen würde, so dass Fukushima-ähnliche Zustände entstünden.</p>
<p>Es sei nicht akzeptabel, dass medizinisches Personal, das Verletzte und Kranke versorgen soll, die Unterstützung für Patienten in radioaktiv stark belasteten Sperrgebieten, anderen Instanzen wie Feuerwehr, Polizei und den Selbstverteidigungsstreitkräften überlassen. Über die kritisierte Neuregelung berichtete die Asahi Shimbun.</p>
</div>
<p><strong>Fukushima-Gouverneur fordert Abschaltung aller Präfektur-AKW:</strong> Yuhei Sato, Gouverneur der Präfektur Fukushima, reichte am gestrigen Mittwoch beim Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie ein, in dem er die endgültige Stilllegung aller Atomreaktoren in seiner Präfektur fordert. Insgesamt gibt es dort sechs funktionsfähige Reaktoren.</p>
<div id="attachment_19254" class="wp-caption alignleft" style="width: 211px"><img class="size-full wp-image-19254 " title="Japan-Karte: Radioaktivität in Japan (Foto:pd)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/12/japan-karte-präfektur-fukushima-radioaktiv-lizenz-pd.jpg" alt="Japan-Karte: Radioaktivität in Japan (Foto:pd)" width="201" height="265" /><p class="wp-caption-text">Gouverneur will Ende der Atomkraft für Fukushima (Foto:pd)</p></div>
<p>Nach eigenen Angaben wolle er eine nachhaltige und dauerhafte regionale Entwicklung seines Verwaltungsgebiets, ohne dabei auf Atomenergie angewiesen zu sein. Um die Präfektur wirtschaftlich zu fördern, wolle er Fukushima zu einem Zentrum für die Entwicklung von Medizintechnologie machen und fordert finanzielle Unterstützung um entsprechende Unternehmen anzuziehen.</p>
<p>Minister Toshimitsu Motegi sieht die Medizintechnik als Stützpfeiler für die Wiederbelebung des wirtschaftlichen Wachstums an, zeigte sich im Bezug auf die Reaktorstilllegung jedoch zurückhaltend. Gouverneur Sato erklärte, dass die Regierung auch die Verantwortung für die endgültigen Abschaltungen übernehmen müsse, da es trotz der Fortschritte weiterhin eine schwierige Situation sei.</p>
<p>Der Zeitpunkt des Schreibens ist gut gewählt, arbeitet das Ministerium nach Meldung der NHK derzeit am Budget für das Fiskaljahr 2014.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-gibt-erneut-messfehler-bei-radioaktivem-fukushima-grundwasser-zu/1132807/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Schutzmantel um Fukushima-Reaktor 4 fertiggestellt</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-schutzmantel-um-fukushima-reaktor-4-fertiggestellt/1132779/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-schutzmantel-um-fukushima-reaktor-4-fertiggestellt/1132779/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 16:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[AKW Oi]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Brennstäbe]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzmantel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32779</guid>
		<description><![CDATA[TEPCO hat im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute erneut positive Nachrichten und präsentierte Fortschritte bei den Arbeiten an der Kraftwerksanlage. Allerdings sollte dies keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass die Situation dort weiterhin ständig kontrolliert werden muss. An anderer Stelle sind dagegen Weiterbetrieb und Neustarts von Reaktoren ein Thema. Daher bleiben, neben der Situation in Fukushima, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32516" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32516  " title="Fukushima-Reaktor 4: Computermodell des Schutzmantels zur Brennstäbebergung (Grafik: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/05/fukushima-reaktor-4-computermodell-des-schutzmantels-zur-brennstäbebergung-am-2013-05-29-300x226.jpg" alt="Fukushima-Reaktor 4: Computermodell zum Schutzmantelbau für Brennstäbebergung (Grafik: TEPCO)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Fukushima-Reaktor 4: Computermodell zum Schutzmantelbau für Brennstäbebergung (Grafik: TEPCO)</p></div>
<p>TEPCO hat im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute erneut positive Nachrichten und präsentierte Fortschritte bei den Arbeiten an der Kraftwerksanlage.</p>
<p>Allerdings sollte dies keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass die Situation dort weiterhin ständig kontrolliert werden muss.</p>
<p>An anderer Stelle sind dagegen Weiterbetrieb und Neustarts von Reaktoren ein Thema.</p>
<p>Daher bleiben, neben der Situation in Fukushima, aktuell auch die Entwicklungen an weiteren AKW des Landes von Interesse. Die Fukushima News und übrige Meldungen jetzt im<strong> Spreadnews Japan-Ticker vom 12. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere heutigen Themen:<strong></strong></p>
<ul>
<li>Schutzmantel um Fukushima-Reaktor 4 fertiggestellt</li>
<li>TEPCO präsentiert Fortschritt an Fukushima-Kühlsystem</li>
<li>Teilweise Aufhebung von Einschränkungen auf Fukushima-Straßen erwartet</li>
<li>Temporäre Notfallzentrale am AKW Oi anerkannt</li>
<li>Ältester Mensch der Welt gestorben</li>
</ul>
<p><strong>Schutzmantel um Fukushima-Reaktor 4 fertiggestellt:</strong> Am gestrigen Dienstag ermöglichte die Betreiberfirma TEPCO einigen Journalisten einen Teil der Anlage des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi zu besichtigen. Dabei wurde für die Pressevertreter auch der nun fertiggestellte Schutzmantel am Gerüst von Fukushima-Reaktor 4 sichtbar.</p>
<p>Zuletzt hatte TEPCO die Fertigstellung des Stahlgerüsts gemeldet, das nicht nur mit einem Schutzmantel verkleidet, sondern zudem mit einer Hebevorrichtung zur Bergung der abgebrannten Brennelemente aus dem Inneren ausgestattet werden soll (Spreadnews berichtete am 29. Mai 2013). Die Reporter konnten den Arbeiten an dem 54 Meter hohen Gerüst zusehen.</p>
