Start Aktuelles Fukushima aktuell: Arbeiter dürfen in schwach verstrahlten Gebieten übernachten

Fukushima aktuell: Arbeiter dürfen in schwach verstrahlten Gebieten übernachten

2930
0
TEILEN
Artikelbild: Zugang zur Sperrzone (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Zugang zum Sperrgebiet in Fukushima (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Die Unterbringung von Arbeitskräften innerhalb von Gebieten, die Beschränkungen aufgrund der Strahlung unterliegen, klingt für manchen Menschen zunächst alarmierend, ist jedoch nach Ansicht von Behörden von Vorteil, wenn es gilt, Arbeiten in der Präfektur Fukushima voranzubringen.

Dagegen geht es in den sonstigen Fukushima Nachrichten heute wieder einmal um unkontrollierten Austritt von Wasser und auch die Verletzung eines Kraftwerksarbeiters wird gemeldet. Einzelheiten zu den aus Japan aktuell gemeldeten Ereignissen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. November 2013.

Unsere Themen zu Wochenbeginn:

  • Übernachtung von Arbeitern in schwach verstrahlten Gebieten zugelassen
  • Mitternachtsleck in Lagertankgruppe
  • Fukushima-Arbeiter erleidet Knochenbruch

Übernachtung von Arbeitern in schwach verstrahlten Gebieten zugelassen: Bei der Dekontamination beschäftigte Arbeiter dürfen künftig in sonst eingeschränkten Bereichen der Präfektur Fukushima übernachten, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Präfektur Fukushima: Absperrung einer Zonengrenze (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präfektur Fukushima: Eine der zahlreichen Absperrungen (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

So betrifft diese Regelung nur Gebiete, in die frühere Einwohner bereits jetzt tagsüber zurückkehren dürfen, jedoch die Übernachtung aufgrund der Strahlungsniveaus für die Bürger noch nicht zulässig ist. Außerdem müssen die Aufgaben der Arbeiter von besonderer Bedeutung für Wiederaufbau und Neubelebung der Region sein. Die jährliche Belastung darf nicht über 20 Millisievert liegen.

Mit der Ausnahmeregelung reagiert Japans Regierung auf den Wunsch von örtlichen Behörden. Diese hatten die Staus beklagt, die durch das bislang notwendige Pendeln der Dekontaminationshelfer entstanden. Durch neuen Richtlinien erhofft die Regierung in Tokyo zudem, den Dekontaminationsprozess vor Ort beschleunigen zu können.

Nach Bekanntgabe der Entscheidung an die Verwaltungen vor Ort müssen die Gemeinden, die laufenden Projekte beurteilen und eine entsprechende Erlaubnis beantragen. Unternehmen, die an den Arbeiten vor Ort beteiligt sind, haben die Verantwortung für die Einhaltung der Strahlungsgrenzwerte bei den Beschäftigten zu tragen.

Ein erster Antrag der Ortschaft Iitate wurde bereits bewilligt, meldete die NHK und lässt zudem einen Experten zu Wort kommen, der die Notwendigkeit betont, die Belastung durch Radioaktivität unbedingt auch außerhalb der Arbeitszeiten im Blick zu behalten.

Für die Kraftwerksarbeiter am AKW Fukushima Daiichi gilt diese Regelung jedoch nicht.

Mitternachtsleck in Lagertankgruppe: Am Sonntag wurde gegen Mitternacht ein Leck im Lagertankbereich G5 entdeckt. Der Angestellte eines Partnerunternehmens bemerkte den Austritt von gefiltertem Wasser aus dem Verbindungsstück eines Schlauchs der temporären Transferpumpe. Daraufhin wurde die Pumpe um 00:30 Uhr gestoppt, so dass der Wasseraustritt endete.

Die Flüssigkeit war mit einer Geschwindigkeit von drei Tropfen pro Sekunde heraus gelangt. Da der betroffene Bereich nicht beleuchtet wurde, kündigte das Unternehmen an, die genauen Umstände im Laufe des Tages zu ermitteln. Eine erste Strahlungsmessung der Wasseroberfläche ergab, dass die Werte annähernd der Hintergrundstrahlung vor Ort entsprachen.

Späteren Angaben zufolge, sind etwa vier Liter Wasser ausgetreten und hatten sich auf einer Fläche von 1 x 1 Meter ausgebreitet.

Fukushima-Arbeiter erleidet Knochenbruch: Bereits am Freitag verletzte sich ein Angestellter bei Arbeiten im Bereich H4. Bei dem Transport großer Sandsäcke verletzte er sich am Bein. Der Betroffene wurde in das medizinische Notfallzentrum der Anlage gebracht. Dort wurde ein Bruch des Wadenbeins festgestellt.

Da dies eine Operation erforderlich macht, wurde er in das Krankenhaus Iwaki gebracht. An seinem Körper wurde keine Kontamination nachgewiesen.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here