Start Aktuelles Fukushima aktuell: Demontage riskanter Bolzentanks macht Fortschritte

Fukushima aktuell: Demontage riskanter Bolzentanks macht Fortschritte

Risiko radioaktiver Wasserlecks sinkt durch die Maßnahme

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Artikelbild - AKW Fukushima: Bolzentanks aus Lagertankbereich H4 demontiert, 26. Mai 2017 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Bolzentanks im Lagertankbereich H4 demontiert, 26. Mai 2017 (Foto: Copyright by TEPCO)

Langfristige Berichterstattung zahlt sich aus – das zeigen Berichte vom AKW Fukushima heute wieder einmal deutlich. So lassen regelmäßige Fukushima News die Entwicklung der Maßnahmen umfassender nachvollziehen, als durch einzelne Sensationsmeldungen.

Worum es sich bei den aus Japan aktuell gemeldeten Fällen handelt, erfährt man nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Mai 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Demontage leckgefährdeter Bolzentanks am AKW Fukushima
  • Mögliche Spuren geschmolzener Brennelemente in Reaktorwasser
  • Auktionstermin für anonyme Grundstückspende steht
Demontage leckgefährdeter Bolzentanks am AKW Fukushima

Wie der Betreiber des AKW Fukushima heute mitteilte, wurde auf dem Gelände des Kraftwerks weitere Fortschritte bei der Entfernung der riskanten Bolzentanks für stark radioaktive Abwässer erzielt.

Der Lagertankbereich H4 war am 1. Oktober 2011 als Standort in Betrieb genommen worden. Am 19. August 2013 kam es dann zu einem Tankleck im Bereich H4, das als größtes Wasserleck seit Beginn der Fukushima-Krise bezeichnet wurde.

Als Reaktion auf diese und ähnliche Zwischenfälle wurde die Abschaffung der Bolzentanks und deren Ersetzung durch fest verschweißte Tanks beschlossen. Wegen der großen Wassermengen  wurden aber die unsicheren Behälter auch 2016 noch genutzt.

Am 21. Januar 2016 begann im Lagertankbereich H4 die Demontage der alten Bolzentanks und im März desselben Jahres konnte die erfolgreiche Entfernung kontaminierten Erdreichs dort gemeldet werden.

Am heutigen Freitag wurde nun der Abriss der alten Behälter in diesem Bereich abgeschlossen. Damit lässt sich vorsichtig optimistisch sagen, dass die Kraftwerksanlage zumindest im Lagertankbereich H4 wieder etwas sicherer geworden ist.

Über den erfolgreichen Abschluss der Demontage-Arbeiten in diesem Teil des Kraftwerksgeländes berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Mögliche Spuren geschmolzener Brennelemente in Reaktorwasser

Die Robotermission in Reaktor 1 vom März diesen Jahres hat eine Entdeckung mit sich gebracht, die Einfluss auf die künftigen Bergungsversuche von geschmolzenen Brennelementen des AKW Fukushima Daiichi haben könnte.

Demnach weisen die Sedimente, die sich in den entnommenen Wasserproben fanden, Spuren von Uran, Zirkon und Titan auf. Das hätten ersten Analyseergebnisse gezeigt.

Während Uran in der Natur vorkommt und daher kein Indiz darstellt, deuten die letzten beiden Elemente auf geschmolzene Brennelemente hin. Zirkon wird für die Ummantelung der Brennelemente genutzt, während Titan auf verschweißte Reaktorteile schließen lässt.

Nun sollen externe Experten die sandartigen Ablagerungen untersuchen. Sowohl Regierung als auch TEPCO erhoffen sich Erkenntnisse über den Ablauf der Kernschmelze und wie die künftige Bergung von Brennelemente-Trümmern geplant werden könnte.

Über den Fund berichtete die NHK.

Auktionstermin für anonyme Grundstücksspende steht

Im vergangenen Monat wurde die testamentarische Verfügung eines anonymen Spenders bekannt, der den Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi neben der Summe von 40 Millionen Yen auch ein Grundstück von 63,22 Quadratmetern in Osaka vermachte.

Bedingung für die Spende war, dass der Erlös den dortigen Waisen der Naturkatastrophen zugute kommt. Nachdem die finanziellen Modalitäten geklärt wurden, waren bislang noch Termin und Mindestgebot für das Grundstück unbekannt.

Jetzt gibt es aktuelle Angaben. Demnach liegt das Mindestgebot etwas unterhalb der erwarteten 18 Millionen Yen, sondern wird mit 16,94 Millionen veranschlagt. Termin für die Grundstücksversteigerung ist der 6. Juni.

Während die Präfekturverwaltung von Fukushima die Grundstücksbeurteilung vornahm und die Präfektur Miyagi die Kosten für den Abriss des Hauses übernahm, ist die Verwaltung der Präfektur Iwate mit der Abwicklung der Versteigerung betraut.

Der Erlös soll unter den drei Präfekturen aufgeteilt werden. Über den aktuellen Stand berichtete die Kyodo.

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