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Frühjahrsgutachten: Aufschwung geht weiter

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Deutschland befindet sich auf gutem Wege. Am heutigen Donnerstag wurde in Berlin von den führenden deutschen Wirtschaftsinstituten das Frühjahrsgutachten veröffentlicht. Daraus geht ganz klar hervor: Mit der deutschen Wirtschaft geht es weiterhin bergauf.

Die Konjunkturforscher unserer Nation gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um 2,8 Prozent zunehmen werde. Im Herbst vergangenen Jahres waren sie noch von einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von nur 2,0 Prozent ausgegangen.

Obwohl das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr 3,6 Prozent betragen hatte, sieht Deutschland in diesem Jahr im Vergleich zu den anderen Industriestaaten gut aus. Auch mit den angekündigten 2,8 Prozent Wachstum würde sich Deutschland in der führenden Gruppe der weltweiten Industriestaaten befinden. Entscheidende Antriebskraft sei nach wie vor der Export, doch auch die Binnennachfrage werde laut Gutachten verstärkt anziehen.

Auch auf dem Arbeitsmarkt werde sich die Lage nach Aussage der Experten weiterhin erholen. Sie erwarten für dieses Jahr einen durchschnittlichen Rückgang der Arbeitslosenzahl um rund 350 000 auf knapp 2,89 Millionen. Dies würde bedeuten, dass die Arbeitslosenquote von 7,7 auf 6,9 Prozent sinken werde. Bei der Zahl der aktiv Erwerbstätigen rechnen die Wirtschaftsinstitute mit einem Anstieg von 430.000 in diesem Jahr.

Doch Staatsschulden und eine weiterhin steigende Inflationsrate könnten die guten Aussichten der deutschen Konjunktur trüben. Die Verbraucherpreise sollen nach Ansicht der Forscher im Jahresdurchschnitt um 2,4 Prozent steigen. Schuld daran wären vor allem die Ölpreise, die aufgrund der Lage in den ölfördernden arabischen Ländern steigen werden.

Mit der grundsätzlich positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft geht auch eine sich verbessernde Zahlungsmoral der Deutschen einher. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) unter seinen 552 Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat. Demnach sei die Zahlungsmoral so gut wie bereits seit zehn Jahren nicht mehr.

Da die Verbraucher wieder verlässlich ihre Rechnungen zahlen, sind die Unternehmen wieder liquide. Dies hat zur Folge, dass weniger Firmen pleite gehen und Konkurs anmelden müssen. So gehen die Experten davon aus, dass die Zahl der Insolvenzverfahren in 2011 von 32.000 im vergangenen Jahr auf 30.000 zurückgehen werde.

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