Fukushima aktuell: Brand an Raupenkran

Fukushima aktuell: Brand an Raupenkran

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Artikelbild - AKW Fukushima: Raupenkran nach Brandfall am 20. Juli 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Raupenkran nach Brandfall am 20. Juli 2015 (Foto: TEPCO)

Nicht nur, dass mehrere Wasserproben massive Anstiege aufweisen – ein Brand beschäftigte den Betreiber des AKW Fukushima heute ebenfalls. Details der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Juli 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Brand von Raupenkran an der Abfallentsorgungsanlage
  • Zehnfacher Strahlungsanstieg an einem Messposten
  • Hoher Strontiumwert im Hafenwasser
  • Ursachenforschung zum Pumpenleck der Entsalzungsanlage
  • Tritiumwerte an Grundwasserpumpe 10 normalisiert

Brand von Raupenkran am der Abfallentsorgungsanlage: Am heutigen Montag entdeckten Angestellte gegen 9:30 Uhr an der Müllverbrennungsanlage auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi, dass es an einem dort positionierten Raupenkran zu einem Brand gekommen war.

Es wurden umgehend Löschmaßnahmen eingeleitet und gegen 9:35 Uhr habe man das Ende des Feuers melden können.

Dennoch habe man um 9:51 Uhr den Zwischenfall bei der Feuerwehr gemeldet. Die Feuerwehr von Namie bestätigte um 11:22 Uhr die erfolgreiche Brandlöschung.

AKW Fukushima: Brandspuren am Kran, 20. Juli 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Brandspuren am Kran, 20. Juli 2015 (Foto: TEPCO)

Man habe kein Ölleck, oder leicht entflammbares Material dort entdeckt. Die genauen Umstände werden noch untersucht.

Nach Angaben von TEPCO kam es an keiner der sonstigen Anlagen auf dem Gelände zu Schwierigkeiten – Reaktordaten und Strahlungswerte wiesen keine Abweichungen auf.

Zehnfacher Strahlungsanstieg an einem Messposten: In einer Probe vom Grundwassermessposten E-1, im Lagertankbereich H4, die am vergangenen Freitag entnommen worden war, konnte eine Betastrahlerkonzentration von 36.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen werden.

Im Vergleich zu dem, nur zwei Tage zuvor festgestellten Wert von 2.200 Becquerel, handelt es sich um einen Anstieg um mehr als das Zehnfache.

Nach Angaben von TEPCO sind derartige Anstiege im Zusammenhang mit Regenfällen nicht ungewöhnlich. Weitere Abweichungen konnten nicht festgestellt werden.

Hoher Strontiumwert im Hafenwasser: Nach mehr als einem Monat legte TEPCO am Freitag nun Zahlen zur Strontiumbelastung des Meerwassers im Hafenbereich vor und muss dabei extrem hohe Werte einräumen.

Die am 1. Juni zwischen den Wasserläufen für die Reaktoren 3 und 4, sowie an Reaktor 4 entnommenen Proben wiesen eine Strontiumkonzentration von 1.500 Becquerel pro Kubikmeter auf. Dies meldete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Nachdem der letzte Höchstwert vom 4. Mai bei 1.000 Becquerel gelegen hatte, stellen die aktuellen Zahlen einen neuen Rekordwert dar.

Ursachenforschung zum Pumpenleck der Entsalzungsanlage: Nach dem jüngsten Austritt von kontaminiertem Wasser an einer Entsalzungsanlage, gab der Kraftwerksbetreiber TEPCO am Wochenende die mögliche Ursache bekannt.

AKW Fukushima: Feiner Riss am Verbindungsstück der Hochdruckpumpe am 17.  Juli 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Feiner Riss am Verbindungsstück der Hochdruckpumpe am 17. Juli 2015 (Foto: TEPCO)

Nach Einschätzung des Unternehmens ist das Leck auf Bolzen zurückzuführen, die sich durch die Vibrationen der Hochdruckpumpe gelockert hätten.

Zudem kam es dann zu einem Riss am Verbindungsstück der Pumpe.

Da eine sorgfältige Kontrolle keine weiteren Störungen ergab, wurde die Anlage um 19:35 Uhr wieder in Betrieb genommen.

Tritiumwerte an Grundwasserpumpe 10 normalisiert: Am Sonntag meldete TEPCO, dass die hohen Strahlungswerte an Pumpe 10 der Grundwasserumleitung offenbar zurückgehen.

Am vergangenen Donnerstag berichteten wir bereits, dass die am 30. Juni wegen einer Grenzwertüberschreitung gestoppte Pumpe, einen Anstieg auf 2.000 Becquerel pro Liter aufwies.

Wurden in einer Wasserprobe vom Freitag noch 1.900 Becquerel pro Liter nachgewiesen, konnte am Wochenende eine Normalisierung der Werte gemeldet werden, so dass ein erneuter Betrieb möglich wurde.

Weder an Pumpe 10, noch an anderen Vorrichtungen habe es technische Probleme gegeben. Man beobachte die Entwicklung weiterhin, erklärte Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Die Pumpen gehören zu einem System, das aus den Bergen kommendes Grundwasser in Tanks umleitet, um es nach einer bestandenen Analyse in den Pazifik zu verklappen.

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