Fukushima aktuell: Alarm an Luftmessposten unterbricht Reaktorarbeiten

Fukushima aktuell: Alarm an Luftmessposten unterbricht Reaktorarbeiten

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Entfernung des letzten Dachpaneels am 5. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Entfernung eines Dachpaneels am 5. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)

Ein Zwischenfall riss die Arbeiter am AKW Fukushima heute aus der Routine und auch wenn niemand zu Schaden kam, reiht er sich in eine Reihe von Ereignissen, die als Teil der Fukushima News bereits letzten Monat in Japan aktuell waren.

Diese und weitere Meldungen finden sich im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. September 2016.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Alarm an Luftmessposten unterbricht Reaktorarbeiten
  • Untersuchungen am Pumpensumpf eines Reaktor-Abluftkamins
  • Vergleichsstudie zu externer Strahlungsbelastung und Schilddrüsenkrebs
Alarm an Luftmessposten unterbricht Reaktorarbeiten

Am heutigen Freitag löste ein Messposten der die Luftbelastung durch radioaktive Partikel überwacht, gegen 9:31 Uhr einen Alarm aus, der auf Elektrizitätsprobleme hinwies.

Aus diesem Grund wurden auch die Arbeiten zur Entfernung des Schutzmantels an Reaktor 1 um 10:00 Uhr unterbrochen. Eine Untersuchung ergab, dass der Generator für diesen Messposten offenbar ausgefallen war. Das betroffene Gerät wurde ausgetauscht.

Wie der Kraftwerksbetreiber TEPCO betont, gab keiner der sonstigen Messposten Alarm, oder wies Besonderheiten auf, so dass offenbar kein radioaktives Material in die Umwelt gelangt war, sondern tatsächlich ein rein technisches Problem vorlag.

Nachdem der Alarm zurückgesetzt wurde, nahm das Unternehmen auch die Demontage-Arbeiten an Reaktor 1 wieder auf. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Anfang des Jahres war radioaktiver Staub bei der Demontage nicht richtig aufgesaugt worden. Im Juni und im vergangenen Monat war es dann auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi mehrfach zu Fehlalarmen an Luftmessposten gekommen.

Unter anderem gab es einen Fehlalarm am 2. August, eine weitere derartige Panne am 22. August und auch die Meldung über einen erneuten falschen Alarm am 25. August. In keinem dieser Fälle wurde ein Anstieg  der Strahlungswerte in der Umgebungsluft nachgewiesen

Untersuchungen am Pumpensumpf eines Reaktor-Abluftkamins

Seit dem 26. August veröffentlichte TEPCO mehrfach Aufnahmen, von der Untersuchung eines Schlammfangs am Abluftkamin der Reaktoren 1 und 2, jedoch ohne ausführliche Angaben zu den durchgeführten Arbeiten zu machen.

AKW Fukushima: Ergebnis der Pegelmessung am 9. September 2016 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Ergebnis der Pegelmessung am 9. September 2016 (Foto: TEPCO)

So wurde am 26. August die Abdeckung entfernt und am 5. September dann Aufnahmen vom Inneren veröffentlicht.

Am heutigen Freitag wurde der Wasserstand dort gemessen und auch diese Maßnahme durch Bilder und kurze Informationen dokumentiert.

Demnach beträgt der Wasserpegel dort 60 Zentimeter. Aussagen zur Bedeutung dieses Werts machte das Unternehmen nicht.

Vergleichsstudie zu externer Strahlungsbelastung und Schilddrüsenkrebs

Gestern gab ein Forscherteam der Universität Fukushima offiziell die Ergebnisse einer Studie zum Zusammenhang zwischen externer Strahlungsbelastung und Schilddrüsenkrebs in Fukushima bekannt.

Verglichen wurden dabei die 300.476 Teilnehmer einer ersten Schilddrüsenuntersuchung (Oktober 2011 bis Juni 2015), die anhand der externen Strahlungsbelastung ihrer Umgebung in drei Gruppen aufgeteilt wurden.

Dabei stellten die Experten fest, dass weder das Ausmaß der lokalen externen Belastung, noch der Zeitraum zwischen der AKW-Krise und der Untersuchung einen signifikanten Einfluss auf die Rate der Fälle von Schilddrüsenkrebs hatten.

Das Ergebnis wurde in einem Artikel der Fachzeitschrift „Medicine“ (Nr. 35, August 2016) veröffentlicht. Die Wissenschaftler wünschen sich eine langfristige Beobachtung, da ihre Studie nur den Zeitraum von vier Jahren erfasst. Über die öffentliche Bekanntgabe berichteten Präfekturmedien.

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