<p>Anders als im Fall der sonstigen Abdeckungen, die den Reaktor lediglich vor Umwelteinflüssen schützen und die Freisetzung von Radioaktivität eindämmen soll, ist die Ummantelung in diesem Fall auch Teil der Anstrengung, bei der Bergung der Brennelemente die Strahlungsbelastung für Arbeiter und Umwelt so gering wie möglich zu halten.</p>
<p>Der erste Einsatz des Krans für die Bergung von Brennstäben wird frühestens für November erwartet.</p>
<p><strong>TEPCO präsentiert Fortschritt an Fukushima-Kühlsystem:</strong> Zum Rundgang auf dem Gelände des Kernkraftwerks den TEPCO ausgewählten Journalisten gestern ermöglichte, gehörte auch ein Hinweis auf aktuelle Arbeiten, mit deren Umsetzung die Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit des Reaktorkühlsystems verbessert werden soll.</p>
<p>Im bislang genutzten System muss das kontaminierte Wasser aus den Reaktoren, das in einem Kühlkreislauf zirkuliert und in dessen Verlauf es gefiltert und entsalzen wird, eine Strecke von vier Kilometern in Rohren zurücklegen, was die Anfälligkeit für Lecks in diesem Konstrukt, das als Notlösung geschaffen worden war, erhöht.</p>
<p>Durch eine neue Strecke, die in Kürze fertiggestellt sein soll, wird durch die Nutzung von Kondensattanks, die durch Kondensation eigentlich Teil eines Dampfturbimensystems zur Stromerzeugung sind, wird die Gesamtlänge auf drei Kilometer verkürzt. Bislang führten die Rohre zu temporären Lagertanks auf der Nordseite des Reaktors.</p>
<p>Die Tanks, die zwischen den Reaktoren 1 bis 3 liegen, überstanden den Tohoku-Tsunami 2011 und wurden erstmals seit den Naturkatastrophen wieder der Öffentlichkeit gezeigt. Über die aktuellen Ereignisse an Fukushima-Reaktor 4 berichteten Asahi Shimbun und NHK.</p>
<p>Ob sich TEPCO künftig auch in anderen Bereichen ähnlich zeigefreudig geben wird, bleibt abzuwarten, hatte es doch auch bei dieser Besichtigung zuvor Einschränkungen für Journalisten gegeben (Spreadnews berichtete am 4. Juni 2013).</p>
<p><strong>Teilweise Aufhebung von Einschränkungen auf Fukushima-Straßen erwartet:</strong> In der Präfektur Fukushima sind, auch nach der Einführung des Zonenmodells, einige Straßen durch Gebiete, die als &#8220;langfristig unbewohnbar&#8221; eingestuft wurden, für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Als langfristig unbewohnbar gelten Bereiche, in denen eine jährliche Strahlungshöhe von mehr als 50 Millisievert überschritten wird.</p>
<div id="attachment_32791" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32791 " title="Straßensperre in der Präfektur Fukushima (Foto: Prof. Haruhiko Okumura cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/strassensperre-in-fukushima-copyright-by-prof-haruhiko-okumura-cc-by-300x225.jpg" alt="Straßensperre in der Präfektur Fukushima (Foto: Prof. Haruhiko Okumura cc-by)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Straßensperre in der Präfektur Fukushima (Foto: Prof. Haruhiko Okumura cc-by)</p></div>
<p>Nun gaben die Behörden bekannt, die Sperrung der beiden Nationalstraßen Nr. 6 und Nr. 288  durch unbewohnbare Gebiete nahe des AKW Fukushima Daiichi ab kommendem Montag für Personen aufheben, die diese Strecken nutzen um zu Arbeitsplätzen, oder Krankenhäusern zu gelangen. Eine entsprechende behördliche Erlaubnis muss jedoch vorab eingeholt werden.</p>
<p>Der Schritt soll nach Angaben der Verwaltung, die Belastung für Einwohner der Präfektur reduzieren, die bislang Umwege nehmen mussten. Wie die NHK berichtet, soll die unautorisierte Nutzung von Streckenabschnitten durch Sperrungen an 312 verkehrswichtigen Stellen, wie den Zufahrten in Wohngebiete und Straßenkreuzungen erfolgen.</p>
<p><strong>Temporäre Notfallzentrale am AKW Oi anerkannt:</strong> Japans Atomaufsichtsbehörde NRA hat auf einem gestrigen Treffen den Entwurf des Unternehmens Kansai Electric für eine Notfallzentrale am AKW Oi gebilligt.</p>
<div id="attachment_19524" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-19524 " title="Atomkraftwerk-Symbol in gelb (Grafik: Hendrik Tammen Lizenz: cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/atomkraftwerk-symbol-by-hendrik-tammen-cc-by-300x206.jpg" alt="Atomkraftwerk-Symbol (Grafik: Hendrik Tammen cc-by)" width="270" height="185" /><p class="wp-caption-text">AKW Oi: Weiterbetrieb möglich, Neustarts unwahrscheinlich (Grafik: Hendrik Tammen cc-by)</p></div>
<p>Der Bereiber des AKW Oi (Präf. Fukui) hatte vorgeschlagen, einen Konferenzraum als zeitweise Notfallzentrale zu nutzen, nachdem die NRA zuvor einen anderen Raum als ungeeignet für diesen Zweck beurteilt hatte.</p>
<p>Eine derartige Einrichtung außerhalb des eigentlichen Reaktors ist Teil der neuen Sicherheitsrichtlinien für alle Kernkraftwerke des Landes, die Anfang Juli in Kraft treten. Somit sind voraussichtlich alle Vorbedingungen zum Weiterbetrieb der Reaktoren 3 und 4 gegeben. Eine NRA-Kontrolle am 15. Juni wird jedoch noch folgen, bevor die Entscheidung Ende Juni fällt.</p>
<p>Da jedoch eine vollwertige Notfallzentrale erst Anfang 2015 fertiggestellt sein wird, scheint sich der von Unternehmen erhoffte Neustart der Reaktoren 1 und 2 zu verschieben, da für diesen Fall ein provisorisches Lagezentrum als nicht ausreichend angesehen wird. Über die Einschätzung berichteten Mainichi Shimbun und Asahi Shimbun.</p>
<p><strong>Ältester Mensch der Welt gestorben:</strong> Jiroemon Kimura, ältester Mensch der Welt, ist am heutigen Mittwoch im Alter von 116 Jahren verstorben. Nach Angaben des Krankenhauses, in das er Mitte Mai aufgrund einer Lungenentzündung eingeliefert worden war, schied der am 19. April 1897 geborene Kimura friedlich aus dem Leben.</p>
<p>Bei seinem letzten Geburtstag erhielt der in Kyotango nahe Kyoto lebende frühere Postangestellte eine Videobotschaft von Japans Premierminister Shinzo Abe. Als Geheimnis seines langen Lebens nannte er, täglich gesunde Speisen in mäßigen Portionen zu essen, nicht zu rauchen und Sonnenschein im Freien zu genießen.</p>
