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Fukushima aktuell: Anstieg von Anämie bei Forellen

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Artikelbild - Bachforelle (Foto: Stefan Weigel cc-by)
Präfektur Fukushima: Cäsiumbelastung und Anämie bei Bachforellen nachgewiesen (Foto: Stefan Weigel cc-by)

Gesundheitliche Probleme bei Fischen und die kurzfristige Verschiebung bereits fest angesetzter Arbeiten am AKW, sind Teil der aktuellen Fukushima News. Doch auch vergleichsweise positive Neuigkeiten werden aus Fukushima heute gemeldet.

Die Einzelheiten finden sich wie üblich, im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. Februar 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Anstieg von Anämie bei Forellen in Fukushima
  • Leiter des AKW Fukushima äußert sich zur Sicherheit
  • TEPCO verschiebt Abfallverbrennung überraschend

Anstieg von Anämie bei Forellen in Fukushima: Auf einem heutigen Symposium an der Universität Tokyo zum Thema der Entwicklung von Nutzvieh und Wildtieren seit der Fukushima-Katastrophe, war auch die Entwicklung der Fische ein Thema.

Demnach hätte eine Untersuchung von Flussfischen aus der Präfektur Fukushima einen steigenden Trend von Anämie (Blutarmut) gezeigt. In der Muskulatur der Fische wurden dabei gestiegene Werte an radioaktivem Material nachgewiesen.

Laut Professor Masamichi Nakajima von der Tohoku-Universität, habe man zwischen Ende 2012 und 2014 Kontrollen in drei Flüssen der Präfektur durchgeführt. Dabei sei, wie im Fall des durch Namie fließenden Ukedogawa, ein Zusammenhang

Die zwischen Ende 2012 und 2014 durchgeführte Kontrolle von Forellen in drei Flüssen hätten wie im Fall des Ukedogawa, der durch Namie fließt, gezeigt, dass beim Anstieg von Cäsium-137 in den Muskeln die Menge an Hämoglobin in roten Blutkörperchen abnahm.

Anämie ist auch eine Folge der so genannten septikämischen Kaltwasserkrankheit, die bei Forellen auftreten kann. Über die aktuellen Forschungsergebnisse berichteten Präfekturmedien.

Leiter des AKW Fukushima äußert sich zur Sicherheit: Anlässlich des nahenden fünften Jahrestags der Kraftwerkskatastrophe, durften sich Journalisten einen Eindruck von den Fortschritten an der Anlage machen.

Auf die Frage nach den größten denkbaren Risiken für die Anlage, nannte Kraftwerksleiter Akira Ono, ein schweres Erdbeben in Verbindung mit einem großen Tsunami. Allerdings sei man auf eine derartige Situation nun vorbereitet und werde nicht so kopflos reagieren wie im März 2011.

Sowohl Katastrophenübungen unter Berücksichtigung dieser Szenarien, wie auch die Schaffung temporärer Küstenbarrieren, die Wellen bis zu 15 Metern standhalten würden, seien Teil der Sicherheitskonzepts.

Nach Einschätzung des Kraftwerksleiters ist es jedoch noch ein weiter Weg von der jetzt kontrollierten Situation bis zur endgültigen Stilllegung der Anlage. Über diese Einschätzung berichteten mehrere Medien, darunter die jiji.

TEPCO verschiebt Abfallverbrennung überraschend: Kraftwerksbetreiber TEPCO hat den für gestern festgesetzten Testbetrieb zur Verbrennung von kontaminierten Arbeitsabfällen überraschend noch am selben Tag abgesagt und verschoben.

Nach Angaben des Unternehmens waren an einer Kühleinheit für den Ausstoß der beiden Verbrennungsöfen Wassertropfen festgestellt worden, die auf ein mögliches Leck hindeuten könnten. Man untersuche die Angelegenheit.

Das Unternehmen plant Testbetriebe bis Ende des Monats durchzuführen, um anschließend die Leistung und die Effektivität der Filter für radioaktive Partikel an den Abluftleitungen zu prüfen. Zu den Verbrennungsabfällen zählt beispielsweise getragene Schutzkleidung.

Über die Verschiebung des Testbetriebs berichteten Präfekturmedien unter Berufung auf die Betreiberfirma des AKW Fukushima Daiichi.

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