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Frühlingsanfang – Gefahr durch Zeckenbisse steigt

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Mit dem Frühlingsanfang und den damit verbundenen steigenden Temperaturen wächst das Risiko von Zeckenbissen, besonders in der freien Natur.

Die unter der Abkürzung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) bekannte Viruserkrankung, zeichnet sich durch grippeähnliche Symptome aus. Im Verlauf der Krankheit kann es zu einer gefährlichen Gehirn-und Hirnhautentzündung kommen.

Einer amtlichen Statistik zufolge infizieren sich allein in Baden-Württemberg  jährlich 100-150 Menschen mit dem Virus. Das Bundesland ist somit Spitzenreiter bei den FSME-Erkrankungen.

Obwohl die Impfbereitschaft allgemein wächst, sind laut Landesfamilienministerium in Baden-Württemberg lediglich 28 Prozent der Bürger dort gegen FSME geimpft. Nur in den Hochrisikogebieten wie der Schwäbischen Alb und dem Nordschwarzwald liegt die Bereitschaft zur Impfung rund 60 Prozent höher.

Der neurologische Chefarzt der Städtischen Klinik Pforzheim Dr. Reinhard Kaiser erklärte, dass die von Einigen befürchteten Impfprobleme im Vergleich zur Krankheitsgefahr praktisch vernachlässigbar seien. Er fügte an:“ Mit 1,5 Fällen pro einer Million Impfungen sind Komplikationen extrem selten„.

Nach einer Langzeitstudie, so Dr. Kaiser, seien demnach 30 Prozent der Studienteilnehmer binnen zehn Jahren an der Krankheit gestorben. „Die Hälfte der Patienten litten auch zehn Jahre nach der Infektion an Lähmungen, Atemschwäche, Gleichgewichtsstörungen oder Schluck-und Sprechstörungen„.

Besonders schwer traf es Patienten, bei denen neben dem Gehirn auch das Rückenmark betroffen war. Der neurologische Chefarzt merkte an, dass 70 Prozent der FSME-Patienten langwierige Folgeschäden erleiden. Aus diesem Grund wird das tragen geeigneter Kleidung und eine rechtzeitige Impfung empfohlen.

 

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