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Fukushima aktuell: 1,6 Tonnen radioaktives Wasser durch Lagertankbarriere gelangt

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Artikelbild: Fukushima-Lagertanks: Leck an Barriere am 21. Dezember 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Lagertank: Schwerwiegendes Leck an Barriere am 21. Dezember 2013 (Foto: TEPCO)

Nachdem wir bereits gestern eine außerplanmäßige Sondermeldung veröffentlichten, gibt es am AKW Fukushima heute eine weitere Meldung. Im gegenwärtigen Fall geht es um den Austritt von mehreren Tonnen an Wasser, die durch die Barriere an Lagertanks gelangten.

Einzelheiten der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Dezember 2013.

Unser heutiges Thema:

  • Mehrere Tonnen radioaktives Wasser durch Lagertankbarriere gelangt
    • Zusätzliche Angaben von TEPCO
    • Größere Wassermenge und weitere Lecks aufgetreten

Mehrere Tonnen radioaktives Wasser durch Lagertankbarriere gelangt: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO heute mitteilte, habe man am Samstag eine Leckstelle gefunden, an der es offenbar zum Austritt großer Mengen an radioaktiv kontaminiertem Wasser gekommen ist.

Fukushima-Lagertank: Leckschutzmaßnahmen am 21. Dezember 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Lagertank: Leckschutzmaßnahmen am 21. Dezember 2013 (Foto: TEPCO)

Nach Angaben des Unternehmens sind an Verbindungsstücken der Barrieren um die Lagertanks schätzungsweise 1,6 Tonnen kontaminiertes Wasser ausgetreten. Eine erste Strahlungsmessung am verbliebenen Wasser, ergab eine Belastung von Strontium-90 in Höhe von 93 Becquerel pro Liter.

Aufgrund des Strahlungswertes gehe man davon aus, dass das Wasser nicht aus den Lagertanks stammt, sondern es sich um Regenwasser handelt, dass sich innerhalb der Barriere angesammelt hatte. Die Konzentration von Strontium führt TEPCO auf die Ausschwemmung durch den Regen zurück.

Dieser habe radioaktives Material, dass sich seit der Katastrophe vom 11. März 2011 in der Umgebung verbreitet hatte, konzentriert.

TEPCO geht davon aus, dass Verwitterung an den Verbindungsgelenken die Ursache für den Wasseraustritt ist.

Das Unternehmen erklärte, das kontaminierte Wasser sei nicht ins Meer gelangt, da sich keine Abflussgräben, oder andere Strukturen in der Nähe befinden.

Zusätzliche Angaben von TEPCO im weiteren Verlauf

.Die Leckstelle befindet sich an einer Barriere um Tanks im Bereich H5. Der Wasseraustritt an der Barriere sei von einem Angestellten gegen 16:15 Uhr gemeldet worden. Der Pegel des verbliebene Wassers betrage etwa zehn Zentimeter.

Gegen 18:00 Uhr habe das Unternehmen eine Vinylplane und Sandsäcke angebracht um ein weiteres Einsickern in den Erdboden zu verhindern. Zusätzlich wurde eine temporäre Pumpe herangeschafft, um im Freien befindliches Wasser abzupumpen.

Um 23:35 Uhr begann man damit, das Wasser aus dem Bereich der Barriere von Areal H5 in den Bereich H6 zu transferieren. Dabei seien keine weiteren Unregelmäßigkeiten entdeckt worden. Da der Wasserstand von 13 Zentimetern bis auf etwa fünf Zentimeter reduziert werden konnte, wurde das Abpumpen schwieriger, so dass es um 2:40 Uhr eingestellt wurde.

Gegenwärtig arbeite man daran, die Verbindungsteile der Barrieren abzudichten. Sollte sich dort wieder mehr Wasser ansammeln, sei man auf weitere Abpumparbeiten vorbereitet.

Größere Wassermenge und weitere Lecks aufgetreten

Am Abend ergänzte TEPCO die bisherigen Meldungen. Demnach sei es an zwei weiteren Stellen ebenfalls zu Lecks gekommen. In diesen Fällen seien jedoch nicht die schlecht gefertigten Verbindungsstücke, sondern Risse in der Barriere die Ursache für den Wasser austritt gewesen.

Insgesamt seien schätzungsweise 2,6 Tonnen an radioaktivem Wasser durch die Verbindungsstücke gelangt. In dem zurückgehaltenen Wasser habe man Werte von 190 Becquerel pro Liter an radioaktivem Strontium-90 nachgewiesen.

An den neuen Leckstellen, die durch Risse entstanden waren, habe der Strahlungswert des zurückgehaltenen Wassers innerhalb des Grenzwerts gelegen.

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