Start Gesundheit Freigabe von Cannabis-haltigen Medikamenten

Freigabe von Cannabis-haltigen Medikamenten

1397
0
TEILEN

In Deutschland sind ab dem 18. Mai cannabishaltige Schmerzmittel erlaubt. Dies teilte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP) mit. Bisher liege ein einzelner Antrag für die Zulassung eines solchen Arzneimittels vor, so Dyckmans. Die Drogenbauftragte hofft aber auf weitere Beantragungen.

Für die Behandlung chronischer Schmerzpatienten, von denen bislang nur Wenigen im Rahmen eines Pilotprojektes an der Berliner Charité der Konsum von Cannabis legal möglich war, sei die Fertigarznei, die vom Hersteller an die Apotheken geliefert wird, eine große Erleichterung. Es handelt sich aber nicht um reine Cannabis-Tabletten, sondern um Schmerzmittel, die Cannabisextrakte zur Unterstützung enthalten.

Weiterhin ist nach gültigem Betäubungsmittelgesetz der Drogenkonsum und Handel mit Cannabis strafbar. Auch Apotheker dürfen diesem Gesetz nach keine Mixturen mit Cannabis herstellen oder verkaufen.

Dies gilt ebenfalls für Pharmazieunternehmen, die nicht nach Belieben Medikamente auf Cannabis-Basis herstellen und verkaufen können. Die Herstellung muss vorher bei den zuständigen Behörden beantragt und genehmigt werden.

Das neuartige Medikament ist für Menschen mit chronischen Schmerzen gedacht. Als chronisch bezeichnet man Schmerzen dann, wenn  sie dauerhaft und regelmäßig auftreten. Die Wirkung der üblichen lindernden Schmerzmittel lässt trotz konstanter Medikamenteneinahme in solch einem Falle nach, je länger der Betroffene unter heftigen Schmerzen leidet.

Da viele betroffene Patienten auf diese Art von Medikamenten warten, scheint es durchaus berechtigt, diese neue Therapieform zu ermöglichen und damit sowohl Personen die womöglich bislang ihre Schmerzen mit illegalem Cannabiskonsum dämpften. als auch Patienten mit schwierigem Krankheitsbild zu helfen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here