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Fukushima aktuell: Ausländische Verbraucher bezweifeln Lebensmittelsicherheit

Auch in Deutschland herrscht Unkenntnis über Lebensmittelsicherheit nach der Fukushima-Krise

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Artikelbild - Lebensmittelauswahl in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Ausländische Kunden wissen wenig über japanische Lebensmittelsicherheit (Symbolfoto, Copyright by KJ)

Unkenntnis über die japanische Lebensmittelsicherheit stellen für Produzenten in Fukushima heute noch ein Hindernis für eine Rückkehr zum einstigen geschäflichen Erfolg dar.

Nicht zuletzt aufgrund des Inkrafttretens einer EU-Importerleichterung wundert es nicht, dass sich auch aktuelle Fukushima News weiter mit dem Thema befassen. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. Dezember 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Unkenntnis im Ausland gegenüber Produkten aus Fukushima
  • Fachdiskussion zum Schutz der Landwirtschaft vor radioaktivem Cäsium
Unkenntnis im Ausland gegenüber Produkten aus Fukushima

Eine Umfrage von Wissenschaftlern der Universitäten Fukushima und Tokyo in zehn Ländern und Regionen ergab, dass außerhalb Japans die Angst vor Lebensmitteln aus Fukushima nach wie vor hoch ist.

Zudem wisse man dort kaum etwas über die getroffenen Maßnahmen, wie etwa den Ablauf und Umfang der Lebensmittelkontrollen, die eine Sicherheit der Produkte gewährleisten sollen.

Zu den zehn Ländern gehörten neben den asiatischen Nachbarstaaten China und Südkorea auch die USA, sowie europäische Staaten wie Deutschland und Großbritannien.

Während in Japan nur etwa 30 Prozent der Befragten angaben, besorgt über die Sicherheit der Produkte zu sein, waren es in Taiwan 80 Prozent, in Südkorea 70 Prozent und in der VR China immerhin noch 60 Prozent.

Dazu befragt, ob ihnen bekannt sei, dass in Japan jeder einzelne Reissack aus Fukushima dort Strahlungskontrollen auf radioaktive Belastung unterzogen wird, gaben 30 Prozent der Chinesen und 10 Prozent der Deutschen, Briten und Südkoreaner an, dies zu wissen.

Dass auch Gemüse und Früchte aus der Präfektur Fukushima und angrenzenden Gebieten Stichprobentests unterzogen werden, war 20 Prozent der Befragten in Übersee bekannt.

Nach Ansicht der Wissenschaftler ist vor allem diese Unkenntnis der Grund für die anhaltenden Importbeschränkungen für japanische Produkte, wie sie von vielen Staaten auch mehr als sechs Jahre nach der AKW-Krise aufrecht erhalten werden.

Anfang des Monats war die Lockerung der EU-Beschränkungen in Kraft getreten. Über die Umfrageergebnisse berichtete die NHK.

Fachdiskussion zum Schutz der Landwirtschaft vor radioaktivem Cäsium

Am gestrigen Montag hielt  die Behörde zur Forschung und Entwicklung in Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie in der Stadt Fukushima ein Symposium ab.

Thema der Wissenschaftler war die Entwicklung weiterer Maßnahmen zur künftigen Kontrolle der Aufnahme von radioaktivem Cäsium in landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Nach der Kraftwerkskatastrophe am AKW Fukushima Daiichi war Kaliumdünger auf den Nutzflächen ausgebracht worden, um die Absorption von radioaktivem Cäsium in das Getreide einzudämmen. Doch das Verfahren ist sowohl teuer, als auch aufwändig.

Daher wurden auf dem Symposium die Möglichkeit diskutiert, bei der Ausbringung von Kaliumdünger die Effizienz zu steigern, indem das Versprühen dem Umfang der Cäsium-Konzentration und dem Risiko einer möglichen Aufnahme angepasst würde.

Ein weiterer Faktor ist, dass es einige Fälle gibt, in denen der Boden die Aufnahme von Kalium behindert, so dass sich die Verwendung dieses Düngemittels als infeffektiv erweisen kann.

Demnach müsste vor einem Einsatz geprüft werden, ob der Boden irgendwelche Besonderheiten aufweist, die eine solche Maßnahme weitgehend nutzlos machen würde. Über das Treffen berichteten Präfekturmedien.

 

1 KOMMENTAR

  1. Der Geigerzähler ist ein nützliches Küchengerät geworden welches jede Familie besitzen und benützen sollte – Die Hausärzte, Köche und Mütter müssten geschult werden wegzugeben was zu viel belastet ist ( Tabellen – Ausarbeitung ). Vergleichsweise wird das Fluor oder Jod des Salzes in der Suppe von der Mutter in Menge und Kenntnis der Gesundheitsverträglichkeiten der einzelnen Familienmitglieder zugegeben . Die Verantwortung liegt bei den Hausärzten und Müttern -jedoch sind die Grenzwerte dem Normalverbraucher unbekannt -die Gerätepreise auch zu hoch ,
    Staat und Bürgermeister dosieren in EU jedenfalls Fluoride oder Jod Mengen für alle Individuen ob krank oder gesund , ob Kind oder Greis nicht für alle Personen gleich mit dem Trinkwasser mit ,- wie auch die im Einzelfall getrunkenen Wassermengen pro Person und Tag höchst verschieden sein könnte. Der Einzelmensch müsste selbst auf sich achten ,……..

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