Start Aktuelles Fukushima aktuell: Bergungspläne für Reaktor 3 nach Problemen aktualisiert

Fukushima aktuell: Bergungspläne für Reaktor 3 nach Problemen aktualisiert

Technische Probleme behinderten weitere Schritte an Reaktor 3 des AKW Fukushima Daiichi

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Montage des letzten Dachteils am 21. Februar 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Montage des letzten Dachteils am 21. Februar 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)

Wenn aus Fukushima heute zu hören ist, dass technische Probleme am AKW überwunden werden konnten. nachdem sie zuvor die Pläne des Betreiber zurückgeworfen hatten, sind dies sicher positive Fukushima News.

In einem weiteren Fall, der aus Japan aktuell gemeldet wurde, erwies sich die Befürchtung einer potentiell dramatische Entwicklung am AKW glücklicherweise als unbegründet. Die Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Juli 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Nach Kranreparaturen nun neue Pläne zu Bergungsarbeiten in Reaktor 3
  • Ausfall der Wasserstandsmessung an Subdrain des AKW Fukushima
Nach Kranreparaturen nun neue Pläne zu Bergungsarbeiten in Reaktor 3

Das Elektrizitätsunternehmen TEPCO, Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, machte heute Angaben zu künftigen Plänen für die Bergung abgebrannter Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktor 3.

Die bisherigen Pläne mussten Ende Juni nach Schäden an einem Kran über den Haufen geworfen werden. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, sei das Arbeitsgerät wieder funktionsfähig, nachdem man die defekten Teile austauschte.

Ab August sollen größere Trümmerteile, die im Zuge der Explosion im März 2011 in das Becken geschleudert wurden entfernt werden und Tests mit dem Bergungsgerät durchgeführt werden. Der Beginn der Bergungsarbeiten ist nun für November geplant.

Gegenwärtig befinden sich noch 566 Brennelemente in dem Abklingbecken. 52 ungenutzte sollen sich ebenfalls dort befinden. Verläuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten im Olympia-Jahr 2020 abgeschlossen werden. Jetzt sollen die Arbeiten im November anlaufen können.

Über die aktuellen Pläne berichteten Präfekturmedien

Ausfall der Wasserstandsmessung an Subdrain des AKW Fukushima

Am gestrigen Mittwoch kam es gegen 11:08 Uhr (Ortszeit) zu einem Ausfall der Erfassung des Wasserstands in den so genannten Subdrains in der Nähe von zwei Gebäuden auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi.

Um sicherzustellen, dass angestautes Wasser aus den Gebäuden nicht den Pegel der Grundwasserbrunnen überschreitet, wurde gegen 11:20 Uhr der Transfer von weiterem Wasser in diesen Bereich gestoppt.

Ein Vergleich mit dem Pegel an anderen Standorten ergab jedoch keine Auffälligkeiten. Daraufhin wurde die betroffene Messvorrichtung neu gestartet. Als Ergebnis dieser Maßnahme wurde auch der Pegelstand ab 14:23 Uhr wieder akkurat erfasst.

TEPCO geht derzeit davon aus, dass es nicht zu Pegelschwankungen kam, da praktisch keine Differenz zu den zuvor gemessenen Werten bestehen. Auch lasse nichts auf eine Beeinflussung des Pegels innerhalb der Gebäude schließen.

Über den Zwischenfall berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.