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Fukushima aktuell: Arbeiten an der Außenwand von Reaktor 2 laufen

Vorbereitungen für Öffnung der Außenwand des Reaktorgebäudes sind in vollem Gang

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Artikelbild - AKW Fukushima: Reaktorblock 2 am 15. August 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Vorbereitungen zur Öffnung der Außenwand dauern an. (Symbolfoto: TEPCO)

Neue Kenntnisse über die Vorbereitungen zur Öffnung der Außenwand eines Reaktorgebäudes liefern vom AKW Fukushima heute Schlagzeilen. Weitere Fukushima News über ein Wasserleck sind deutlich weniger spektakulär.

Die beiden Meldungen samt der Details, gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Mai 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Vorbereitungem zur Öffnung der Außenwand von Reaktor 2 schreiten voran
  • Kleines Wasserleck am pH-Meter des Multinuklid-Filtersystems
Vorbereitungen zur Öffnung der Außenwand von Reaktor 2 schreiten voran

Erstmals durften Pressevertreter sich einen Eindruck von den Fortschritten bei den Arbeiten zur Öffnung der Seitenwand eines Reaktorgebäudes auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi machen.

An der Außenwand ist auf einem Gerüst eine Art Vorbau errichtet worden. Von dort werden die Arbeiten, wie etwa das Einsprühen von Bindemitteln gegen das Aufwirbeln von radioaktivem Material durchgeführt.

Der hierfür erforderliche „Vorraum“ von 23 Metern Länge und 17 Metern Breite hat eine Deckenhöhe von zehn Metern und befindet sich auf dem Gerüst in 30 Metern Höhe. Erreichbar ist dieser ungewöhnliche Arbeitsplatz über Treppen und einen Aufzug.

In dem Vorbau liegt die Umgebungsradioaktivität zwischen 100 und 120 Mikrosievert pro Stunde. Bei dem 20minütigen Besuch wurde eine Gesamtbelastung von 40 Mikrosievert erreicht.

Staubmonitore innerhalb und außerhalb des Gebäudes messen den Gehalt von radioaktivem Material in der Umgebungsluft und ein besonderes Belüftungssystem stellt eine zusätzliche Sicherung dar.

Vor Ort sind derzeit etwa zehn Arbeiter im Einsatz. Für den dortigen Aufenthalt ist das Tragen einer Atemschutzmaske erforderlich. Ein separater „Ruheraum“ ist durch Abschirmungen mit Bleiplatten vor der Radioaktivität abgeschirmt.

Aktuell werden Schnittstellen an der Außenwand vorbereitet und Stahlgerüste angebracht, die für die folgenden Arbeiten erforderlich sind.

Der Einsatz von schwerem Gerät für die Abrissarbeiten ist ab dem 28. Mai geplant. Durch die 20 Zentimeter dicke Außenwand wird eine 7m x 5m große Öffnung gebohrt. Ab Mitte Juni soll das schwere Gerät dann ferngesteuert von dort operieren.

Über die aktuelle Situation vor Ort berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Die Genehmigung zur Öffnung der Außenwand von Reaktorgebäude 2 wurde im Dezember 2017 erteilt. Im vergangenen Monat war mit den Vorbereitungen für die Wandarbeiten begonnen worden.

Kleines Wasserleck am pH-Meter des Multinuklid-Filtersystems

Am heutigen Mittwoch entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens gegen 13:19 Uhr (Ortszeit), das auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi eine geringe Menge Wasser am pH-Meter eines Tanks des Multinuklid-Filtersystems austrat.

Die gebildete Pfütze hatte die Maße von 1cm x 2cm und aufgrund der vorhandenen Sicherungsmaßnahmen gelangte das Wasser nicht aus dem unmittelbaren Bereich hinaus. Als erste Sicherheitsmaßnahme wurden alle Ventile des pH-Messgeräts geschlossen.

Gegen 13:52 Uhr wurde ein Stopp des Wasseraustritts bestätigt und das Wasser entfernt. Lediglich aus Vorsicht wurde eine Abdichtung mit Vinyl vorgenommen. die gesamten Arbeiten waren um 14:50 Uhr abgeschlossen.

Über den kleinen Zwischenfall berichtete der AKW-Betreiber TEPCO.