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Fukushima aktuell: Arbeiten am Schutzmantel von Reaktor 3

Neues Dach soll Vorteile für künftige Bergungsarbeiten bringen

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Lieferung der Schutzmantel-Dachteile am 27. juni 2017 (Foto: Copyright by TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Lieferung neuer Schutzmantel-Dachteile am 27. juni 2017 (Foto: Copyright by TEPCO)

Nach der gestrigen Bekanntgabe, den Eiswall endgültig schließen zu wollen, liefert der Betreiber des AKW Fukushima heute Meldungen über neue Schutzmantel-Arbeiten.

Weitere Fukushima News berichten von Finanzierungskonzepten für den Wiederaufbau der Präfektur. Die Einzelheiten unserer Fukushima News gibt es wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Juni 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Arbeiten am Dach des Schutzmantels von Fukushima-Reaktor 3
  • Finanzierung für Entwicklung von Radiopharmaka in Fukushima
  • Südkoreas Präsident für Äußerung zu „Todesopfern“ der AKW-Krise kritisiert
Arbeiten am Dach des Schutzmantels von Fukushima-Reaktor 3

Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) veranlasste Arbeiten am Dachbereich des so genannten Schutzmantels um das Gebäude von Reaktor 3. Die Konstruktion soll Wettereinflüsse und die Verbreitung von kontamioniertem Material verhindern.

Am heutigen Dienstag wurden die ersten Bauteile für das neue Dach durch ein Frachtschiff in den Hafen des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi geliefert und dort mit Hilfe eines Krans entladen.

Die insgesamt 16 Teile des Daches sind halbkreisförmig und werden einen Höhenunterschied von 18 Metern schaffen, so dass im Inneren Platz  für die künftige Anbringung von Bergungsgerät für Brennelemente vorhanden sein soll.

Die Gesamtlänge der Konstruktion wird etwa 23 Meter betragen und eine Seitenfläche von etwa 60 Metern. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten wird Mitte kommenden Jahres gerechnet.

Über diese Maßnahme informierten sowohl der Kraftwerksbetreiber TEPCO, als auch Präfekturmedien. Das Unternehmen begleitete die Bekanntgabe mit der Veröffentlichung von Aufnahmen des Entladevorgangs im Hafen.

Finanzierung für Entwicklung von Radiopharmaka in Fukushima

Die Behörde für Wiederaufbau hat gestern über die Zuschüsse für die Wiederbelebung der Präfektur Fukushima entschieden und dabei einen Grundbetrag von 4,8 Millionen Yen festgelegt. Davon sollen 1,2 Millionen in die medizinische Forschung gehen.

Bei dem besonders priorisierten Projekt geht es um die Forschung und Entwicklung von Medikamenten in der Nuklearmedizin (Radiopharmaka), die im Wesentlichen zur Bekämpfung von Krebs eingesetzt wird.

Forschungsobjekte sind dabei „Astat“ (At) ein radioaktives Element, dass bei der Krebsbehandlung eingesetzt wird, sowie die so genannte Interne Radioisotopen-Therapie, bei der Tumorzellen gezielt innerhalb des Körpers angegriffen werden sollen.

Zur Unterstützung der Arbeit an der medizinischen Universität Fukushima werden die Projektkosten für die Dauer von vier Jahren übernommen.

Das übrige Betrag fließt in andere Maßnahmen zur Förderung des Wiederaufbaus, wie etwa die Dekontamination von Straßengräben durch die Entfernung von kontaminiertem Schlamm. Das berichten Präfekturmedien.

Südkoreas Präsident für Äußerung zu „Todesopfern“ der AKW-Krise kritisiert

Die japanische Regierung bedauert Äußerungen des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-In über die angeblichen Opferzahlen der Kernschmelze am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011.

Bei einer Rede zur Zukunft der Atompolitik seines Landes sagte Moon am 19. Juni, die Zahl der Todesopfer durch die AKW-Katastrophe habe im März 2016 bei insgesamt 1.368 Personen gelegen.

Die Japanische Regierung erklärte, diese Äußerung beruhten nicht auf Fakten und würden ein falsches Verständnis der Zusammenhänge zeigen.

Tatsächlich waren in japanischen Medienberichten vom 6. März vergangenen Jahres insgesamt 1.368 Personen genannt worden, die nach ihrer Evakuierung aus dem Risikogebiet ums Leben gekommen waren.

Derartige „Todesfälle mit Katastrophenbezug“ sind aber auf die Anstrengungen der Evakuierung, die zu Beginn unzureichende medizinische Versorgung und die schwierigen Lebensumstände in den Notunterkünften zurückzuführen, nicht jedoch auf Radioaktivität.

Auch die bestätigten Fälle von Schilddrüsenkrebs stehen nach offizieller japanischer Meinung nicht im Zusammenhang mit den Kernschmelzen. Zudem weise kein einziger Bürger eine externe Belastung auf, die eine Gesundheitsgefahr darstellen würde.

Die Darstellung des koreanischen Präsidenten sei somit sachlich falsch. Über den Protest der Japaner berichtete die jiji

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