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Freigelassener Sexualstraftäter beschäftigt Polizei

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Medienberichten zufolge traf der freigelassene Sexualstraftäter Karl D. am Mittwoch mit dem Zug in Berlin ein. Damit sorgte der Mann für einen Großeinsatz der Berliner Polizei.

Nach Eintreffen auf dem Bahnhof hatten Zivilbeamte die Überwachung aufgenommen. Karl D. wurde keine Sekunde aus den Augen gelassen. Selbst uniformierte Polizisten seien im Einsatz gewesen.

Karl D. (58) war wegen Vergewaltigung zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Eine nachträgliche Sicherungsverwahrung ist aufgrund eines EU-Urteils nicht möglich, obwohl ihn die Gutachter weiterhin als sehr gefährlich einschätzen.

Mittlerweile ist Karl D. am Freitag nach Nordrhein-Westfalen zurückgereist. Dort lebt er nach der Haftentlassung bei seinem Bruder.

Sinn der Sicherungsverwahrung: Eine Sicherungsverwahrung soll die Bevölkerung vor gefährlichen Straftätern schützen, wenn sie ihre Strafe bereits abgesessen haben, aber im juristischen Sinn kein Fall für die Psychiatrie sind.

Juristischer Hintergrund:
Durch § 66 des StGB (Strafgesetzbuch) wird die Sicherungsverwahrung geregelt. Das Gericht kann bei gefährlichen Straftätern mit dem Urteil eine anschließende Sicherungsverwahrung anordnen, oder die Möglichkeit dafür offen halten.

Ein psychiatrisches Gutachten ist Voraussetzung für die Anordnung der Sicherungsverwahrung, wenn der Täter weiterhin als gefährlich eingestuft wird. Da es sich um eine Sicherheitsmaßnahme handelt, liegt juristisch keine Freiheitsstrafe vor, da die weitergehende Inhaftierung nicht der Sühne der Schuld dient.

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