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Fukushima aktuell: AKW-Arbeiter gestorben

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Artikelbild - AKW Fukushima: Das J-Village Medical Center im Oktober 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Das J-Village Medical Center im Oktober 2011 (Foto: TEPCO)

Noch bevor das Präfekturmaskottchen Kibitan am Wochenende seinen 20. Geburtstag feiern konnte, musste TEPCO schlechte Nachrichten über den Zustand eines Arbeiters bekannt geben.

Das ist jedoch nicht die einzige tragische Meldung, die aus Japan aktuell zu hören ist. Was es aus Fukushima heute sonst noch zu berichten gibt, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. August 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Bewusstloser AKW-Arbeiter gestorben
  • AKW-Katastrophenopfer begeht Suizid
  • Fukushima-Reis weiterhin unbedenklich

Bewusstloser AKW-Arbeiter gestorben: Am vergangenen Freitag meldete Kraftwerksbetreiber TEPCO,  dass ein Kraftwerksarbeiter bewusstlos geworden war. Am Samstag bestätigte das Unternehmen den Tod des Beschäftigten.

Nach dem Abtransport meldete die Klinik, der Patient sei um 15:47 Uhr für tot erklärt worden.

Der Angestellte eines Partnerunternehmens war gemeinsam mit einem Kollegen bei Transportarbeiten am Turbinengebäude von Reaktor 1 unterwegs.

Der Arbeiter sei über 60 Jahre alt gewesen, habe eine Vollgesichts-Atemschutzmaske getragen und das Gewicht der von beiden Beschäftigten getragenen Ausrüstung lag bei 40 Kilogramm. Die Temperatur vor Ort betrug 28 Grad Celsius.

Angaben dazu, ob radioaktives Material am Körper festgestellt wurde, oder über die Todesursache gab es am Samstag zunächst nicht. Am Sonntag wurde bekannt, dass der Verstorbene offenbar eine chronische Vorerkrankung hatte.

Neben TEPCO berichteten auch Präfekturmedien. Es ist der mittlerweile dritte Todesfall am AKW Fukushima Daiichi in diesem Monat. Zuletzt war Anfang des Monats ein Angestellter bei Arbeiten an einem Fahrzeug ums Leben gekommen.

AKW-Katastrophenopfer begeht Suizid: In Iwaki wurde eine 70 Jahre alte Frau tot aufgefunden. Die Behörden gehen von einer Selbsttötung aus.

Aufgrund ihres Alters und des Umstands, dass sie im Zuge der Fukushima-Katastrophe aus Futaba evakuiert worden war, fügt sich der jüngste Fall in eine Reihe weiterer Selbsttötungen von Evakuierten in den vergangenen Jahren.

Die Frau lebte in einer Übergangshaussiedlung für Evakuierte aus dem Katastrophengebiet.

Zwischen den Tohoku-Katastrophen 2011 und dem Jahr 2014, ließ sich bei 61 Personen die sich selbst das Leben nahmen, ein direkter Zusammenhang mit den Ereignissen vom März 2011 herstellen.

Die Mehrzahl dieser Personen waren in den 50ern, 60ern und 80ern. Aus Abschiedsbriefen und Aussagen von Angehörigen geht hervor, dass in den meisten Fällen Gesundheitsprobleme als Grund genannt wurden.

Das Auseinanderbrechen von Gemeinschaften und die soziale Isolation, die sich trotz Betreuungsbemühungen einstellt, gehören ebenfalls zu jenen Faktoren, die zum Entschluss der Selbsttötung führen. Darüber berichteten Präfekturmedien.

Fukushima-Reis weiterhin unbedenklich: Bei einer Strahlungskontrolle der ersten 11 Säcke der Reissorte „Gohyakugawa“, die am 18.August geerntet werden waren, ergab keinen Nachweis von radioaktivem Cäsium.

Dies ist ein gutes Zeichen für die insgesamt 1.110 Kilogramm Reis, die am Zentrum in Nihonmatsu kontrolliert werden müssen.

Die kontrollierten Reissäcke werden mit einem Testsiegel verstehen, das Verbraucher darüber informiert, dass kein Cäsium über dem Nachweiswert festgestellt wurde.

Sobald die Gesamtmenge vorschriftsmäßig kontrolliert ist, soll im September der Verkauf an ausgewählten Standorten in Koransho erfolgen. Das berichteten Präfekturmedien am Wochenende.

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