Start Aktuelles Fukushima aktuell: Betonierungsarbeiten im AKW-Hafen angelaufen

Fukushima aktuell: Betonierungsarbeiten im AKW-Hafen angelaufen

2508
0
TEILEN
Artikelbild - Schritte der Hafenbetonierung - Aushärtungsmittel, Barge für Sand, Zementsiloschiff und das Kranschiff mit Arbeitsbereich am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Arbeitsschritte der Hafenbetonierung: Mischung des Aushärtungsmittels, Barge für Sand, Zementsiloschiff und das Kranschiff mit Arbeitsbereich am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

TEPCO läutet das Wochenende am AKW Fukushima heute mit einem Bericht über Kranarbeiten im Hafenbereich ein. Doch neben den Fukushima News zu den Hintergründe der Fukushima-Katastrophe, gibt es auch Meldungen über ein AKW mit Neustartaussichten. Die Details nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Juli 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Arbeitsbeginn zur Meeresbodenbetonierung im AKW-Hafen
  • Stromausfall der Fukushima-Katastrophe durch Tsunami
  • AKW Takahama zweiter Neustartkandidat

Arbeitsbeginn zur Meeresbodenbetonierung im AKW-Hafen: Der Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlicht heute einen Bericht, in dem Ziele und Vorgehen zum Betonierungsprojekt innerhalb der Hafenanlage des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi behandelt werden.

AKW-Hafenbetonierung: Arbeitsbereich mit Trichterrohr und Absicherung durch Schlickzaun am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
AKW-Hafenbetonierung: Arbeitsbereich mit Trichterrohr und Absicherung durch Schlickzaun am 17. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Demnach will das Unternehmen im Zeitraum eines Jahres insgesamt 180.000 Quadratmeter Fläche vollständig betonieren. Ziel der Maßnahme ist es, die Verbreitung radioaktiven Materials aus den kontaminierten Schichten des dortigen Meeresbodens zu verhindern. Am gestrigen Donnerstag wurde um 13:30 Uhr mit den ersten Arbeiten begonnen.

Das für die Betonierung notwendige Material und die Mischung, wie etwa Sand und Bentonit-Stützflüssigkeit, werden über den Hafen Onahama und das Kernkraftwerk Fukushima Daini an das Ziel gebracht. Somit werden die Arbeitsschritte wie bei einer Eimerkette weitergereicht. Die Mischung wird mit einem Trichterrohr auf der Fläche ausgebracht und  gleichmäßig verteilt.

Dabei sichert ein Schlickzaun den jeweiligen Arbeitsbereich, so dass es nicht zur unkontrollierten Verbreitung kommt.

Die Ausbringung von Beton war bereits im Februar 2012 geplant worden, jedoch weniger umfangreich und die genutzte Betonmischung hatte sich als nicht optimal erwiesen. Im Januar 2014 wurden Arbeiten begonnen, einen Teil des Hafens durch Aufschüttung mit Bruchstein und Betonierung zu sichern.

Stromausfall der Fukushima-Katastrophe durch Tsunami: In einem heute vorgelegten Zwischenbericht kommt die Atomaufsichtsbehörde NRA zu dem Schluss, dass der Stromausfall, der im März 2011 zum Versagen der Reaktorkühlungen und den Kernschmelzen geführt hatte, auf den Tsunami zurückzuführen ist.

Foto des Tsunami am AKW Fukushima am 11.03.2011 Foto: Tepco
Tsunami am AKW Fukushima am 11. März 2011 (Foto: TEPCO)

Damit bestreitet die NRA die Vermutung des parlamentarischen Fukushima-Untersuchungsausschusses, möglicherweise hätte bereits das Tohoku-Großbeben die entscheidenen Schäden verursachen können. Ursächlich sei der Schaden durch die Wassermassen des Tsunami auf dem Kraftwerksgelände gewesen, der die Notstromversorgung verhindert habe.

Bereits zuvor waren Untersuchungsberichte verschiedener Instanzen – eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, einer Regierungsuntersuchung, des Kraftwerksbetreibers TEPCO, sowie durch Unternehmen des Privatsektors erfolgt. Das berichtete die Kyodo.

AKW Takahma zweiter Neustartkandidat: Wie Shunichi Tanaka, Vorsitzender der Atomaufsichtsbehörde NRA, auf einer Pressekonferenz Mitte der Woche bekannt gegeben hatte, könnten zwei Reaktoren des AKW Takahama (Präf. Fukui) die nächsten Anlagen sein, die den Sicherheits-Check erfolgreich abschließen werden.

Im Fall des AKW Takahama sind nach Angaben von Tanka fast alle Punkte geklärt, so dass die Sicherheitsprüfungen in absehbarer Zukunft abgeschlossen werden könnten. Es sei damit zu rechnen, dass es sich bei der Anlage des Betreibers Kyushu Electric um das zweite Kernkraftwerk mit abgeschlossener Sicherheitsprüfung handeln werde.

Auch an weiteren Anlagen, wie etwa dem AKW Genkai (Präf. Saga), habe es ebenfalls deutliche Fortschritte gegeben. Am Kernkraftwerk in Genkai werden derzeit die Reaktoren 3 und 4 auf ihre Sicherheit geprüft. Das berichtete die jiji.

Zuvor hatte die NRA bereits erklärt, die Sicherheitsprüfung für zwei Reaktoren des AKW Sendai sei positiv verlaufen. Diese Einschätzung hatte der Behörde viel Kritik eingebracht, da sie als ein wichtiger Schritt zum Neustart der dortigen Reaktoren 1 und 2 angesehen werden. Skeptiker sehen noch nicht alle Sicherheitsbedenken gänzlich ausgeräumt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here