<p>Kimura, dessen Tod nach Angaben eines 80 Jahre alten Neffen überraschend kam, da er noch vergangene Woche in guter Verfassung gewesen sei, während Ärzte von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands berichten, hinterlässt 14 Enkel, 25 Ur-Enkel und 15 Ur-Ur-Enkel. Über den Todesfall berichteten zahlreiche Medien, darunter die Kyodo, die jiji, die Asahi Shimbun und die NHK.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-schutzmantel-um-fukushima-reaktor-4-fertiggestellt/1132779/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Mehrheit der Fukushima-Einwohner fürchtet Zukunft mit Radioaktivität</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-mehrheit-der-fukushima-einwohner-furchtet-zukunft-mit-radioaktivitat/1132746/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-mehrheit-der-fukushima-einwohner-furchtet-zukunft-mit-radioaktivitat/1132746/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 15:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[AKW Genkai]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Hachiko]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32746</guid>
		<description><![CDATA[Trotz der Beteuerungen zur geringen Gefährdung durch Strahlung, die im Großteil der Präfektur Fukushima heute gegeben sei, sorgen sich die Einwohner um die Zukunft ihrer Kinder. Welche Auswirkung die dortige Reaktorkatastrophe tatsächlich haben wird, muss sich zeigen. Manche Personen, welche die Evakuierung nicht überlebten, werden dies nicht mehr erleben. Deshalb zählen zu den Themen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18353" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><img class="size-medium wp-image-18353  " title="Japans Kinder   (Foto: Michael Rhys cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/12/baby-augen-by-michael-rhys-cc-by-300x199.jpg" alt="Japans Kinder (Foto: Michael Rhys cc-by)" width="243" height="161" /><p class="wp-caption-text">Fukushima-Einwohner fürchten um ihre Kinder (Foto: Michael Rhys cc-by)</p></div>
<p>Trotz der Beteuerungen zur geringen Gefährdung durch Strahlung, die im Großteil der Präfektur Fukushima heute gegeben sei, sorgen sich die Einwohner um die Zukunft ihrer Kinder.</p>
<p>Welche Auswirkung die dortige Reaktorkatastrophe tatsächlich haben wird, muss sich zeigen. Manche Personen, welche die Evakuierung nicht überlebten, werden dies nicht mehr erleben.</p>
<p>Deshalb zählen zu den Themen, die im Zusammenhang mit der Anlage in Fukushima heute berichtet werden, auch Entschädigungsklagen gegen den Betreiber. Diese und weitere Meldungen jetzt im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 11. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unseren heutigen Themen:</p>
<ul>
<li>Mehrheit der Fukushima-Bewohner fürchtet um Kinder</li>
<li>TEPCO wegen Tod von Patienten verklagt</li>
<li>Ursache für Problem an Fukushima-Zugangstor entdeckt</li>
<li>NRA folgt Betreiber-Einschätzung zum AKW Oi</li>
<li>Ausgaben von zehn Milliarden für AKW-Stand-by</li>
<li>Hachiko-Statue in Katastrophengebiet aufgestellt</li>
</ul>
<p><strong>Mehrheit der Fukushima-Bewohner fürchtet um Kinder:</strong> Eine Befragung von 180.000 Personen im Alter ab 16 Jahren, die sich zum Zeitpunkt der Reaktorkatastrophe in der Nähe befanden, ergab zwischen Januar und Oktober 2012 insgesamt 73.000 gültige Antworten &#8211; und ein deutliches Ergebnis zur Angst vor Radioaktivität.</p>
<p>Die Mehrheit der Befragten, 60,2 Prozent, gaben an, die Strahlung stelle entweder ein &#8220;extrem hohes&#8221; ( 34,9 Prozent), oder zumindest &#8220;hohes&#8221; (25,3 Prozent) Risiko für die Gesundheit der Heranwachsenden dar.</p>
<p>Wie die jiji meldet, stehen diese Daten in Kontrast zu einer Untersuchung vor sechs Jahren, die im Zusammenhang mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki keine genetische Übertragung der gesundheitlichen Folgen auf Nachkommen nachweisen konnten.</p>
<p><strong>TEPCO wegen Tod von Patienten verklagt:</strong> Die Hinterbliebenen von vier Personen, die zum Zeitpunkt der Fukushima-Katastrophe bettlägerige Patienten waren und später starben, verklagten den Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi auf 125 Millionen Yen.</p>
<div id="attachment_17644" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-17644 " title="TEPCO-Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/11/tepco-zentrale-tokyo-by-yusuke-kawasaki-cc-by-300x254.jpg" alt="TEPCO-Zentrale in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)" width="270" height="229" /><p class="wp-caption-text">TEPCO-Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)</p></div>
<p>Insgesamt 15 Familienmitglieder klagten und begründeten dies mit den Todesumständen. Die Patienten im Alter zwischen 60 und 90 seien ums Leben gekommen, da durch den Stromausfall und die Evakuierung aus dem Krankenhaus, oder die daran angegliederte Pflegeeinrichtung in Okuma (Präf. Fukushima) keine angemessene  medizinische Versorgung mehr möglich gewesen sei.</p>
<p>Die Regierung hat die Todesfälle, die sich zwischen dem 15. März und 18. April 2011 ereigneten, bereits als &#8220;Todesfälle mit Katastrophenbezug&#8221; anerkannt.</p>
<p>Teilweise erfolgten die Evakuierungen auch verzögert und dauerten länger als gewöhnlich. So konnten etwa Patienten aus dem Krankenhaus Futaba erst am 14. März 2011 von den Selbstverteidigungsstreitkräften gerettet werden. Bei einem anderen Bustransport wurde eine Strecke von 230 Kilometern zurückgelegt, um das Kraftwerk weitläufig zu umgehen.</p>
<p>Dem Fukushima-Untersuchungsbericht der Regierung zufolge, war sich das Büro für Katastrophenschutz der Präfektur nicht über den ernsten Zustand der Patienten im Klaren.</p>
<p>Da nach Angaben der Präfekturverwaltung zwischen 11. März und 30. April 2011 insgesamt 51 Personen starben, verwundert es nicht, dass auch weitere Angehörige ebenfalls Klagen anstreben.Über die Klagen berichteten jiji und Asahi Shimbun.</p>
