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Fukushima aktuell: Betonierung im AKW-Hafenbecken ausgeweitet

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Artikelbild - Fukushima-Hafenbetonierung: Mit Schlickzaun gesichertes Trichterrohr am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Hafenbetonierung im Juli 2014 : Mit Schlickzaun gesichertes Trichterrohr am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

TEPCO weitete am AKW Fukushima heute die Maßnahmen zur Betonierung des Meeresbodens über das bisherige Pensum aus. Außerdem wurde eine weitere Verklappung von Grundwasser durchgeführt und die heutigen Fukushima News kündigen auch eine Weiterführung der Brennelemente-Transfers an. Weitere Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 3. September 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO führt Betonierung des Meeresbodens im AKW-Hafen weiter
  • Wiederaufnahme der Brennelementebergung angekündigt
  • Verklappung von Grundwasser durchgeführt

TEPCO führt Betonierung des Meeresbodens im AKW-Hafen weiter: Kraftwerksbetreiber TEPCO begann heute mit der flächigen Ausbringung von Spezialbeton im Hafenbereich des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. Der zu betonierende Meeresboden im Hafen der Kraftwerksanlage hat eine Gesamtfläche von 180.00 Quadratmetern.

Der jetzigen Maßnahme waren bereits andere Schritte vorausgegangen. Nachdem 2012 lediglich einen Teil des Hafens an den Öffnungen unterirdischer Tunnel voll radioaktivem Wasser mit Beton gesichert hatte, war im Juli 2014 damit begonnen worden, einen 50.000 Quadratmeter messenden Teil des Hafenbereichs mit Spezialbeton zu sichern.

Die verbleibenden 130.000 Quadratmeter sollen nun schrittweise ebenfalls mit dem Spezialbeton gesichert werden. Die Betonierungen sollen zweimal durchgeführt werden, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Mit dem Abschluss der ersten Deckschichte wird zum Ende des Fiskaljahres gerechnet.

Ziel der Maßnahme ist es, das radioaktive Material am Meeresboden zu halten und eine Ausbreitung durch Schwebestoffe zu verhindern. Dies stellt jedoch lediglich eine Behelfsmaßnahme dar, denn tatsächlich räumt das Unternehmen bereits jetzt ein, der für die Zukunft geplante Aushub der kontaminierten Bodenschichten mit Baggern werde hierdurch erschwert.

Der Hafen wird für die Lieferung verschweißter Lagertanks durch Schlepper und den Transport von Arbeitsgerät an die Anlage genutzt. Ende Februar war in der Nähe des Kais an dem die Schiffe anlegen eine Belastung von 167.000 Becquerel pro Kilogramm und im Bereich der Hafenausfahrt mit Kontakt zum offenen Meer 2.200 Becquerel an radioaktivem Cäsium nachgewiesen worden. Das berichtet die Asahi Shimbun.

Wiederaufnahme der Brennelementebergung angekündigt: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am heutigen Mittwoch bekannt gab, sind die erforderlichen Inspektionen an Lademaschine und Brückenkran, die zum mehrmonatigen Stopp des Brennelemente-Transfers geführt hatten, nun abgeschlossen.

Die Wiederaufnahme des Transports von Brennelementen aus dem Abklingbecken von Reaktor 4 in Lagerbecken anderer Gebäude auf dem Kraftwerksgelände, soll am morgigen Donnerstag erfolgen.

Verklappung von Grundwasser durchgeführt: TEPCO setzt weiter auf ein Konzept, dessen Erfolg sich erst in einigen Monaten zeigen soll und leitete am heutigen Mittwoch 1.559 Tonnen an Grundwasser in den Pazifischen Ozean ein.

Die Arbeiten verliefen im Zeitraum zwischen 10:00 Uhr und 16:23 Uhr. Nach Angaben des Betreibers gab es keine Schwierigkeiten oder Zwischenfälle.

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