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Heute vor 20 Jahren: Einführung der D-Mark

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Am heutigen Tag vor 20 Jahren trat der Staatsvertrag über eine Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion in Kraft. Hiermit begann am 01. Juli 1990 die Einführung der D-Mark mit der Währungsunion in der DDR. Der Umtauschkurs war bereits lange vorher umstritten, Bundesbank und Bundesregierung einigten sich letztendlich darauf, dass Löhne, Gehälter und kleinere Sparguthaben 1:1 umgerechnet werden sollten, größere Guthaben wurden 2:1 umgetauscht. Als Startgeld erhielt man von der Sparkasse 230,- DM. Ausgiebige Feiern begleiteten den Einzug der D-Mark in der Nacht vom 30.Juni auf den 01. Juli. Der Ansturm auf die Sparkassen war kaum zu bewältigen. Der „Mythos Westmark“ endete mit der Einführung als normales Zahlungsmittel.

Die wirtschaftliche Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik war mit der Übernahme des wirtschafts- und sozialpolitischen Systems der Bundesrepublik und der Einführung der D-Mark als alleinigem Zahlungsmittel war praktisch vollzogen, Intershops und Ost-Mark wurden Geschichte.

Nur wenige Jahre später – am 01. Januar 2002 – wurde der EURO als offizielle Währung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion als Bargeld eingeführt. Seit der Reichsgründung 1871 ist der Euro ist somit die fünfte Währung in der deutschen Währungsgeschichte. Die Akzeptanz in Deutschland des Euro sinkt kontinuierlich, weshalb er oft auch als „Teuro“ bezeichnet wird,  hingegen wurde der Euro von den Märkten und den Zentralbanken angenommen und ist in wenigen Jahren zur zweitwichtigsten Währung nach dem US Dollar aufgestiegen.

Es wurde ein neuer Mythos – nämlich der der D-Mark – geboren.