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Fukushima aktuell: Dekontamination am J-Village angelaufen

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Artikelbild: Zugangssperre am J-Village (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Zugangssperre am J-Village in Naraha (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Das Umweltministerium hat mit seinem ehrgeizigen Dekontaminationsplan begonnen. Unterdessen werden vom AKW Fukushima heute Probleme bei einem geplanten Robotereinsatz gemeldet. Weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 14. Juli 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Dekontamination am J-Village angelaufen
  • Einsatz von Skorpionroboter auf September verschoben
  • Filternder Beton gegen Cäsium entwickelt
  • Hitzerekorde auch in Präfektur Fukushima

Dekontamination am J-Village angelaufen: Nachdem am vergangen Freitag mit dem Antransport wichtigen Arbeitsmaterials begonnen wurde, liefen am gestrigen Montag die Dekontaminationsarbeiten im J-Village an.

Geht es nach den Plänen des Umweltministeriums sollen bis März 2016 zunächst 6,9 der insgesamt etwa 50 Hektar umfassenden Fläche auf dem Gebiet der Gemeinden Naraha und Hirono dekontaminiert werden.

Bis März 2017 sollen dann sowohl die Unterkünfte der AKW-Arbeiter, als auch die Einrichtungen für den Wiederaufbau von zehn der insgesamt 12 Fußballfelder umverlegt werden.

Nach einer Dekontamination sollen die Sportfelder zum Teil bereits wieder im Sommer 2018 freigegeben werden können.

Die Präfektur Fukushima strebt eine vollständige Freigabe für den April 2019 an, so dass die Athleten der Olympischen Spiele 2020 dort leben und trainieren können.

1997 ursprünglich als Fußball-Trainingszentrum errichtet, diente das J-Village seit der AKW-Katastrophe der Unterbringung von Kraftwerksarbeitern.

Diese werden von dort täglich zum Arbeitseinsatz am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gefahren. Das Gelände liegt etwa 20 Kilometer vom Kraftwerk entfernt.

Pläne, das J-Village wieder zu einer Sportanlage zu machen gibt es bereits seit einigen Jahren. Über den Beginn der Arbeiten berichteten Mainichi Shimbun, NHK und Präfekturmedien.

Einsatz von Skorpionroboter auf September verschoben: Der für August geplante Einsatz eines Skorpion-Roboters an Reaktor 2 wird um einen Monat verschoben. Das gab der Kraftwerksbetreiber TEPCO bekannt.

Grund für die Verzögerung sind Probleme bei der Entfernung von Hindernissen an der Durchgangsbohrung des Behälters.

Die Öffnung ist durch  Betonblöcke abgesichert, um Strahlung abzuschirmen. Zwar habe das Unternehmen 128 der 135 Blöcke entfernen können, doch die sieben untersten konnten noch nicht entfernt werden.

Man geht nun davon aus, dass Rost an der Oberfläche der dazu gehörigen Metallplatte die Bewegung der Hindernisse blockiere. Die feuchtheißen Bedingungen seit der Reaktorkatastrophe hätten zu diesen Umständen beigetragen.

Ziel des Robotereinsatzes ist es, einen Blick auf die geschmolzenen Brennelemente und die Schäden im Inneren des Sicherheitsbehälters werfen zu können.

Über die ungeplante Verzögerung bei der Untersuchung des Inneren von Reaktor 2 berichteten Präfekturmedien.

Filternder Beton gegen Cäsium entwickelt: Ein Team von Wissenschaftlern der Fakultät für Industrielle Natur- und Ingenieurwissenschaften an der Kinki-Universität, hat ein neuartiges Material entwickelt, dass bei der Dekontamination hilfreich sein könnte.

Die Experten unter Leitung von Tsuyoshi Arakawa entwickelten aus Beton, Aluminiumfelgen für Autos und dem Zusatz von Nickel ein Material, dass radioaktives Cäsium erfolgreich aufnimmt und einschließt.

Der Gedanke hinter der Entwicklung war die Schaffung eines Filtermittels, das leicht zu transportieren ist und auch maschinell gehandhabt werden kann, was die Gefahr für Arbeiter verringert.

Über die Entwicklung der Wissenschaftler berichteten lokale Medien.

Hitzerekorde auch in Präfektur Fukushima: Die derzeitige Hitzewelle in Japan trifft auch die Präfektur Fukushima und führt zu nationalen Hitzerekorden.

So wurde in der Stadt Tatebayashi (Präf. Gunma) eine Temperatur von 39,3 Grad Celsius gemessen.

Mit der Stadt Date und Temperaturen von 39,1 Grad Celsius, wurde in der Präfektur Fukushima der zweithöchste Stand gemessen.

Schließlich kommt die Stadt Fukushima mit 39 Grad Celsius auf Platz drei der diesjährigen landesweiten Hitzerekorde.

Mit einem Sinken der Temperaturen wird erst am Donnerstag mit Eintreffen des Taifuns Nangka gerechnet. Über die Folgen des heißen Wetters berichteten Kyodo, Mainichi Shimbun und jiji, sowie Präfekturmedien.

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