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Fukushima aktuell: Brennelemente trotz Reaktor-Scan nicht lokalisierbar

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Artikelbild: Myonen-Scan von Reaktor 1, veröffentlicht am 19. März 2015 (Foto: TEPCO/IRID)
Myonen-Scan von Reaktor 1, veröffentlicht am 19. März 2015 (Foto: TEPCO/IRID)

TEPCO veröffentlicht vom AKW Fukushima heute Aufnahmen, die bei der Lokalisierung von Brennelementen gemacht wurden. Die ersten Erkenntnisse, die für künftige Arbeiten nicht vorteilhaft sind, jetzt als Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. März 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Durchleuchtung von Reaktor 1 ergibt keinen Hinweis auf Brennelemente

Durchleuchtung von Reaktor 1 ergibt keinen Hinweis auf Brennelemente: Aufnahmen des Sicherheitsbehälters von Reaktor 1 am AKW Fukushima Daiichi, ergaben keine Hinweise auf den Verbleib der geschmolzenen Brennelemente.

Diese Entdeckung bedeutet, dass eine Bergung und die damit verbundene Stilllegung des Reaktors sehr schwierig werden wird.

Seit Februar werden Reaktor-Scans mit Elementarteilchen (Myonen) durchgeführt, um die zusammengeschmolzene Masse (Corium) im Reaktorkern lokalisieren zu können.

Darstellung des Myonen-Scans, veröffentlicht am 19. März 2015 (Foto: TEPCO/IRID)
Darstellung des Myonen-Scans, veröffentlicht am 19. März 2015 (Foto: TEPCO/IRID)

Bei der Maßnahmen handelt es sich um ein Projekt der „High Energy Accelerator Research Organization (KEK)„, in Zusammenarbeit mit weiteren Experten.

Bei der Lokalisierung wird der Weg von subatomaren Partikeln, die aus dem Weltall auf die Erde treffen untersucht, da diese lediglich durch Material mit hoher Dichte, wie etwa Uran, abgelenkt werden.

Der fehlende Nachweis von Brennelementen im eigentlichen Reaktorkern, stützt die Ergebnisse einer Computersimulation, bei der berechnet worden war, dass das geschmolzene Material durch Schäden in den Sicherheitsbehälter gelangt sei.

Lediglich in einem Lagerbecken neben dem eigentlichen Reaktor habe man Brennelemente lokalisieren können.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler bestätigt der Myonen-Scan, dass die zusammengeschmolzene Masse nun deutlich tiefer liege und vom Scan nicht mehr erfasst werde.

Die vom Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichten Aufnahmen, wurden vom Internationalen Forschungsinstitut für die Stilllegung von Kernkraftanlagen (IRID) zur Verfügung gestellt. Über die Entdeckung berichtete neben dem Unternehmen auch die NHK.

TEPCO hatte nach der erfolgreichen Bergung der Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktor 4 seine Aufmerksamkeit und Stilllegungsbemühungen, auf die Untersuchung der anderen Reaktoren verlagert. Reaktor 1 soll dabei das nächste Untersuchungsobjekt werden.

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