Start Aktuelles Fukushima aktuell: Abtrennung von Metallstreben an Reaktor 1

Fukushima aktuell: Abtrennung von Metallstreben an Reaktor 1

Räumung von Teilen des Metallskeletts soll weitere Arbeiten erleichtern

1616
0
TEILEN
Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Ort der Arbeiten an der Westseite, 19. September 2018 (Copyright by TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Ort der Arbeiten an der Westseite, 19. September 2018 (Copyright by TEPCO)

TEPCO kündigte für das AKW Fukushima heute neue Arbeitsschritte an, die langfristig eine Bergung von Brennelementen begünstigen sollen. Weitere Fukushima News betreffen eine Fachkonferenz und auch die Demontage der ungeliebten Kinderfigur macht in Japan aktuell noch einmal Schlagzeilen.

Die Einzelheiten zu den heutigen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. September 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Abtrennung von Metallstreben an Fukushima-Reaktor 1
  • Internationale Konferenz zur Stilllegung und Trümmerbewältigung
  • Demontage des Sun Child läuft
Abtrennung von Metallstreben an Fukushima-Reaktor 1

Der Elektrizitätsanbieter TEPCO veröffentlichte heute Bildmaterial, mit dem die jüngsten Arbeiten an Reaktor 1 des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi im Nordosten Japans dokumentiert werden sollen und machte Angaben zu den Maßnahmen.

Demnach plant das Unternehmen die Entfernung von Trümmern und Abfällen auf der Südseite des Obergeschosses von Reaktor 1, um den Weg für die künftige Bergung von abgebrannten Brennelementen frei zu machen.

Fukushima-Reaktor 1: Geplante Schnittstelle der X-Streben am 19. September 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Geplante Schnittstelle der X-Streben am 19. September 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)

Zu diesem Zweck muss jedoch auch die Reste des Metallskeletts in X-Form weggeschnitten werden – eine Arbeit die aufgrund der dortigen Verhältnisse nur mit ferngesteuertem Gerät zu bewältigen ist.

Nach simulierten Arbeitsroutinen sollen am heutigen Mittwoch die eigentlichen Schneidearbeiten zur Durchtrennung der Metallstrukturen dort beginnen. Insgesamt sollen die X-förmigen Überreste an vier Stellen dauerhaft entfernt werden.

Um die Sicherheit der Arbeiten trotz der möglichen Aufwirbelung von radioaktiv kontaminiertem Baustaub zu gewährleisten, wird über einen Zeitraum von vier Monaten die dortige Konzentration in der Atemluft, sowie die Strahlungswerte besonders überwacht.

Über die Arbeiten berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO und begleitete die Meldung mit einer Reihe von Fotografien.

Internationale Konferenz zur Stilllegung und Trümmerbewältigung

Am gestrigen Dienstag begann eine dreitägige Konferenz, auf der Forschungsergebnisse zu den Kernschmelzen am AKW Fukushima Daiichi und ihre Folgen besprochen wurden. Die Vorträge finden sowohl in der Stadt Iwaki, als auch im J-Village statt.

Die Veranstaltung beruht unter anderem auf einer Zusammenarbeit zwischen der Fukushima-Forschungsgruppe Japanischen Atomenergiebehörde JAEA mit dem internationalen Nuklearforschungsinstitut der Universität Fukui.

Zu den Themen gehört insbesondere die Stilllegung der Anlage, sowie der Umgang mit den Brennelementetrümmern in den Reaktoren. Insgesamt 50 Experten von Universitäten im In- und Ausland, sowie Forschungsinstituten und Unternehmen befassen sich hiermit.

Die Veranstaltung wird noch bis zum morgigen Donnerstag fortgeführt. Über das Event berichteten Präfekturmedien.

Demontage des Sun Child läuft

Die ersten Arbeiten zum Abbau der umstrittenen „Sun Child“ Figur in der Präfekturhaupstadt Fukushima begannen gestern gegen 8:30 Uhr (Ortszeit). Zunächst wurde das Podest entfernt, auf dem die Statue bislang seinen Platz hatte.

Anschließend wurde der Standort mit einer undurchsichtigen Kunststoffplane umgeben, so dass für Fußgänger kein Blick auf die Arbeiten möglich ist. Als Grund dafür nannte die Stadtverwaltung Rücksicht auf die Gefühle von Kindern.

Nach Ansicht der Verantwortlichen könnte der Anblick der Demontage Kinder schockieren, weshalb man auf dieses Mittel zurückgegriffen habe. Trotz der beschränkten Sicht waren selbst die Arbeiten ein beliebtes Fotomotiv für Passanten.

Über den Verlauf der Arbeiten berichteten Präfekturmedien.