<p><strong>Ursache für Problem an Fukushima-Zugangstor entdeckt:</strong> Am 15. Februar 2013 war bei Entladearbeiten durch den Lagerzugang am Fukushima-Reaktor 6 das geöffnete innere Zugangstor von oben hinabgekracht, ohne dass dies Auswirkungen auf das geschlossene Außentor hatte (Spreadnews berichtete am selben Tag).</p>
<div id="attachment_19601" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-full wp-image-19601 " title="AKW Fukushima Daiichi - offizielles Foto (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/akw-fukushima-offizielles-foto-by-tepco.jpg" alt="Offizielles Standardfoto des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)" width="270" height="218" /><p class="wp-caption-text">AKW Fukushima: Betriebsstörung geklärt (Symbolfoto: TEPCO)</p></div>
<p>Eine Untersuchung ergab nun, dass der Sturz des Tores auf eine Fehlfunktion des Controllers aufgrund von Verschleiss zurückzuführen war, der zu einem Schaden an dem Mechanismus zum Heben und Senken des Tors führte, als ein Arbeiter den Zugang zunächst elektrisch, dann manuell bedienen wollte.</p>
<p>Der zuvor eingetretene Verschleiss blieb jedoch zunächst unbemerkt, da das Gerät bis zum 1. März 2012 ungenutzt geblieben war.<span style="text-decoration: underline;"><br />
</span><br />
Als Maßnahmen wurde nun die Steuertafel ausgewechselt, die künftig über technische Maßnahmen, wie etwa eine Überlastungsstopp und eine Notfall-Stoppfunktion verfügt. Zudem wurde angeordnet, das Tor künftig nach längerem Nichtbetrieb, vor erneuter Nutzung zu kontrollieren</p>
<p><strong>NRA folgt Betreiber-Einschätzung zum AKW Oi:</strong> Kansai Electric, Betreiber von Japans derzeit einzig aktivem Kernkraftwerk Oi (Präf. Fukui) reichte bei Japans Atomaufsichtsbehörde NRA neue Einschätzungen zur Sicherheit der Anlage vor, in deren Nähe drei aktive Verwerfungen verlaufen.</p>
<p>Das Unternehmen war trotz seiner Beteuerungen angewiesen worden, die Auswirkungen auf die Anlage zu untersuchen, die bei einer gleichzeitigen Bewegung aller drei Verwerfungen entstehen würden. Die Einschätzungen der dabei festgestellten Gebäudeschwankungen befinden sich nach Ansicht der Atomaufsichtsbehörde NRA im Genehmigungsbereich.</p>
<p>Auch die Berechnungen von Kansai Electric, dass eine derartige Bewegung einen Tsunami bis zu 3,68 Metern auslösen würde, wurden nach Angaben der NHK durch die Atomaufsicht anerkannt. Die Anlage des AKW Oi befindet sich 9,7 Meter über der Meeresoberfläche.</p>
<p>Allerdings will sich die Kontrollinstanz nicht mit den Angaben des Unternehmens zufrieden geben, sondern plant für Samstag eine Besichtigung vor Ort, sowie eine Kontrolle, ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend sind, berichtet die NHK. Eine Entscheidung, ob die Anlage weiterhin betrieben werden darf, wird noch für diesen Monat erwartet.</p>
<p><strong>Ausgaben von zehn Milliarden für AKW-Stand-by:</strong> Obwohl sich für das 1975 erbauten AKW Genkai (Präf. Saga) ohnehin das Ende der auf 40 Jahre beschränkten Laufzeit für einen der beiden Reaktoren abzeichnet, gibt der Betreiber Kyushu Electric jährlich etwa zehn Milliarden Yen aus, um die beiden heruntergefahrenen Reaktoren des Kraftwerks startbereit zu halten.</p>
<div id="attachment_19975" class="wp-caption alignleft" style="width: 243px"><img class="size-full wp-image-19975 " title="Japan: Japanische Yen-Banknoten (Foto: pd)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/japan-japanische-yen-banknoten-pd.jpg" alt="Japan: Japanische Yen-Banknoten (Foto: pd)" width="233" height="186" /><p class="wp-caption-text">Fukushima-Evakuierung: Entschädigung für Hinterbliebene (Symbolfoto: pd)</p></div>
<p>Kernkraftwerke können eine Verlängerung der Betriebserlaubnis um 20 Jahre erhalten, wenn sie die Sicherheitsbestimmungen erfüllen und nach Meldung der Mainichi Shimbun kalkuliert Kyushu Electric, eine solche zu erhalten.</p>
<p>Man wartet also die Entscheidung ab und riskiert so, weitere Instandhaltungskosten möglicherweise zu verschwenden, wenn die Erlaubnis nicht erteilt wird.</p>
<p>Der Betreiber zieht eine Stilllegung nach Eigenangaben absolut nicht in Betracht, da zum einen Atomenergie mit 7,5 Yen pro Kilowattstunde eine kosteneffektivere Form der Elektrizitätserzeugung sei, als etwa Wärmekraftanlagen mit über 11 Yen pro Kilowattstunde und zum anderen, weil die Stilllegungskosten von 35,8 Milliarden bis 2015 trotz Rücklagen immer noch 3,6 Milliarden Yen betragen werden.</p>
<p>Kritiker wie Kenichi Oshima, Professor für Umweltwirtschaft an der Ritsumeikan-Universität, führen dagegen an, die Kosten für Anpassungen an die neuen Sicherheitsstandards, seien noch gar nicht einschätzbar und in Anbetracht der drohenden Schadensersatzforderungen bei einem Störfall, könne beim Unternehmen, das laut Fiskaljahrsbilanz 2012 bereits mit 332,47 Milliarden in den roten Zahlen steht, von Kosteneffizienz keine Rede sein.</p>
<div>
<p><strong>Hachiko-Statue in Katastrophengebiet aufgestellt:</strong> Die Geschichte des treuen Hundes Hachiko, der selbst nach dem Tod seines Herrchens noch täglich am Tokyoter Bahnhof Shibuya auf dessen Rückkehr wartete, ist auch über die Grenzen Japans hinaus bekannt &#8211; ebenso wie die Statue, die sich am Bahnhof befindet.</p>
<div id="attachment_25973" class="wp-caption alignleft" style="width: 194px"><img class="size-medium wp-image-25973 " title="Der treue Hund Hachiko (Foto: pd)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/10/chuken-hachiko-hund-pd-204x300.jpg" alt="Der treue Hund Hachiko (Foto: pd)" width="184" height="270" /><p class="wp-caption-text">Hachiko nun auch in Katastrophengebiet verewigt (Foto: pd)</p></div>
<p>In Iitate (Präf. Fukushima), das nach der Katastrophe am Kernkraftwerk evakuiert werden musste, steht seit gestern ebenfalls eine Skulptur des treuen Hundes.</p>
<p>Die 1,6 Meter hohe Skulptur besteht aus Eisendraht und wurde, nach der Nutzung bei einer Aktion in Tokyo vor vier Jahren, an die Gemeinde übersandt.</p>
