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Fukushima aktuell: Diskussion um Umweltfolgen der Dekontamination

Einfluss der Dekontamination auf Insekten und Pflanzen in Waldgebieten untersucht

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Artikelbild - Regenwurm auf Gras (Foto: Sarah Harding,pd)
Präfektur Fukushima: Lebensraumuntersuchung nach Dekontamination (Symbolfoto: Sarah Harding, pd)

Welche Folgen für die Umwelt die Dekontaminationsarbeiten in der Präfektur Fukushima heute haben, interessiert auch Fachleute, die sich nun geäußert haben. Weitere Fukushima News über ein Erdbeben gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Februar 2018.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Diskussion um Folgen der Walddekontamination
Diskussion um Folgen der Walddekontamination

Bei einem Treffen in der vergangenen Woche, wurden wissenschaftliche Erkenntnisse über die Auswirkungen der Rodung als Maßnahme zur Dekontamination von Waldgebieten bekannt gegeben und die Ergebnisse der entsprechenden Untersuchungen vorgestellt.

Die Wissenschaftler hatten für ihre Studien das 52 Hektar umfassende Waldstück „Kotori no mori“, das am Fluss Abukuma liegt und als Vogelbeobachtungsgebiet dient, genutzt.

Demnach habe sich gezeigt, dass dort die Vielfalt an Bodenbewohnern, wie etwa Regenwürmer und Tausendfüßlern zunächst abnahm, sich jedoch vergleichsweise schnell wieder normalisierte.

Dass in dem untersuchten Gebiet generell verschiedene Arten mit hoher Mobilität leben, könnte diese Entwicklung allerdings begünstigt haben.

Es wird vermutet, dass die Auswirkungen auf Pflanzen in den Gebieten ähnlich ist, wie bei Arbeiten in unerschlossenen Wäldern in der Nähe von Siedlungen und daher nicht als schwerwiegend anzusehen sind.

Um genauere Aussagen treffen zu können, ist nach Ansicht von Experten jedoch die Untersuchung von weiteren Orten, an denen Dekontaminationsarbeiten durchgeführt werden, erforderlich. Über die ökologischen Untersuchungen berichteten Präfekturmedien.

Erdbeben erschüttert Präfektur Fukushima

Am heutigen Montag ereignete sich gegen 1:28 Uhr (Ortszeit) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 5,7. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 40 Kilometern vor der Küste der Präfektur Fukushima. Eine Tsunamiwarnung wurde nicht ausgegeben.

Der Betreiber der AKW Fukushima Daiichi (F1) und Fukushima Daini (F2) gab an, es habe keine Störungen oder Auffälligkeiten an wichtiger Infrastruktur der Anlagen gegeben. Auch Kontrollen vor Ort wiesen keine Anomalien nach.

Auf der siebenstufigen japanischen Skala erreichte das Beben in einigen Orten eine Stärke von 4. In der Hauptstadt Tokyo war es dagegen praktisch kaum zu spüren. Dort wurden nur Erschütterungen der Stärke 2 registriert.

Nach offiziellen Angaben der Behörden, gab es unmittelbar nach dem Erdbeben keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden. Über das Erdbeben berichtete unter anderem die NHK.