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Fukushima aktuell: Brennelemente bleiben Thema für TEPCO

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Artikelbild: Herablassen der Brennelemente in Gemeinschaftsbecken am 22. November 2013 (Foto: TEPCO)
Herablassen der Brennelemente in Halterungen des Gemeinschaftsbeckens am 22. November 2013 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute auch Ereignisse, die sich während des Wochenendes ereigneten und diese Berichte zeigen, dass sowohl Optimismus, als auch Vorsicht beim Umgang mit Brennelementen angemessen sind. Die Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. Dezember 2014.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Probleme an Brennelemente-Maschine von Reaktor 5
  • Fortschritte bei Bergungserfolgen dauern an
  • Zwischenlagerung vor Lagerbau denkbar

Probleme an Brennelemente-Maschine von Reaktor 5: Wie TEPCO jetzt mittelte, wurde zunächst am vergangenen Donnerstag beim Bewegen des Führungsmasts der Brennelemente-Lademaschine ein Alarm ausgelöst, der auf einen niedrigen pneumatischen Druck an dem Gerät hinwies. Ausreichender Druck ist jedoch für die Bewegung des Greifarms notwendig.

Nach Unternehmensangaben wurde bei einem Kontrollversuch am Samstag das Problem erneut festgestellt. Demnach war es nicht möglich, das Gerät korrekt zu bedienen. TEPCO kündigte an, die Störung der Ladevorrichtung untersuchen und die Ursache ermitteln zu wollen.

Derzeit werden an Reaktor 5 keine Brennelemente durch den Kran transportiert, so dass keine Auffälligkeiten auftraten. Über das Problem berichtete der Kraftwerksbetreiber. Die Reaktoren 5 und 6 waren zum Zeitpunkt der Tohoku-Katastrophen vom 11. März 2011 aufgrund von Standardinspektionen heruntergefahren, so dass es dort nicht zur Kernschmelze kam und lediglich bauliche Schäden auftraten.

Serie von Bergungserfolgen dauert an: Am heutigen Montag veröffentlichte der Kraftwerksbetreiber TEPCO aktuelle Zahlen zur Bergung ungenutzter Brennelemente.

Nachdem am 5. November die Bergung abgebrannter Brennelemente abgeschlossen werden konnte, lief der Transfer ungenutzer Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktor 4.

Dem aktuellen Stand zufolge sind somit 132 von 202 dieser Brennelemente erfolgreich geborgen. Als Ergebnis der Bergungsmaßnahmen verbleiben nur noch 70 der ungenutzten Brennelemente im Abklingbecken.

Aufgrund der jetzigen Fortschritte, scheint das Ziel des Betreibers, bis Jahresende eine vollständige Räumung des Abklingbeckens von Reaktor 4 und den Transfer in andere Lagerbecken zu erreichen, erneut einen Schritt näher gekommen zu sein.

Zwischenlagerung vor Lagerbau denkbar:  Möglicherweise könnte die japanische Regierung kontaminiertes Erdreich bereits auf manchen Grundstücken lagern, bevor überhaupt ein Kaufvertrag vorhanden, und das Zwischenlager vollständig errichtet ist.

Demnach hätten die Behörden bereits Ende November in informellen Gesprächen ein stillschweigendes Einverständnis einiger Grundstücksunternehmen erreicht, so dass belastetes Erdreich schon im Voraus zunächst kostenlos auf zwei Industriekomplexe auf dem Gelände des späteren Lagers gebracht werden kann. Die Grundstücke werde man dann im Nachhinein erwerben.

Neben den Eigentümern wurden auch Unternehmen, die sich voraussichtlich für Aufträge zum Wiederaufbau der Infrastruktur bewerben werden, um Unterstützung der vorgezogenen Transporte gebeten.

Grund für die unbürokratische Lösung sind Schwierigkeiten, die evakuierten Eigentümer aller Grundstücken ausfindig zu machen und diese zu überzeugen, wobei der abgeschlossene Grundsückserwerb bislang als Voraussetzung für die Einlagerung galt.

Sobald das 16 Quadratkilometer messende Lager auf den Gebieten der Ortschaften Okuma und Futaba fertiggestellt ist, sollen von den bislang 50.000 provisorischen Standorten in der Präfektur, die Gesamtmenge von etwa 25 Millionen Kubikmetern dort eingelagert werden. Das berichtet die Yomiuri Shimbun unter Berufung auf das Umweltministerium und weitere Quellen.

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