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Fukushima aktuell: Ausfall von Roboter im Sicherheitsbehälter

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Roboteraufnahmen am 10. April 2015 (Foto: TEPCO/IRID)
Fukushima-Reaktor 1: Roboteraufnahme am 10. April 2015 (Foto: TEPCO/IRID)

Am gestrigen Freitag feierte man am Kraftwerk eine Premiere, nun ist aus Fukushima zu hören, das es noch am selben Tag zu einem Zwischenfall kam, der die gesamte Robotermission scheitern lassen könnte. Daher jetzt am Samstag die Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. April 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Roboter steckt in Sicherheitsbehälter fest

Roboter steckt in Sicherheitsbehälter fest: Wie der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi berichtet, kam es beim ersten Einsatz eines Roboters im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1 zu einer Störung.

Der 60 Zentimeter lange Roboter war zunächst wie geplant durch ein Rohr eingeführt worden und führte Messungen von Temperatur und Strahlung durch. Auch die übertragenen Kamerabilder gaben keine Hinweise auf technische Probleme.

Doch gegen 14:10 Uhr stoppte der Roboter plötzlich, nachdem er zwei Drittel seiner geplanten Strecke zurückgelegt und 14 der 18 eingeteilten Bereiche durchquert hatte. Die Techniker erklären, man sei nicht mehr in der Lage den Roboter zu bewegen, obwohl dieser noch auf übermittelte Befehle reagiere und weiterhin Daten sende.

Da der Zwischenfall nach der Untersuchung von Trümmern auf einer Strecke von zehn Metern erfolgte, vermutet man nun, dass sich das Kabel der Fernsteuerung möglicherweise an einer Stelle verfangen haben könnte.

Denkbar sei auch, dass einer der Riemen, die das Gerät antreiben, ausgefallen sei. Genaue Informationen habe man jedoch nicht. Der Versuch, den Roboter manuell durch Zug am Kabel zu befreien, sei nicht geglückt.

Nun könnten nicht nur die für Montag geplanten Untersuchungen, sondern das Roboterprojekt massiv behindert werden. Da die extreme Strahlung auch die elektrischen Bauteile schädigt, muss mit einem baldigen technischen Ausfall des Roboters gerechnet werden.

Der Versuch von Bergungsarbeiten wurde um 18:30 Uhr Ortszeit unter Berücksichtigung der Strahlungsbelastung für die etwa 40 beteiligten Kraftwerksarbeiter ausgesetzt.

Bei einem Komplettausfall wäre zumindest der jetzt zurückgelegte Weg nicht mehr nutzbar und weitere Roboter müssten von anderer Stelle aus in den Sicherheitsbehälter eingeführt werden. Über den außerplanmäßigen Halt des Roboters berichteten NHK und Präfekturmedien.

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