Fukushima aktuell: Arbeitsunfall auf AKW-Gelände

Fukushima aktuell: Arbeitsunfall auf AKW-Gelände

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Artikelbild - AKW Fukushima: Das J-Village Medical Center im Oktober 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Das J-Village Medical Center im Oktober 2011 (Foto: TEPCO)

Mit der Meldung über einen Arbeitsunfall und Mängel bei der Lagerung von kontaminiertem Erdreich, sind die Fukushima News erneut nicht positiv. Details zu den Ereignissen, die aus der Präfektur Fukushima heute gemeldet wurden, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Juni 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • AKW-Angestellter erleidet Arbeitsunfall
  • Säcke mit kontaminiertem Erdreich zeigen Verschleiss
  • Gespräche mit Südkorea über Importverbote

AKW-Angestellter erleidet Arbeitsunfall: Am heutigen Dienstag stolperte ein Angestellter gegen 13:20 Uhr bei Arbeiten im Gebäude des Multinuklid-Filtersystems ALPS und stürzte zu Boden.

Der Arbeiter, der bei einem Partnerunternehmen unter Vertrag ist, wurde in das medizinische Notfallzentrum gebracht, wo eine erste Diagnose den Verdacht eines Beinbruchs aufkommen ließ.

Beim Abtransport in das Krankenhaus von Iwaki war der Verletzte bei Bewusstsein und wies keine Anhaftungen von radioaktivem Material auf. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Die Arbeit am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ist für menschliche Arbeiter gefährlich. Das zeigten in der Vergangenheit auch Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang.

Säcke mit kontaminiertem Erdreich zeigen Verschleiss: Bei einem gestern durchgeführten Treffen gab das Umweltministerium bekannt, dass es Probleme bei der Zwischenlagerung radioaktiv kontaminierten Erdreichs gebe.

Bei einer Standortkontrolle wurde in mehr als der Hälfte der Fälle Schäden an den Plastiksäcken, untergelegten Kunststofffolien oder Abdeckplanen gefunden.

In keinem der Fälle, zu denen auch das Austreiben von Pflanzen und das Zusammensacken von Abdeckungen gehörten, wurde radioaktives Material, wie etwa Erde, in die Umwelt freigesetzt.

Die genauen Umstände werden untersucht, heißt es von Behördenseite. Das berichten Präfekturmedien.

Gespräche mit Südkorea über Importverbote: Im Verlauf des Monats wollen sich Regierungsvertreter Japans mit ihren südkoreanischen Kollegen zu den Importverboten für japanische  Waren austauschen.

Südkorea hat seit September 2013 aufgrund eines Großlecks von radioaktivem Wasser am AKW Fukushima Daiichi, ein Importverbot für acht japanische Präfekturen verhängt.

Japan sieht die Weiterführung dieser Einschränkung als unnötig an und verwies in der Vergangenheit mehrfach darauf, der Bann entbehrte einer wissenschaftlichen Grundlage.

Gestern verständigten sich beide Seiten darauf, am 24. Juni ihre Gespräche wieder aufzunehmen. Während Südkorea eine schrittweise Aufhebung vorschlägt, fordert Japan eine vollständige Freigabe.

Über die Gesprächsbereitschaft beider Seiten berichtete die NHK.

 

 

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