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Fukushima aktuell: Abrisskran an Reaktor 1 weist Schaden auf

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Artikelbild - Abnutzung an Kran für Fukushima-Reaktor 1, veröffentlicht am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Abnutzung an Kran für Fukushima-Reaktor 1, veröffentlicht am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute erneut einen Schaden und die weiteren Fukushima News vermitteln zumindest einen Teil des wirtschaftlichen Schadens, der durch die Kraftwerkskatastrophe immer noch entsteht. Einzelheiten zu diesen Meldungen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Juli 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Abrissskran an Reaktor 1 weist Schaden auf
  • Hohe Elektrizitätsauslastung im Süden Japans

Räumungskran an Reaktor 1 weist Schaden auf:   Kraftwerksbetreiber TEPCO hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, den Schutzmantel um Reaktor 1 zu entfernen, um dort verbliebene Überreste der Wasserstoffexplosion vom 11. März 2011 bergen zu können. Die Trümmerräumung ist für eine künftige Bergung von Brennelementen erforderlich.

AKW Fukushima: Intakte Gummidämpfung eines Krans (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Intakte Dämpfung eines Krans (Foto: TEPCO)

Bei einer Kontrolle des 750 Tonnen schweren Raupenkrans waren bei einer Inspektion zu Beginn der Woche ungewöhnliche Motorengeräusche aufgefallen. Die Untersuchung stellte einen Verschleiss des vibrationshemmenden Gummimaterials fest. Dies soll im Normalbetrieb die durch den Motorbetrieb entstehenden Schwingungen dämpfen.

Als Ursache geht das Unternehmen von einem einfachen Alterungsprozess des Bauteils aus. Die angekündigte Reparatur wird daher lediglich aus dem Austausch des abgenutzten Kranteils bestehen. Weitere Maßnahmen kündigte der Betreiber nicht an. Über die jetzigen Kranprobleme berichtete TEPCO.

Die Pläne zur Entfernung des Schutzmantels sind nicht unumstritten. Ursprünglich dazu geschaffen, das stark beschädigte Reaktorgebäude vor Witterungseinflüssen zu schützen und die Freisetzung radioaktiven Materials zumindest einzudämmen, fürchten Gemeinden nun, durch Räumarbeiten könnte Wind radioaktives Cäsium auf ihre Felder tragen.

Die erst kürzlich erfolgte Preisgabe der Reisfelder-Kontamination durch AKW-Räumarbeiten hatte für entsprechende Unruhe gesorgt.

Hohe Elektrizitätsauslastung im Süden Japans: Wie Kansai Electric heute bekannt gab, liegt mit Stand von 14:00 Uhr, das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage in einem starken Ungleichgewicht. Die Auslastung des Energieangebots liege bei mehr als 95 Prozent.

Obwohl seit Mai die „Cool Biz“ und seit Juni die „Super Cool Biz“ Kampagnen laufen, die das Herunterschalten von Klimaanlagen und Kompensation durch leiche Kleidung vorsehen, stuft das Unternehmen die Situation für den Energieversorger als ernst ein. Der diesjährige Sommerbedarf erreiche 24,65 Millionen Kilowatt. Das berichtet die Kyodo.

Insbesondere Kansai Electric und Kyushu Electric, die den Westen und Südwesten Japans mit Elektrizität versorgen, setzten in der Vergangenheit primär auf die Atomenergie. Nun, da alle Kernkraftwerke des Landes heruntergefahren sind, müssen dortige Versorgungsengpässe durch Einspeisung anderer Anbieter verhindert werden.

Es ist das erste Mal seit Beginn der diesjährigen Energiesparkampagnen, dass Elektrizitätsprobleme auftreten. Als ursächlich werden die hohen Temperaturen angesehen, die Bürger offenbar nicht länger nur durch luftige Kleidung durchstehen wollen.

Unterdessen betonte Akira Amari, Minister für Wirtschaftspolitik, wie wichtig der Neustart des AKW Sendai sei, um weiteren wirtschaftlichen Schaden durch steigende Energiepreise abzuwenden.

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