<p>Der dortige Standort befindet sich vor dem Eingang zu einer Pflegeeinrichtung, die nicht evakuiert worden war, da der Gesundheitszustand der Bewohner eine Flucht nicht möglich gemacht hatte.</p>
<p>Nach Angaben der Vereinigung, die das Bildnis gespendet hatte, symbolisiere sie den Wunsch und die Hoffnung der einstigen Einwohner, wieder nach Hause zurückzukehren.</p>
<p>Über die symbolträchtige Schenkung berichtete die Asahi Shimbun.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-mehrheit-der-fukushima-einwohner-furchtet-zukunft-mit-radioaktivitat/1132746/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Radioaktives Wasser aus Fukushima-Lagertanks abgepumpt</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-radioaktives-wasser-aus-fukushima-lagertanks-abgepumpt/1132709/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-radioaktives-wasser-aus-fukushima-lagertanks-abgepumpt/1132709/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 15:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Baum der Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Brennstäbe]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Lager]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Wassertanks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32709</guid>
		<description><![CDATA[Der aus Fukushima aktuell bekannt gegebene Abschluss der Pumparbeiten aus den unterirdischen Lagertanks scheint ein positives Zeichen zu sein, doch wie bereits bekannt, ist auch an mindestens einem neuen Behälter bereits ein Leck aufgetreten. Weitere Meldungen die aus der Präfektur Fukushima heute veröffentlicht wurden, befassen sich mit den Brennstäben des AKW, sowie Testpflanzungen in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32732" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32732  " title="AKW Fukushima: Blick auf Stahllagertanks bei IAEA-Tour am 17. April 2013 (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/akw-fukushima-oberirdische-stahl-lagertanks-bei-iaea-besichtigung-am-2013-04-17-300x225.jpg" alt="AKW Fukushima: Blick auf Stahllagertanks bei IAEA-Tour am 17. April 2013 (Foto: TEPCO)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">AKW Fukushima: Blick auf Stahllagertanks bei IAEA-Tour am 17. April 2013 (Foto: TEPCO)</p></div>
<p>Der aus Fukushima aktuell bekannt gegebene Abschluss der Pumparbeiten aus den unterirdischen Lagertanks scheint ein positives Zeichen zu sein, doch wie bereits bekannt, ist auch an mindestens einem neuen Behälter bereits ein Leck aufgetreten.</p>
<p>Weitere Meldungen die aus der Präfektur Fukushima heute veröffentlicht wurden, befassen sich mit den Brennstäben des AKW, sowie Testpflanzungen in der Sperrzone von Iitate.</p>
<p>Einzelheiten zu den Fukushima News sowie sonstige Nachrichten jetzt wie üblich im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere Themen zu Wochenbeginn:</p>
<ul>
<li>Wassertransfer aus unterirdischen Fukushima-Tanks abgeschlossen</li>
<li>Fukushima-Brennstäbe könnten früher geborgen werden</li>
<li>Testpflanzung in langfristiger Fukushima-Sperrzone</li>
<li>Missbrauch von Löschwasser für Reispflanzung</li>
<li>Anpassungen an Wunderkiefer abgeschlossen</li>
</ul>
<p><strong>Wassertransfer aus unterirdischen Fukushima-Tanks abgeschlossen:</strong> Am Sonntag meldete der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, der Transfer von Wasser aus den undichten unterirdischen Lagertanks in Stahlbehälter an der Oberfläche, sei am Wochenende erfolgreich abgeschlossen worden. Das berichten Kyodo, jiji, NHK, Asahi Shimbun.</p>
<p>Die am 16. April begonnenen Arbeiten waren erforderlich geworden, nachdem eine Reihe von Lecks an den Lagertanks festgestellt worden war. Da der Betreiber TEPCO aus Sicherheitsgründen alle Behälter leeren und 24.000 Tonnen abpumpen ließ, stellt sich nun das Problem, die Substanz dauerhaft und sicher zu lagern.</p>
<p>Örtliche Fischereiverbände lehnen bereits die von TEPCO angestrebte Lösung,  nur gering belastete Grundwasser, noch bevor es mit dem Reaktor in Kontakt kommt,in das Meer zu verklappen, bislang kategorisch ab und dürfte auch im Fall des Wassers aus den unterirdischen Lagertanks eine ähnliche Position vertreten.</p>
<p>Der Betreiber sucht fieberhaft nach einer Lösung &#8211; war doch zuletzt auch an einem der provisorischen oberirdischen Stahllagertanks Wasser ausgetreten (Spreadnews berichtete am 5. Juni 2013).</p>
<p><strong>Fukushima-Brennstäbe könnten früher geborgen werden:</strong> Möglicherweise kann mit der Entfernung der geschmolzenen Brennelemente aus den Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi, bereits in der ersten Hälfte des Fiskaljahrs 2020 begonnen werden. Das erklärten der Betreiber TEPCO sowie die japanische Regierung im Entwurf eines Zeitplans für die Stilllegung der Anlage.</p>
<p>Ursache für die mögliche Vorverlegung des Termins um etwa 18 Monate, ist die Einschätzung, durch die zeitliche Ersparnis eine Verbesserung der Effizienz der Arbeiten erreicht werden könne, berichtet die Kyodo. Wie realistisch diese Überlegungen sind,  ist jedoch fraglich, muss doch die Technologie für die Arbeitsabläufe teilweise erst noch entwickelt werden.</p>
<p><strong>Missbrauch von Löschwasser für Reispflanzung:</strong> Nach Erdbeben sind Brände eine der größten Gefahren in bewohnten Gebieten. Umso wichtiger sind öffentliche Hydranten, die entweder fest installiert sind, oder sich in so genannte Unterflurhydranten unterirdisch hinter Abdeckungen verstecken, die an Kanaldeckel erinnern.</p>
<div id="attachment_32716" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32716 " title="Deckel eines Unterflurhydranten in Tokyo (Copyright: KJ) " src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/deckel-eines-unterflurhydranten-in-tokyo-copyright-by-kj-300x225.jpg" alt="Deckel eines Unterflurhydranten in Tokyo (Copyright: KJ) " width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Deckel eines Unterflurhydranten in Tokyo (Copyright: KJ)</p></div>
