Fukushima aktuell: Arbeiten am Schutzmantel von Reaktor 3

Fukushima aktuell: Arbeiten am Schutzmantel von Reaktor 3

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Kranarbeiten am Schutzmantel, 7. Februar 2017 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Kranarbeiten am Schutzmantel, 7. Februar 2017 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute sowohl die Durchführung einer Baumaßnahme, als auch die Hoffnung, die gestern abgebrochenen Reinigungsarbeiten in einem Reaktor fortführen zu können.

Einzelheiten zu diesen Fukushima News gibt es somit auch Mitte der Woche im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. Februar 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Arbeiten am Bergungsschutzmantel von Reaktor 3
  • Neuer Anlauf für Reinigungsroboter angekündigt
Arbeiten am Bergungsschutzmantel von Reaktor 3

Am gestrigen Dienstag begann TEPCO ein weiteres Teil des Gerüsts zu verlegen, das später die Grundlage für den Schutzmantel bei der Bergung von Brennelementen aus dem Abklingbecken von Reaktor 3 bilden wird.

Der so genannte Stopper soll bei Erdbeben als eine Art Puffer dienen, um die Konstruktion vor strukturellen Schäden zu bewahren. Die Arbeiten begannen gegen 10:30 Uhr und wurden mit zwei großen Kränen ferngesteuert durchgeführt.

Die Arbeiten an der Westseite des Reaktorgebäudes dauerten etwa eine Stunde. Als nächstes soll ein weiterer Puffer auf der Ostseite angebracht werden. Für Transfer und die Arbeiten mit dem 108 Tonnen schweren Bauteil werden etwa zehn Tage veranschlagt.

Die Arbeiten am Gerüst waren Mitte vergangenen Monats begonnen worden und bislang wurden die Halterungen für die Puffer angebracht. An dem fertigen Gerüst werden nicht nur Metallplatten montiert, sondern es wird auch als Basis für den Bergungskran dienen.

Die Verzögerung der Bergungsarbeiten zur Entfernung von 514 abgebrannten und 52 ungenutzten Brennelementen, ist nach Angaben des Betreibers auf die benötigten Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen.

Über die aktuellen Maßnahmen zur künftigen Bergung der Brennelemente berichteten sowohl TEPCO, als auch Präfekturmedien.

Neuer Anlauf für Reinigungsroboter angekündigt

Nach dem gestrigen Stopp eines Robotereinsatzes zur Entfernung von Sedimenten im Sicherheitsbehälter von Reaktor 2, gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi heute bekannt, morgen einen neuen Anlauf wagen wollen zu wollen.

Der technische Defekt, der offenbar für den missglückten Start einer Pumpe des Reinigungsgeräts verantwortlich war, sei mittlerweile repariert, so dass einem erneuten Versuch nichts mehr entgegen stehe.

Der Roboter soll wie ein Hochdruckreiniger den Bereich unterhalb des Druckbehälters reinigen und durch eine Art Schneepflug verbleibendes Material entfernen. Die Arbeiten sind Vorbereitungen für den Einsatz eines Untersuchungsroboters.

Über die Ankündigung berichteten neben TEPCO auch Präfekturmedien.

 

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