Fukushima aktuell: AKW-Arbeiter bewusstlos in Krankenhaus eingeliefert

Fukushima aktuell: AKW-Arbeiter bewusstlos in Krankenhaus eingeliefert

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Artikelbild - AKW Fukushima: Raum für medizinische Versorgung am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Raum für medizinische Versorgung am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

In den aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News, steht der Gesundheitszustand von Arbeitern im Mittelpunkt. Sowohl ein ungeklärtes Gesundheitsproblem, als auch ein Arbeitsunfall sind in der Berichterstattung zur Präfektur Fukushima heute zu finden.

Die Details der jüngsten Ereignisse gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. August 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Fukushima-Arbeiter bewusstlos zusammengebrochen
  • Dekontaminationsarbeiter nicht für Verletzung entschädigt
  • Dekontamination von Bahnstrecke in Sperrgebiet

Fukushima-Arbeiter bewusstlos zusammengebrochen: Am heutigen Nachmittag verlor ein Angestellter eines Partnerunternehmens während des Transports von Arbeitsmaterial gegen 13:10 Uhr das Bewusstsein.

Er wurde zunächst in das medizinische Notfallzentrum gebracht. Dort veranlasste ein Arzt aufgrund des Gesundheitszustands den Weitertransport in  ein Krankenhaus.

Um 14:04 Uhr erfolgte die Verlegung in ein Krankenhaus der Gemeinde Iwaki. Weitere Angaben gab es zunächst nicht.

Dekontaminationsarbeiter nicht für Verletzung entschädigt: In Tomioka hat das Büro für die Einhaltung von Arbeitssrichtlinien bei der Staatsanwaltschaft in Iwaki, eine Klage gegen Verantwortliche des Unternehmens Daito Kogyo, mit Sitz in Hiroshima eingereicht.

Dem Präsidenten des Unternehmens sowie einem Baustellenleiter eines weiteren Unternehmens wird vorgeworfen, im vergangenen Dezember einen Arbeiter, der sich bei Dekontantaminationsarbeiten in Namie eine Fußverletzung zugezogen hatte, nicht finanziell entschädigt zu haben, obwohl der Arbeiter einen Unfallbericht eingereicht hatte.

Über die Klage berichteten Präfekturmedien.

Dekontamination von Bahnstrecke in Sperrgebiet: Der Bahnbetreiber East Japan Railway Co. (JR East,) begann am gestrigen Donnerstag versuchsweise mit der Dekontamination eines Streckenabschnitts der Joban-Linie durch das Sperrgebiet.

In dem Teilstück zwischen den Bahnhöfen Yonomori und Futaba ist das Strahlungsniveau noch besonders hoch, so dass die Arbeiter bei den Maßnahmen Schutzkleidung tragen müssen.

Das 50 Meter lange Teilstück befindet sich in einem Gebiet, das aufgrund der Jahresbelastung von mehr als 50 Millisievert im Rahmen des Drei-Zonen-Modells als „langfristig unbewohnbar“ gilt.

Die Strahlung an den sechs einzelnen Arbeitsorten liegt zwischen 2,8 und 28 Mikrosievert pro Stunde.

Dort wurden nun zunächst Wildwuchs an den Gleisen entfernt und Zugangswege angelegt, so dass künftig auch benötigtes Gerät dorthin geschafft werden kann.

JR East will die Schienen und Eisenbahnschwellen entfernen und die obersten Erdschichten abtragen, da diese radioaktiv kontaminiert wurden.

Sollten sich die Maßnahmen als erfolgreich erweisen, will das Verkehrsunternehmen darüber beraten, wann der Betrieb auf der Strecke Tomioka-Namie wieder aufgenommen wird.

Nachdem aufgrund der Fukushima-Krise der Schienenverkehr auf einigen Teilen der Joban-Linie ausgesetzt wurde, beabsichtigt das Unternehmen zwischen dem Frühjahr 2016 und März 2018 vier Streckenteile wieder freizugeben.

Über die Maßnahmen berichteten sowohl die Mainichi Shimbun, als auch Präfekturmedien.

Eine Wiederaufnahme von Verkehrsverbindungen könnte langfristig auch die Lebensbedingungen für rückkehrwillige Einwohner verbessern.

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