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Fukushima aktuell: Abdeckung und Behälter mit kontaminiertem Erdreich beschädigt

Vorsätzliche Sachbeschädigung nicht ausgeschlossen - Polizei soll in Fukushima ermitteln

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Artikelbild - Lagerung von Kunststoffsäcken mit Dekontaminationsabfall am 31. Mai 2015 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Lagerung von Kunststoffsäcken mit Dekontaminationsabfall am 31. Mai 2015 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Vorsätzliche Sachbeschädigung, oder ein Materialfehler – diese Frage beschäftigt die Medien in Fukushima heute und während in Japan aktuell der abziehende Taifun thematisiert wird, hat die Präfektur somit wieder einmal zusätzliche Probleme.

Die bislang bekannten Fakten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. September 2018.

Abdeckung und Behälter mit kontaminiertem Erdreich beschädigt

Am gestrigen Dienstag gab das Umweltministerium bekannt, dass an einigen wasserabweisenden Plastikplanen und den Kunststoffbehältern für radioaktiv belastetes Erdreich, die in Naraha gelagert werden, Schäden festgestellt wurden.

Nach Angaben des Ministeriums waren die Löcher bei einer Inspektion am Montag aufgefallen. Dabei wurde unter anderem ein Schnitt von etwa 40 Zentimetern Länge in der Abdeckplane und ein Riss von 20 Zentimeter in einem der Behältnisse festgestellt.

Die verstärkten Plastiksäcke werden in Japan „Furekon“ genannt. Bislang gab es keine Fälle, in denen Schäden durch Materialermüdung oder Umwelteinflüsse nachgewiesen werden konnten. Daher hält man eine vorsätzliche Beschädigung für möglich.

Bei der letzten vorangegangenen Inspektion am 27. August waren noch keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Der zwei Meter hohe Zaun und das Schloss, mit dem die temporäre Lagerstätte gesichert sind, wiesen keine sichtbaren Spuren von Manipulation auf.

Wie das Umweltministerium ausführte, gelangte trotz der beschädigten Stellen kein Erdreich hinaus und Messungen vor Ort wiesen einen üblichen Wert von 0,15 Mikrosievert pro Stunde nach. Auch in der Umgebung gab es keinen Strahlungsanstieg.

Über den Fund der Schäden berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Im Juni 2015 waren bereits Kunststoffsäcke gerissen, und im September des gleichen Jahres im Zuge von Unwettern über hundert Behälter fortgespült worden. Im Jahr 2017 hatten Arbeiter Säcke beschädigt und es waren Transportschäden aufgetreten.