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Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder frei

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Nach siebenjährigem Hausarrest, ohne Telefon und Internetzugang, ist die 65-jährige birmanische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi wieder frei.

Rund um das Haus der Politikerin wurden von der Polizei die Absperrungen entfernt.
Die Nachricht, dass Aung San Suu Kyi auf freien Fuß gesetzt wird, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. 2000 Menschen versammelten sich rund um das Haus der Politikerin in der Hafenmetropole Rangun.

Die erste Aufhebung des Hausarrests fand im vorigen Jahr statt, wurde aber wieder annulliert und auf weitere 18 Monate verlängert, nachdem sich ein US-Bürger widerrechtlich Zutritt zu Aung San Suu Kyis Haus verschafft hatte.

In Birma fanden am vergangenen Wochenende Parlamentswahlen statt, an der die noch unter Hausarrest stehende oppositionelle Politikerin nicht teilnehmen durfte.

Vor 20 Jahren hatte die Partei von Aung San Suu Kyi NLD (Nationale Liga für Demokratie) die Wahlen gewonnen,aber der Wahlsieg wurde von der Militärjunta Birmas nicht anerkannt.

Statt dessen verbrachte die Friedensnobelpreisträgerin die letzten 20 Jahre mit Unterbrechungen in Haft oder unter Hausarrest. Zuletzt konnte sich die oppositionelle Politikerin 2003 frei bewegen.

Aung San Suu Kyi scharte bei ihren öffentlichen Reden und zahlreichen Auftritten viele Anhänger und an ihrer Politik interessierte Menschen um sich.

Das südostasiatische und rohstoffreiche  Land Birma, mit dem offiziellen Namen Union Myanmar, steht seit 1962 unter Militärführung. Die Militärjunta hat im Laufe der Jahrzehnte das Land heruntergewirtschaftet und die Bevölkerung somit in die Armut getrieben.

Edelsteine und Teakholz werden zwar aus Birma exportiert, aber die Einnahmen werden von der Militärjunta eingestrichen. Unter internationaler Kritik steht die Militärjunta unter anderem auch wegen schwerer Menschenrechtverletzungen.

Soldaten schlugen im buddhistisch geprägten Birma einen Protestmarsch von tausenden Mönchen blutig nieder. Diese Protestkundgebung gegen das Militärregime im Jahr 2007 war die größte Aktion dieser Art seit  mehr als zwanzig Jahren.

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