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Fukushima aktuell: Alarm nach Austritt von radioaktivem Wasser

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Artikelbild: Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
Das AKW Fukushima Daiichi: (Foto: TEPCO)

Ein Zwischenfall, der am AKW Fukushima heute zu einem unerwarteten Anstieg der Strahlungswerte in einem Kanal zum Hafen auftrat, führte beim Betreiber der Anlage in Japan aktuell zu einer Sondermeldung, die bereits mehrfach aktualisiert wurde. Hier nun die außerplanmäßigen Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Februar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Alarm  nach Strahlungsanstieg in Kanal zum Hafenbereich

Alarm  nach Strahlungsanstieg in Kanal zum Hafenbereich: Am heutigen Sonntag kam es gegen 10:00 Uhr (Ortszeit) zu einem Alarm auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. Zehn Minuten später sei ein zweiter Alarm ausgelöst worden.

Wie das Betreiberunternehmen TEPCO, sowie die Atomaufsichtsbehörde NRA mitteilten, sei es zu einem unerwarteten Anstieg von radioaktivem Material in einem Entwässerungskanal gekommen.

Die betroffene Leitung führt in den nahe gelegenen Hafen.

TEPCO kündigte an, den Zwischenfall zu untersuchen und ergänzte später die zuvor gemachten Angaben. Demnach habe man festgestellt, dass der Wert der Betastrahler im Zeitraum von 10:20 Uhr bis 10:50 Uhr auf Werte zwischen 5.050 und 7.230 Becquerel pro Liter gestiegen war.

Dies entspricht dem 70-fachen des Normalwerts. Auch der Anstieg, der normalerweise bei Regenfällen durch die Einschwemmung von kontaminiertem Material auftritt, sei um das Zahnfache übertroffen worden.

Das Unternehmen veranlasste den Stopp des Transfers weiterer radioaktiv belasteter Abwässer und ließ um 11:35 Uhr ein Verbindungstor zwischen Kanal und Hafenbereich schließen. Von dem Stopp sind praktisch alle Wasseraufbereitungsanlagen. wie das Multinuklid-Filtersystem ALPS, die mobilen Strontiumfiltersysteme und die Umkehrosmoseanlagen betroffen.

Das Unternehmen geht davon aus, dass bereits kontaminiertes Wasser in den Hafenbereich gelangt sein könnte.

Nach Darstellung von TEPCO ist die Ursache für den plötzlichen Anstieg bislang ungeklärt. Weder an einem Lagertank für radioaktive Abwässer, noch an Sicherheitsventilen habe es Auffälligkeiten gegeben. Als Sicherheitsmaßnahme will das Unternehmen offenbar das Wasser abpumpen.

Der betroffene Kanal war ursprünglich mit einem Küstenabschnitt außerhalb des Hafens verbunden. Nach einer Reihe von Lecks im Jahr 2013 war die Leitung jedoch neu verlegt worden, so dass sie nun im Hafenbereich mündet. Über den Zwischenfall berichtete neben dem Betreiberunternehmen auch japanische Medien, wie Kyodo, NHK und jiji, sowie Präfekturmedien.

Noch vor wenigen Tagen hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA die Fortschritte bei den Arbeiten am Kernkraftwerk gelobt.

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