Fukushima aktuell: Brennelemente-Bergung an Reaktor 3 verzögert sich

Fukushima aktuell: Brennelemente-Bergung an Reaktor 3 verzögert sich

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Blick in das Abklingbecken am 16. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Blick in das Abklingbecken am 16. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)

Während die Kameramission erfolgreich verlief und weitere Erfolge verspricht, muss man am AKW Fukushima heute die erneute Verzögerung lang geplanter Arbeiten in Kauf nehmen.

Die Fukushima News mit den aktuellen Hintergründen gibt es nun wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Januar 2017.

Unsere Themen zum Wochenende im Überblick:

  • Deutliche Verzögerung bei Brennelemente-Bergung
  • Informationen zu den Kameraufnahmen aus Reaktor 2
Deutliche Verzögerung bei Brennelemente-Bergung

Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auf einer gestrigen Pressekonferenz über den leitenden Verantwortlichen für die Stilllegung, Naohiro Masuda, mitteilen ließ, wird sich die geplante Bergung von Brennelementen aus einem Abklingbecken verzögern.

Nach Unternehmensangaben verschieben sich die Bergungsarbeiten für Reaktor 3 bis Ende 2018 nach hinten. Da der Beginn der Arbeiten ursprünglich für Ende März vorgesehen war, ist dies eine Verzögerung von etwa einem halben Jahr.

Bereits die Anbringung des Schutzmantels um den Reaktor war erst in diesem Monat und damit neun Monate nach dem ursprünglichen Termin begonnen worden.

Als Ursache gab Masuda die Sicherheitspolitik des Unternehmens an. Man müsse zunächst das Bergungsgerät anbringen und dann den Schutzmantel darum montieren, um die Strahlungsbelastung so weit wie möglich zu reduzieren. Sicherheit stehe an erster Stelle.

Man hoffe jedoch, durch die Ausarbeitung effizienterer Arbeitsvorgänge, die Entfernung der 566 Brennelemente dennoch so bald wie eben möglich durchführen zu können. Über die Verzögerung berichteten die NHK und Präfekturmedien.

Informationen zu den Kameraufnahmen aus Reaktor 2

Erste Aufnahmen vom gestrigen Einsatz einer Kamera in Reaktor 2 werden nun auch in den japanischen Medien veröffentlicht und mit Kommentaren begleitet.

So zeigen die Aufnahmen beispielsweise eine schwarze Substanz an der Oberfläche von Schienen, bei der es sich vermutlich um Rost handelt. Die Schienen sollen später als Wegstrecke für einen Roboter dienen.

Die 8,5 Meter lange Stange mit der Kamera wies zwar keine Hindernisse nach – in einem Bereich am Sockel trat jedoch Dampf aus, so dass der Zustand in diesem Bereich nicht bestimmt werden konnte.

Daher ist für den 30. Januar ein weiterer Einsatz geplant. Dann soll eine längere Teleskopstange zum Einsatz kommen um zu prüfen, ob auch am Sockel des Sicherheitsbehälters der Weg frei ist. Das berichteten Präfekturmedien.

Der Skorpionroboter soll dann im kommenden Monat eingesetzt werden, um auf seinem Weg durch den Sicherheitsbehälter Strahlungsdaten zu erfassen und Aufnahmen zu machen. TEPCO hofft insbesondere auf Aufnahmen geschmolzener Brennelemente.

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