Fukushima aktuell: Auffüllarbeiten auf AKW-Gelände durchgeführt

Fukushima aktuell: Auffüllarbeiten auf AKW-Gelände durchgeführt

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Artikelbild - AKW Fukushima: Auffüllungsarbeiten am 5. Februar 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Auffüllarbeiten am 5. Februar 2015 (Foto: TEPCO)

TEPCO kann vom AKW Fukushima heute Fortschritte melden und auch die übrigen Fukushima News zeichnen ein positives Bild. Die tatsächlichen Hintergründe nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. Februar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Auffüllung von Graben an Reaktor 3
  • Tektonische Situation seit Großbeben angeblich normalisiert
  • Ältester Mann der Welt aus Fukushima feiert Geburtstag

Auffüllung von Graben an Reaktor 3: Am heutigen Donnerstag begannen um 10:00 Uhr (Ortszeit) die Arbeiten zur Auffüllung eines Meerwasser führenden Rohrgrabens in der Nähe von Reaktor 3.

Nach Angaben von Kraftwerksbetreiber TEPCO ist im Rahmen der Auffüllung mit einer Mörtelmasse, zwar mit einem Anstieg des Wasserstands zu rechnen, ohne jedoch den maximal zulässigen Pegel zu überschreiten.

Das Betreiberunternehmen begleitet diese Informationen mit der Aufnahme der Einspeisungsarbeiten. Die heutigen Arbeiten, bei denen etwa 100 Kubikmeter verarbeitet wurden, konnten um 13:42 Uhr abgeschlossen werden.

Tektonische Situation seit Großbeben angeblich normalisiert: Einem Beitrag im Magazin „Nature Geoscience“ zufolge, sind die tektonischen Spannungen und damit das Risiko für schwere Erdbeben auf den Stand vor dem Tohoku-Großbeben 2011 zurückgesunken.

Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Tsukuba und der Eidgenössischen Hochschule, die seit 1998 die seismologische Daten der japanischen Wetterbehörde auswerten.

Als Hinweis gilt dabei der so genannte „b-Wert“, der das Verhältnis der Häufigkeit von großen und kleinen Erdbeben in einem bestimmten Gebiet darstellt. Einige Experten glauben, dass das Risiko von starken Erdbeben mit sinkenden Werten steigt.

Da bei steigender Häufigkeit von Großbeben die b-Werte sinken, gehen sie davon aus, dass Werte unter 1 ein Hinweis auf hohen tektonischen Stress in den Platten darstellen.

Im Zeitraum zwischen 1998 bis 2005 lagen die Werte bei 0,8 und 0,9 und fielen Mitte 2005 dann auf 0,6 bzw. 0,7. Nach dem Tohoku-Großbeben 2011 stieg der Wert über 1. Doch bereits 2013 sanken die Werte wieder und erreichten schon im Herbst 2014 wieder annähernd den Ausgangswert.

Normalerweise dauert es etwa 10 Jahre bis die Stresswerte unter der Platte wieder sinken, daher ist diese Beobachtung ungewöhnlich.

Großbeben könnten sich somit zeitlich deutlich zufälliger verteilt ereignen, als bislang vermutet, erklärte Professor Bogdan Enescu von der Universität Tsukuba.

Eine Beobachtung der b-Werte könnte die Genauigkeit bei der Vorhersage starker Erdbeben verbessern, so der Wissenschaftler.

Doch die getroffene Einschätzung wird nicht von allen Experten geteilt. Professor Yuji Yagi von der Universität Tsukuba, der nicht Teil des Forschungsteams ist, äußert zumindest Zweifel.

Die Zahlen des Rechnungsmodells entsprächen nicht zwangläufig den tatsächlichen Stressleveln, insbesondere die schnelle Rückkehr zu den Werten vor der Katastrophe sei ungewöhnlich.

Er selbst sei nicht der Ansicht, dass der gegenwärtige tektonische Zustand vor der Küste der Region Tohoku auf den Ursprungswert gesunken ist. Über die Ergebnisse berichteten Mainichi Shimbun und Asahi Shimbun.

Ältester Mann der Welt aus Fukushima feiert Geburtstag: Sakari Momoi, der am 5. Februar 1903 in Soma (Präf. Fukushima) geboren wurde, feierte heute seinen 112. Geburtstag.

Der Senior, der seinen Rekordgeburtstag in einem Krankenhaus in Tokyo verbrachte, war mehrere Jahre als Lehrer an unterschiedlichen Schulen  tätig und lebt in Saitama.

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