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Fukushima aktuell: Dekontaminationsarbeiter wappnen sich für Taifun Lionrock

Radioaktive Kontamination der Umwelt soll vermieden werden

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Artikelbild - Taifun-Sicherheitsmaßnahme: Eingeholter Kran am 29. August 2016 (Foto: TEPCO)
Taifun-Sicherheitsmaßnahme am AKW Fukushima: Eingeholter Kran am 29. August 2016 (Foto: TEPCO)

Der Taifun Lionrock erreichte neben der Präfektur Fukushima heute auch weitere Teile der Region Tohoku und führte dort zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Schäden.

Unterdessen hofft man, eine Umweltverschmutzung durch kontaminierte Abfälle und radioaktives Wasser vermeiden zu können. Doch selbst positive Fukushima News stehen unter dem Einfluss des heftigen Sturms.

Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. August 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Dekontaminationsarbeiter wappnen sich für Taifun Lionrock
  • Taifun Lionrock macht Landgang
  • Testfang für weitere Fischarten genehmigt
Dekontaminationsarbeiter wappnen sich für Taifun Lionrock

Während gestern zunächst über  Taifun-Sicherungsmaßnahmen am AKW Fukushima Daiichi berichtet wurde, gab es später auch Informationen über die Schritte zum Schutz der Dekontaminationsmaßnahmen in der Präfektur.

In der Vergangenheit hatte ein Unwetter in Iitate 400 Säcke mit kontaminierter Erde fortgespült und nicht alle wurden geborgen, da sie zum Teil aufgerissen waren.

Damit sich solche Zwischenfälle nicht wiederholen, wies das Umweltministerium gestern die örtlichen Behörden an, durch Abdeckung mit Kunststoffplanen und Fixierung mit Seilen entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Alle sonstigen Arbeiten wurden heute ausgesetzt und die Arbeitskräfte stattdessen mit der Beobachtung der Lagerstätten in Fukushima beauftragt.

Taifun Lionrock macht Landgang

Am Abend erreichte Lionrock dann die japanischen Inseln. Es ist das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, dass ein Taifun die Region Tohoku direkt trifft. Um 19:00 Uhr (Ortszeit) wurde er zu einem schweren Tropensturm herabgestuft.

In der Präfektur Fukushima wurde für die Gemeinden Minamisoma, Iwaki und Kawamata Evakuierungsvorbereitungen empfohlen. Für weitere zehn Gemeinden gab es Warnungen vor Erdrutschen.

Vorsorglich waren 623 Schulen geschlossen worden, Darunter neben Hoch- und Grundschulen auch Förderschulen. Es handelt sich um die bislang größte Maßnahme dieser Art in der Präfektur. Einige boten dagegen weiterhin Unterricht an.

Der Verkehr von Fähren und Zügen, sowie der Flugverkehr sind praktisch eingestellt.

In der Nachbarpräfekturen Iwate und Miyagi, sowie Aomori wurden nach Angaben von Präfekturmedien, 170.000 Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. Von dort gibt es Berichte über einen Erdrutsch auf eine Straße, Gebäudeschäden und eine Verletzung.

Vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi sind bislang keine Störungen bekannt. Wie der Kraftwerksbetreiber am Vormittag mitteilte, habe man noch keinen Anstieg des Grundwasserpegels festgestellt.

Testfang für weitere Fischarten genehmigt

Die zuvor angekündigte Freigabe weiterer Fischsorten für den Testfang wurde bei einem gestrigen Treffen in der Stadt Iwaki nun auch offiziell bestätigt.

Allerdings dürfte sich der Start der Maßnahme aufgrund des schweren Taifuns Lionrock um einen oder zwei Tage verzögern. Ursprünglich war der 1. September als Termin vorgesehen.

An den Fangaktionen sollen insgesamt 23 Schiffe der Fischereikooperative Soma-Futaba teilnehmen. Neben der Flunder gehören auch eine Aalsorte und gepunkteter Heilbutt zu den Arten, die nun für den Testfang zugelassen sind.

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