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Fukushima aktuell: Anstieg von Strahlungswerten in Abwasserkanal

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Artikelbild: Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
Das AKW Fukushima Daiichi: (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute erstmals wieder eine größere Abweichung von der Routine. In einer Nachbarpräfektur verringern sich dagegen offenbar die Sorgen um die Beseitigung von potentiell kontaminiertem Müll.

Die Details der Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Februar 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Anstieg von Strahlungswerten in Abwasserkanal
  • Kontaminierte Abfälle in Miyagi großteils entsorgbar

Anstieg von Strahlungswerten in Abwasserkanal: Aktuelle Wasserproben aus einer Abwasserleitung im Lagertankbereich H4 zeigen einen deutlichen Anstieg der dortigen Strahlungswerte.

Die Proben vom gestrigen Dienstag wurden mit Analyseergebnissen vom 11. Februar verglichen. Dabei wurde die Erhöhung festgestellt.

So stieg die Cäsiumkonzentration von Bereichen unterhalb der Nachweiswerte deutlich an. Bei Cäsium-134 erfolgte ein Anstieg auf 51 Becquerel pro Liter und im Fall von Cäsium-137 sogar auf 220 Becquerel pro Liter.

Auch bei Betastrahlern, zu denen etwa Strontium gehört, stieg die Konzentration von Ergebnissen unter dem Nachweiswert auf 250 Becquerel pro Liter.

Da an keiner anderen Stelle eine derartige Veränderung festgestellt wurde und auch die Strahlungsmessgeräte in der Nähe des betroffenen Teilstücks, einem Knotenpunkt (B-0-1) des Abwasserkanals keine Auffälligkeiten zeigten, geht TEPCO der Sache weiter nach.

Man geht davon aus, dass die entnommenen  Proben durch radioaktives Material aus dem Erdboden nahe des Kanals kontaminiert wurden. Andere Auffälligkeiten im Vergleich zu vorangegangenen Untersuchungen gab es nicht,

Kontaminierte Abfälle in Miyagi großteils entsorgbar: In der Präfektur Miyagi sind 2.314 der insgesamt 3.404 Tonnen an Abfällen offenbar ohne Sonderbehandlung zu entsorgen und können daher wie normaler Müll verbrannt werden.

Damit weist die Mehrheit der Abfälle eine radioaktive Belastung auf, die den zulässigen Grenzwert nicht überschreitet. Für die Verarbeitung und Einlagerung der verbleibenden 1090 Tonnen muss nach einem Standort gesucht werden.

Ursächlich hierfür ist vor allem die bereits verstrichene Zeit und der damit verbundene natürliche Abbau von radioaktivem Material mit geringer Halbwertszeit.

Ein möglicher Standort wäre im Gebiet der Stadt Kurihara denkbar. Diesbezüglich bedarf es jedoch noch einer Einigung mit mehreren Gemeinden. Das berichten Präfekturmedien.

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