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Fukushima aktuell: Bergung aller Brennelemente für November erwartet

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 4 vor der Brennelemente-Bergung am 27. November 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Künftige Bergung geschmolzener Brennelemente bereitet Kopfschmerzen (Symbolfoto: TEPCO)

Die Ankündigung, die Brennelemente früher als geplant vollständig bergen zu können, ist für TEPCO sicher erfreulich. Auch die übrigen Nachrichten, die im Zusammenhang mit den Arbeiten am AKW Fukushima heute gemeldet werden, haben positiven Charakter. Dennoch sind auch diese Fukushima News interessant – das zeigt der Spreadnews Japan-Ticker vom 21. August 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Bergung aller Brennelemente für November erwartet
  • Grundwasserproben analysiert
  • Kraftwerksarbeiter aus Krankenhaus entlassen

Bergung aller Brennelemente für November erwartet: Wie TEPCO-Präsident Naomi Hirose am gestrigen Mittwoch mitteilte, gehe das Unternehmen davon aus, noch vor Jahresende alle Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktor 4 bergen zu können.Tatsächlich rechnet der Kraftwerksbetreiber sogar damit, die Arbeiten noch im November abschließen zu können.Dies wäre ein Monat vor dem ursprünglich anvisierten Termin.

Im November 2013 wurde mit der Bergung der Brennelemente begonnen.

Dadurch ergaben sich allerdings auch neue Probleme, mit denen sich TEPCO in den Folgemonaten arrangieren musste. So wurden bereits im Dezember des Jahres Risse an einem Brennelement nachgewiesen und auch im im Januar 2014 wurden Verformungen an Brennelementen festgestellt. Die Bergung dieser Objekte soll daher erst zum Schluss erfolgen.

Im Februar 2014 entdeckte man, dass die dabei auftretende Strahlungsbelastung die Arbeiter gefährdet. TEPCO hatte daraufhin erklärt, durch das Verlegen von Bleiplatten über den Kran die Kraftwerksarbeiter zu schützen. Wie im Juni 2014 bekannt wurde, ergibt sich ein weiteres Problem durch Platzmangel im Gemeinschaftsbecken, in das die Brennelemente ausgelagert werden sollen. Daher wird zumindest ein Teil der Brennelemente an anderer Stelle verwahrt werden, als ursprünglich geplant.

Derzeit ruhen die Arbeiten am Abklingbecken von Reaktor 4 gänzlich.

Nach der erfolgreichen Bergung von 1166 abgebrannten und 22 ungenutzten Elementen wurde im Juli die Bergung der Brennelemente gestoppt, um Standardkontrollen am Kran durchführen zu können.

Die Wiederaufnahme der Arbeiten soll Anfang September erfolgen.

Über den erwarteten Abschluss im November berichteten Kyodo, jiji und Präfekturmedien. Bislang traten jene Weltuntergangsszenarien, die von einigen Medien zu Beginn der Bergungsarbeiten an Reaktor 4 veröffentlicht worden waren, nicht ein.

Grundwasserproben analysiert: Am heutigen Donnerstag wurden die ersten Messergebnisse der Grundwasserposten E-13 und E-14 im Lagertankbereich H4 veröffentlicht. Dabei lag die Belastung mit Betastrahlern beim ersten Grundwasserbrunnen unterhalb des Nachweiswerts. Beim Posten E-14 wurde dagegen Betastrahler von 40 Becquerel pro Liter nachgewiesen.

Kraftwerksarbeiter aus Krankenhaus entlassen: Gestern berichteten wir an dieser Stelle über die Einlieferung eines AKW-Arbeiters in ein Krankenhaus. Heute gab TEPCO bekannt, dass bei dem Arbeiter ein idiopathischer Hitzschlag diagnostiziert und der Angestellte eines Partnerunternehmens nach ausreichender Infusion nach Hause entlassen werden konnte.

Beschäftigte an der Kraftwerksanlage berichten immer wieder von gesundheitlichen Problemen, die im Wesentlichen auf die schwere, körperliche Arbeit zurückgeführt werden können. Neben Arbeitsunfällen war es jedoch auch bereits zu Todesfällen gekommen – im August 2012 starb ein Arbeiter an einem Herzinfarkt. Im März 2014 hatte sich ein tödlicher Unfall auf dem AKW-Gelände ereignet und Anfang August trat ein tödlicher Herzstillstand eines Beschäftigten auf.

2 KOMMENTARE

    • Wenn Sie die Antworten auf ihre anderen unqualifizierten Kommentare lesen würden und nicht an Alzheimer leiden, dann müssten Sie sich daran erinnern, dass der Kran extra für die Bergung neu gebaut worden war. Verblüffend, gell?

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