<p>In Nirasaki (Präf. Yamanashi) ist nun ein Mitarbeiter der Verwaltung verwarnt und mit einer Geldstrafe belegt worden, nachdem er die Regelung der Stadtverordnung verletzt und aufgrund des gravierenden Regenmangels in den vergangenen Wochen, auf Wasser aus einem Hydranten zurückgegriffen hatte, um seine Reisfelder zu bewässern. Über den Verstoß berichtete die Mainichi Shimbun.</p>
<p>Neben einer Rüge wurde er angewiesen, eine Strafe von etwa 500.000 Yen zu zahlen, die dem fünffachen der üblichen Wasserkosten entspricht, was dieser auch umgehend tat und sich für sein Verhalten entschuldigte.</p>
<p><strong>Testpflanzung in langfristiger Fukushima-Sperrzone:</strong> In der Ortschaft Iitate wurde heute auf einem Reisfeld mit einer Fläche von 500 Quadratmetern, das zuvor dekontaminiert worden war, versuchsweise Reis angepflanzt. Das Feld befindet sich im Ortsteil Nagadoro &#8211; dem einzigen Bereich der Ortschaft, der selbst nach dem Drei-Zonen-Modell als langfristig unbewohnbar eingestuft wird.</p>
<div id="attachment_15011" class="wp-caption alignleft" style="width: 145px"><img class="size-full wp-image-15011 " title="Eine Reis-Rispe (Foto: pd)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/08/reis-rispe.jpg" alt="Eine Reis-Rispe" width="135" height="180" /><p class="wp-caption-text">Testanbau von Reis in stark kontaminiertem Ortsteil geplant (Foto: pd)</p></div>
<p>Ziel der Pflanzung ist es festzustellen, ob es selbst in diesem Gebiet, in dem die jährliche Strahlungsbelastung über 50 Millisievert liegt, möglich ist, erneut Reis anzupflanzen.</p>
<p>Als Dekontaminationsmaßnahme war im vergangenen August eine fünf Zentimeter Dicke Erdschicht abgetragen worden und die Belastung von 20.000 auf 1.600 Becquerel pro Kilogramm gefallen.</p>
<p>Im September soll der Reis geerntet, auf den Gehalt an radioaktivem Cäsium analysiert und anschließend vernichtet werden, um einen versehentlichen Vertrieb der Ware gänzlich ausschließen zu können. Das berichtet die NHK.</p>
<p><strong>Anpassungen an Wunderkiefer abgeschlossen:</strong> Nach neunmonatiger Arbeit ist die konservierte Kiefer, in Rikuzentakata (Präf. Iwate), die als einzige eines ganzen Waldes den Fluten des Tsunami standhielt, nun fertiggestellt.</p>
<div id="attachment_19740" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><img class="size-medium wp-image-19740 " title="Wundersame einsame Kiefer der Hoffnung (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/wundersame-einsame-pinie-der-hoffnung-kibo-no-matsu-by-jacob-ehnmark-cc-by-248x300.jpg" alt="Wundersame einsame Kiefer der Hoffnung (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)" width="223" height="270" /><p class="wp-caption-text">Denkmal der wundersamen Kiefer fertiggestellt (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)</p></div>
<p>Die als Baum der Hoffnung bekannt gewordene Kiefer war schließlich aufgrund von Salzwasserschäden an den Wurzeln abgestorben &#8211; er soll jedoch als Denkmal konserviert werden.</p>
<p>Am Samstag war die Hülle, die den Baum während der Arbeiten umgeben hatte, entfernt worden, so dass er nach neunmonatiger Arbeit un wie zuvor an seinem Platz steht.</p>
<p>Die für den März geplante Fertigstellung hatte sich verschoben, nachdem festgestellt worden war, dass der Winkel der Äste nicht der ursprünglichen Position entsprach.</p>
<p>Nachdem es zuletzt Beschwerden gegeben hatte, die künstlichen Äste und Blätter, die an dem präparierten Stamm des Baumes angebracht wurden, hätten aufgrund eines abweichenden Winkels  zu wenig Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Baum, waren die Arbeiten, deren Ende ursprünglich für den März 2013 geplant war, erneut begonnen worden. Nun jedoch sind die Arbeiten beendet.</p>
<p>Am 3. Juli soll die offizielle Zeremonie für den rekonstruierten Baum stattfinden und der Baum insgesamt ein Jahr lang jeden Abend angestrahlt werden. Über die Fertigstellung und die Pläne zur Anbringungen eines kleinen Gerüsts für Blumenopfer berichteten Mainichi Shimbun und Asahi Shimbun.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-radioaktives-wasser-aus-fukushima-lagertanks-abgepumpt/1132709/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Außerhalb von Fukushima fast alle Schulen dekontaminiert</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-auserhalb-von-fukushima-fast-alle-schulen-dekontaminiert/1132682/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-auserhalb-von-fukushima-fast-alle-schulen-dekontaminiert/1132682/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 15:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Dekontamination]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32682</guid>
		<description><![CDATA[Zum Wochenende hat TEPCO vom AKW Fukushima heute keine dramatischen Ereignisse von der Anlage zu melden. Der Umstand, dass die Auswirkungen der Krise nicht auf das Kraftwerk beschränkt sind und der Kampf gegen die Folgen weiterhin andauert, halten dagegen das Thema Fukushima aktuell. Tatsächlich sind Meldungen zu Fortschritten zum Wochenende ebenso Teil der Berichterstattung, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32697" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32697 " title="Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/grundschule-in-kesennuma-pref-miyagi-juni-2011-by-hajime-nakano-cc-by-300x225.jpg" alt="Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)</p></div>
<p>Zum Wochenende hat TEPCO vom AKW Fukushima heute keine dramatischen Ereignisse von der Anlage zu melden.</p>
<p>Der Umstand, dass die Auswirkungen der Krise nicht auf das Kraftwerk beschränkt sind und der Kampf gegen die Folgen weiterhin andauert, halten dagegen das Thema Fukushima aktuell.</p>
<p>Tatsächlich sind Meldungen zu Fortschritten zum Wochenende ebenso Teil der Berichterstattung, wie Informationen über Bereiche, in denen der Erfolg noch auf sich warten lässt. Fukushima News und Weiteres, jetzt im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 07. Juni 2013</strong>.</p>
