Start Aktuelles Fukushima aktuell: Corium-Proben sollen 2019 entnommen werden

Fukushima aktuell: Corium-Proben sollen 2019 entnommen werden

Material aus Fukushima-Reaktor soll Hilfestellung bei Bergungsplanung bieten

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 2: Möglicher Coriumfund am 30. Januar 2017 (Foto; TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Möglicher Coriumfund am 30. Januar 2017 (Foto; TEPCO)

Mit einer Meldung über künftige Vorbereitungen für die Bergung geschmolzener Brennelemente, sorgt der Betreiber des AKW Fukushima heute für Schlagzeilen.

Einzelheiten und Hintergründe zu den aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. Juli 2018.

Probenentnahme aus Fukushima-Reaktor für 2019 geplant

Wie der Betreiber der beiden Kernkraftwerke in der Präfektur Fukushima heute bekannt gab, ist für das Fiskaljahr 2019 eine doppelte Mission an den Reaktor 1 und 2 geplant, die von Bedeutung für die künftige Bergung von geschmolzenen Brennelementen sein soll.

Im Rahmen eines Einsatzes von ferngesteuertem Arbeitsgerät sollen kleine Proben an Trümmern und Ablagerungen aus Reaktor 2 entnommen werden, um sie im Labor der Japanische Atomenergiebehörde JAEA in der Präfektur Ibaraki analysieren zu lassen.

Bereits im Herbst diesen Jahres sollen erste Tests anlaufen, bei denen nicht nur Bildaufnahmen gemacht, sondern durch einen ferngelenkten Arm die Trümmer auch abgetastet werden sollen – jedoch vorerst ohne diese zu entfernen.

Erst ab Beginn des neuen Fiskaljahrs, das im April 2019 beginnt, will man tatsächlich versuchen, die kleinen Proben von dort zu gewinnen.

Ziel ist es, durch die genaue Analyse weitere Informationen über Härte und Konsistenz zu erhalten, um geeignetes Werkzeug für die künftige Bergung und Einlagerung der geschmolzenen Masse und anderer Objekte entwickeln zu können.

Geht es nach den Plänen der Betreiberfirma TEPCO soll mit den ersten echten Bergungsansätzen bereits 2021 begonnen werden. Nachdem im Januar eine Kameramission in Reaktor 2 durchgeführt wurde, könnte dieser das erste Ziel sein.

Unterdessen ist auch eine erneute Untersuchung von Reaktor 1 geplant, da eine erste Untersuchung im März vergangenen Jahres keine Hinweise auf Corium in Reaktor 1 ergeben hatte. Nun hofft man, erfolgreicher zu sein.

Es wird erwartet, dass TEPCO in Kürze einen entsprechenden Antrag und die Pläne für die Untersuchungen in beiden Reaktoren bei der Atomaufsichtsbehörde NRA einreichen wird. Über das Projekt berichteten Mainichi Shimbun und Präfekturmedien.