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Fukushima aktuell: Brand an Straßenseiten der Sperrzone

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Artikelbild - AKW Fukushima: Straße an der sich die Brände ereigneten (Foto: TEPCO)
Artikelbild - AKW Fukushima: Straße an der sich die Brände ereigneten (Foto: TEPCO)

Vom Wochenende berichtet der Betreiber des AKW Fukushima heute mehrere Zwischenfälle, doch neben den Fukushima News gibt es aus Japan aktuell auch durchaus positives zu hören. Die einzelnen Meldungen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. März 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Brand an Straßenseiten der Sperrzone
  • Fehltransfer führt zu Leck durch Leitungsrisse
  • Modellprojekt zum Austritt geschmolzener Brennelemente aus Druckbehälter
  • Frühjahrsblüten in Japan

Brand an Straßenseiten der Sperrzone: Am Samstag entdeckte der Fahrer eines Busses gegen 11:35 Uhr im Gebiet einer Straße durch das Sperrgebiet einen Brand.

Bei dem Feuer brannten auf beiden Seiten der Straße getrocknete Gräser. Die betroffenen Flächen hatten die Maße von  2 x 10 Meter (Richtung Nordwesten) und 2 x 15 Meter (Richtung Südosten).

AKW Fukushima: Brandstelle am Straßenrand, 21. März 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Brandstelle am Straßenrand, 21. März 2015 (Foto: TEPCO)

Nach Angaben des Kraftwerksbetreiber TEPCO und der Feuerwehr Futaba, gab es bei dem Zwischenfall keine Verletzten und auch ein Strahlungsanstieg wurde nicht festgestellt. Die Konzentration in der Umgebungsluft des Brands lag bei 10 Mikrosievert pro Stunde und im aufgewirbelten Staub lag sie unter dem Nachweiswert.

Eine Untersuchung vor Ort zeigte, das eine Leitung und Kabel im Brandgebiet verliefen. Kabel für die Webcam-Überwachung der Reaktoren 5 und 6, sowie eines Kontrollpostens zum erdbebensicheren Hauptverwaltungsgebäude wurden dabei offenbar nicht beschädigt.

An der Leitung, die in Verbindung mit einer Verarbeitungsanlage für Regenwasser steht, wurde dagegen ein Leck festgestellt. Eine erste Sicherung wurde durch die Abdichtung mit Vinylband erreicht, so dass der Wasseraustritt stoppte.

Die Ursache für den Zwischenfall wird untersucht. Nach ersten Untersuchungen wird jedoch ein Zusammenhang mit herabgefallenen Trümmern von einem Fahrzeug vermutet.

Fehltransfer führt zu Leck durch Leitungsrisse: Am Samstag meldete Kraftwerksbetreiber TEPCO einen Zwischenfall, der sich vergangene Woche auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi ereignet hatte.

Bei einem irrtümlichen Transfer von Regenwasser zwischen zwei Tanks, kam es zu vier Zentimeter langen Rissen an einer Druckleitung, das zum Austritt von zehn Tonnen Wasser führte.

Die Leitung, an der die Angestellten eines Partnerunternehmens die Schäden festgestellt hatten, wurde im Normallfal nicht genutzt und daher gab es offenbar vor der jetzigen Nutzung auch keine Inspektion.

Ursprünglich sollte durch die Maßnahme lediglich der Wasserstand hinter der Barriere um einen Tank angepasst werden. Über den Zwischenfall berichteten Präfekturmedien.

Modellprojekt zum Austritt geschmolzener Brennelemente aus Druckbehälter: Um zu ermitteln, ob und auf welche Weise es bei der Fukushima-Katastrophe zu Schäden an der Leitung zum Druckbehälter kam, will man an einem Modell im Originalmaßstab Versuche durchführen.

Dabei geht es auch darum, dass eine beschädigte Leitung auch ein Weg für die geschmolzenen Brennelemente gewesen sein könnte. Durch die Experimente soll ermittelt werden, welchem Muster diese Schäden erfolgen und eine bessere Einschätzung der ausgetretenen Menge ermöglichst werden.

Das Projekt wurde bei einem Treffen der japanischen Atomenergiegesellschaft (AESJ) in der Stadt Hitachi (Präf. Ibaraki) vorgestellt. Über den Modellversuch berichteten Präfekturmedien am Sonntag.

Frühjahrsblüten in Japan: Am Samstag meldete die Wetterbehörde aus der Stadt Kagoshima die erste Kirschblütensichtung dieses Jahres.

Pflaumenblüte in Tokyo, März 2015 (Foto: Copyright by KJ)
Pflaumenblüte in Tokyo, März 2015 (Foto: Copyright by KJ)

Damit liegt der Termin fünf Tage früher als der Durchschnitt und lediglich einen Tag später als bei der Blüte im vergangenen Jahr. Mit der vollen Kirschblüte werde dort innerhalb von sieben bis zehn Tagen gerechnet.

Unterdessen konnten sich die Bewohner des Großraums Tokyo noch an der Pflaumenblüte erfreuen, die sich an einigen Stellen zeigte, bevor heute auch aus der japanischen Hauptstadt offizielle Kirschblütensichtungen vom Yasukuni-Schrein erfolgten.

Hier trafen die Kirschblüten zwei Tage früher ein, als noch im vergangenen Jahr. Über die Sichtungen berichteten mehrere Medien, darunter die NHK.

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