<p>Unsere Themen zum Wochenende:</p>
<ul>
<li>Fast alle Schulen außerhalb von Fukushima dekontaminiert</li>
<li>Mitglieder aus Gesundheits-Kontrollausschuss ausgeschieden</li>
<li>Internationale Firmenkooperation zur Fukushima-Stilllegung geplant</li>
</ul>
<p><strong>Fast alle Schulen außerhalb von Fukushima dekontaminiert:</strong> Eine Untersuchung des Umweltministeriums, die am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, hat nach offiziellen Angaben ergeben, dass bis Ende März 2013 an 98 Prozent der Schulen außerhalb der Präfektur Fukushima die Dekontaminationsarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden konnten.</p>
<p>Auch in 80 Prozent der Parks und Sporteinrichtungen ist die Dekontamination bereits erfolgt. Insgesamt sind etwa 58 Gemeinden in sieben Präfekturen von den Auswirkungen der Katastrophe am AKW Fukushima Daiichi betroffen.</p>
<p>Da diesen Einrichtungen jedoch Priorität eingeräumt wurde, stieg die Fertigstellungsrate bei Schulen im Vergleich zum Dezember 2012 um 13 Prozent und bei Parks und Sporteinrichtugen sogar um 22 Prozent.</p>
<p>Äußerst gering sind dagegen die Fortschritte bei Privathaushalten. Dort liegt die Abschlussquote bislang nur bei 25 Prozent, was jedoch nach Angaben des Umweltministeriums vor allem auf eine Zunahme bei den Anfragen von Dekontaminationskräften zurückzuführen ist, berichtet die jiji.</p>
<p><strong>Mitglieder aus Gesundheits-Kontrollausschuss ausgeschieden:</strong> Kurz nach der Bekanntgabe von Schilddrüsenkrebsfällen bei Kindern wird nun berichtet, dass vier Mitglieder eines Ausschusses der Präfektur Fukushima, der die Gesundheitskontrollen der Bürger überwachte, bei einem Treffen am Mittwoch aus dem Stab ausgeschieden sind.</p>
<div>
<p>Für den Ausschuss, der der wegen geheimer Absprachen zu Äußerungen der Mitglieder in die Kritik geraten war und an Vertrauen einbüßte, da man vermutete, die Mitglieder gingen grundsätzlich davon aus, dass die Strahlung keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen hätte, sind die Rücktritte der Mitarbeiter der Universität Fukushima ein Versuch, neutralität zu demonstrieren.</p>
<p>Der Ausschuss kündigte nicht nur die Einsetzung neuer Mitglieder an, sondern erkläre, den Schwerpunkt der Arbeit von der Minderung der Ängste zur  langfristigen Gesunderhaltung der Einwohner zu verlegen. Zur neuen Offenheit gehört nach Meldung der Mainichi Shimbun auch die Freigabe der Schilddrüsen-Testergebnisse und Krebspatienten an den Ausschuss durch die Präfekturverwaltung. Bislang waren Datenschutzgründe angeführt worden.</p>
<p><strong>Internationale Firmenkooperation zur Fukushima-Stilllegung geplant:</strong> In einem Projekt von französisch-japanischer Zusammenarbeit, will der französische Nukleartechnik-Konzern Areva SA gemeinsam mit der japanischen Atox Corporation, die auf die Wartung von Atomanlagen spezialisiert ist, in Kashiwa (Präf. Chiba) einen neuen Betrieb gründen.</p>
<div id="attachment_19601" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-full wp-image-19601 " title="AKW Fukushima Daiichi - offizielles Foto (Foto: TEPCO)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2012/01/akw-fukushima-offizielles-foto-by-tepco.jpg" alt="Offizielles Standardfoto des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)" width="270" height="218" /><p class="wp-caption-text">AKW Fukushima: Joint-Venture soll Stilllegung beschleunigen (Foto: TEPCO)</p></div>
<p>In der Anlage östlich von Tokyo sollen Technologien und Arbeitsgerät entwickelt werden, mit der die Demontage und Stilllegung der Kraftwerksanlage Fukushima Daiichi, insbesondere der beschädigten Reaktoren, erreicht werden soll.</p>
<p>Dort behindern vor allem das radioaktive Material aus den geschmolzenen Brennelementen die endgültige Stilllegung.</p>
<p>Über die geplante Kooperation mit dem französischen Unternehmen, dessen Equipment bereits im Verlauf der Fukushima-Krise zur Kühlung eingesetzt worden war, berichtete die jiji.</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-auserhalb-von-fukushima-fast-alle-schulen-dekontaminiert/1132682/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Japan aktuell: Strahlungsniveau in Fukushima-Evakuierungszonen gesunken</title>
		<link>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-strahlungsniveau-in-fukushima-evakuierungszonen-gesunken/1132659/</link>
		<comments>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-strahlungsniveau-in-fukushima-evakuierungszonen-gesunken/1132659/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 14:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[AKW Shika]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[Evakuierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.spreadnews.de/?p=32659</guid>
		<description><![CDATA[Den aus Fukushima aktuell vorgelegten Zahlen zufolge, hat die Region eine merkliche Besserung der Strahlungsbelastung erfahren. Dass die Präfektur Fukushima heute über keinerlei Probleme mehr zu klagen hätte, wäre dagegen reines Wunschdenken. Noch immer stellt die Radioaktivität das größte Hindernis für die Rückkehr der einstigen Einwohner dar. Doch die Möglichkeit, von den Verantwortlichen entsprechenden Schadensersatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32673" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-32673 " title="Präfektur Fukushima: Absperrung einer Zonengrenze (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2013/06/fukushima-absperrung-einer-zonengrenze-by-prof-haruhiko-okumura-cc-by-300x225.jpg" alt="Präfektur Fukushima: Absperrung einer Zonengrenze (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Präfektur Fukushima: Absperrung einer Zonengrenze (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)</p></div>
<p>Den aus Fukushima aktuell vorgelegten Zahlen zufolge, hat die Region eine merkliche Besserung der Strahlungsbelastung erfahren.</p>
