Start Aktuelles Fukushima aktuell: Anstieg der Cäsiumwerte an Grundwassermessposten

Fukushima aktuell: Anstieg der Cäsiumwerte an Grundwassermessposten

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Artikelbild: Grundwassermessposten 3 am 12. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Arbeiter sollen in stark kontaminierte Bereiche zurück (Symbolfoto: TEPCO)

Die vom AKW Fukushima heute gemeldeten Meldungen scheinen unauffällig – anders sah dies bei Kontrollen am Wochenende aus. Neben einer Auffälligkeit am AKW, wurde auch die Belastung von Nutztieren genauer unter die Lupe genommen.

Einzelheiten der Fukushima News, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 7. Dezember 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Strahlungsanstieg an Grundwassermessposten
  • Strahlungskontrollen bei Fukushima-Rindern

Strahlungsanstieg an Grundwassermessposten: Am vergangenen Freitag entnommene Proben am Grundwasserkontrollposten 2-6 an der Grundwasserbarriere, wiesen einen deutlichen Anstieg der Cäsiumwerte nach.

Waren am 2. Dezember dort noch 1,4 Becquerel pro Liter an radioaktivem Cäsium-137 nachgewiesen worden, lag der Wert vom 4. Dezember bei 420 Becquerel pro Liter.

Auch bei Cäsium-134 gab es einen deutlichen Anstieg der Konzentration. Dort wurden in der Probe vom 4. Dezember 96 Becquerel pro Liter nachgewiesen. Am 2. Dezember lag das Ergebnis der Analysen noch bei 0,54 Becquerel pro Liter.

Allerdings hat die erhöhte Konzentration an radioaktivem Material im Grundwasser nahe der Hafenbarriere keinen Einfluss auf die Wasserqualität des Hafens. Dort wurden in Wasserproben vom 3. und 4. Dezember keine signifikanten Abweichungen festgestellt.

Strahlungskontrollen bei Fukushima-Rindern: Am Wochenende wurden in den Ortschaften Namie und Okuma gesundheitliche Kontrollen an Rindern durchgeführt. Insgesamt 120 Tiere wurden dabei untersucht. Sie stammen aus jenen Teilen der Sperrgebiets, in die eine Rückkehr aufgrund der hohen Strahlung als schwierig gilt.

Ursprünglich waren alle Rinder im AKW-Sperrgebiet gekeult worden, um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Lediglich einzelne Rinderzüchter wie Mitsuhide Ikeda und Masami Yoshizawa, hatten sich widersetzt und auf den wissenschaftlichen Wert der Tiere hingewiesen.

Ihre lebenden Rinder dienen nun als Untersuchungsobjekte für die Langzeitfolgen der Strahlungsbelastung. Die Untersuchungen werden von der  „Society for Animal Refugee & Environment post Nuclear Disaster“ (AEN,) einer Vereinigung von Medizinern der Universitäten Iwate und Kitasato, in Zusammenarbeit mit den Züchtern durchgeführt.

Durch die Gesundheitskontrollen, wie etwa die Untersuchung von Blutproben, soll die Konzentration von radioaktivem Material und mögliche Schäden an der DNS der Tiere ermittelt werden. Über die Maßnahme berichtete die Mainichi Shimbun.

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