<p>Dass die Präfektur Fukushima heute über keinerlei Probleme mehr zu klagen hätte, wäre dagegen reines Wunschdenken.</p>
<p>Noch immer stellt die Radioaktivität das größte Hindernis für die Rückkehr der einstigen Einwohner dar.</p>
<p>Doch die Möglichkeit, von den Verantwortlichen entsprechenden Schadensersatz einzuklagen, droht für mehr als zehntausend Fukushima-Flüchtlinge zu schwinden. Einzelheiten zu den Fukushima News und Neuigkeiten zu weiteren Einrichtungen jetzt im <strong>Spreadnews Japan-Ticker vom 6. Juni 2013</strong>.</p>
<ul>
<li>Strahlungsniveau in Fukushima-Evakuierungszonen deutlich gesunken</li>
<li>Schadensersatz für mehr als 10.000 Flüchtlinge könnte verfallen</li>
<li>Keine  aktiven Verwerfungen laut Betreiber des AKW Shika</li>
</ul>
<p><strong>Strahlungsniveau in Fukushima-Evakuierungszonen deutlich gesunken:</strong> Wie die Atomaufsichtsbehörde NRA gestern mitteilte, ist das Strahlungsniveau in einigen schwer kontaminierten Bereichen deutlich zurückgegangen &#8211; im März 2013 betrugen die Werte weniger als ein Viertel der Vorwerte vom November 2011.</p>
<div id="attachment_19254" class="wp-caption alignleft" style="width: 211px"><img class="size-full wp-image-19254 " title="Japan-Karte: Radioaktivität in Japan (Foto:pd)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/12/japan-karte-präfektur-fukushima-radioaktiv-lizenz-pd.jpg" alt="Japan-Karte: Radioaktivität in Japan (Foto:pd)" width="201" height="265" /><p class="wp-caption-text">Präfektur Fukushima: Strahlungsniveau über Jahre gesunken (Foto:pd)</p></div>
<p>Die ausgewerteten Daten wurden dabei aus der Strahlungsbelastung der Luft in einem Zeitraum von 17 Monaten zwischen November 2011 bis März 2013 ermittelt.</p>
<p>In Gebieten der Stufe eins, in der die Aufhebung der Evakuierung zu erwarten ist, sanken die Durchschnittswerte von 2,0 Mikrosiviert pro Stunde auf 1,1 Mikrosievert ist.</p>
<p>In Gebieten der Stufe zwei, in der die Rückkehr innerhalb von fünf Jahren unwahrscheinlich ist, war im November noch in 27 Prozent dieses Gebiets eine Strahlung über 100 Millisievert nachgewiesen worden. Mit Stand vom 28. Juni 2012 fiel der Anteil dieser Zonen zunächst auf 16 Prozent und am 11. März 2013 sank er weiter auf sechs Prozent ab. Der durchschnittliche Strahlungswert sank dort von 14,5 Mikrosievert pro Stunde auf 8,5 Mikrosievert.</p>
<p>In Gebieten der Stufe drei, die mehrere Jahre lang nicht bewohnt werden können, sanken die Werte von 5,7 Mikrosievert auf 3,4 Mikrosievert pro Stunde.  Es ist das erste Mal überhaupt, dass die NRA derartige Daten zum Zonenmodell vorlegt. Über die Bekanntgabe der NRA berichteten die Kyodo und die Asahi Shimbun.</p>
<p><strong>Schadensersatz für mehr als 10.000 Flüchtlinge könnte verfallen:</strong> Insgesamt drei Jahre haben die Einwohner von Gemeinden in der Präfektur Fukushima Zeit, um Schadensersatzansprüche gegen den Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi geltend zu machen. Dem Zivilgesetzbuch/Bürgerlichen Gesetzbuch nach, verfallen diese anschließend.</p>
<div id="attachment_11185" class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><img class="size-medium wp-image-11185  " title="50 Yen Münze (Foto: pd)" src="http://www.spreadnews.de/wp-content/uploads/2011/04/50-yen-coin-300x287.jpg" alt="50 Yen Münze (Foto: pd)" width="192" height="184" /><p class="wp-caption-text">Fukushima-Flüchtlinge droht Verlust der Ansprüche (Foto: pd)</p></div>
<p>Bislang müssen jedoch noch 11.000 der 160.000 Einwohner der 13 Küstenorte der Präfektur entsprechende Anträge einreichen. Da TEPCO im September 2011 damit begann, Anträge auf Schadensersatz entgegenzunehmen, bleibt den Betroffenen nur noch bis zum September 2014 Zeit, ihre Ansprüche geltend zu machen.</p>
<p>Nach Angaben von TEPCO haben bislang 165.824 Personen aus den Gemeinden eine pauschale Entschädigung von TEPCO erhalten. Diese beläuft sich in der Regel auf eine Million Yen pro Haushalt. Die Entschädigungspraxis des Elektrizitätskonzerns war in der Vergangenheit dafür kritisiert worden, nicht verständlich genug zu sein.</p>
<p>Zum einen sei die Beantragung der pauschalen Entschädigung aufgrund komplexer Antragsdokumente sehr kompliziert gewesen &#8211; zum anderen sei jedoch bei vielen Betroffenen der Eindruck entstanden, diese einmalige Pauschalzahlung sei alles, was sie vom Unternehmen einklagen könnten.</p>
<p>Über die zeitlichen Probleme der Entschädigungssuchenden berichteten etwa jiji und Asahi Shimbun.</p>
<p><strong>Keine  aktiven Verwerfungen laut Betreiber des AKW Shika:</strong> Hokuriku Electric übermittelte heute einen Bericht an Japans Atomaufsichtsbehörde NRA. In diesem Dokument kommt der Betreiber des Kernkraftwerks Shika (Präf. Ishikawa) zu dem Schluss, dass keine aktiven geologischen Verwerungen unter der Anlage verlaufen.</p>
<p>Im letzten Jahr war das Unternehmen angwiesen worden, entsprechende Untersuchungen durchzuführen, da die Möglichkeit einer aktiven Verwerfung unter Reaktor 1 des Kraftwerks bestehe und die geltenden Gesetze den Bau von Atomreaktoren über diesen geologischen Formationen untersagen.</p>
<p>Die Atomaufsichtsbehörde NRA plant die Untersuchung von Verwerfungen im Bereich von insgesamt sechs Kraftwerken. Im Fall des AKW Shika gilt es zu prüfen, ob die jetzt aufgestellte Behauptung des Betreibers, die Verwerfung sei durch Grundwasser entstanden und nicht durch vertikale tektonische Aktivität, der Wahrheit entspricht, berichtet die NHK.</p>
<p>Für die Untersuchung grub Hokuriku Electric nach eigenen Angaben einen 40 Meter tiefen Tunnel in der Nähe des Reaktors, um dort Sedimentproben entnehmen und dann analysieren zu können. Wann die NRA diese Erkenntnisse durch eigene Untersuchungen überprüfen wird, ist noch nicht bekannt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-strahlungsniveau-in-fukushima-evakuierungszonen-gesunken/1132659/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
