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Fukushima aktuell: Durchschnittene Kabel an Strahlungsmessposten

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Artikelbild - Präf. Fukushima: Mehrere Messposten trotz Gittern vorsätzlich beschädigt (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präf. Fukushima: Mehrere Messposten trotz Gittern vorsätzlich beschädigt (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Vorsätzliche Sachbeschädigung an Messposten sind das aktuell wichtigste Thema der Fukushima News, obschon aus Fukushima heute auch andere Meldungen zu hören sind.

Die Details der Ereignisse, die bereits einen längerfristigen Hintergrund haben, gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. November 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Vorsätzliche Beschädigung an Strahlungsmessposten
  • Roboterforschung in Fukushima

Vorsätzliche Beschädigung an Strahlungsmessposten: In der Stadt Soma (Präf. Fukushima), wurden an Strahlungsmessposten durchtrennte Stromkabel entdeckt. Der Fund sei im vergangenen Monat an der Soma City Sports Arena gemacht worden.

Während eine Kontrolle am 8. Oktober noch keine Auffälligkeiten zeigte, wurde am 27. Oktober zunächst ein Ausfall der Datenübertragung festgestellt – an folgendem Tag die Durchtrennung der Kabel gemeldet. Reparaturen wurden noch am selben Tag durchgeführt, gegenwärtig funktioniert der Messposten problemlos.

Messposten hinter Gittern am 14. Juli 2012 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Messposten hinter Gittern am 14. Juli 2012 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Sowohl die zwei Zentimeter dicke Kunststoffummantelung, als auch das Kabel mit einem Durchmesser von 1,2 Zentimetern wurden vollständig durchtrennt.

Die Posten sind zwar häufig hinter zwei Meter hohen Drahtgittern aufgestellt, jedoch waren die Kabel durch die Gitterstäbe zu erreichen.

Der Zwischenfall wurde sowohl der Atomaufsichtsbehörde NRA, als auch der Polizei gemeldet. Letztere leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ein.

Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art. Nach Behördenangaben wurden seit 2012 insgesamt 40 Fälle von Sachbeschädigung an den Geräten bekannt.

Allein in diesem Jahr gab es acht Fälle und als einziger brauchbarer Schutz gilt eine Steigerung der Patrouillengänge. Über die Entdeckung berichteten Präfekturmedien am Samstag. Am vergangenen Freitag waren Meldungen über problematische Messposten außerhalb der Präfektur Fukushima bekannt gemacht worden.

Roboterforschung in Fukushima: Am Wochenende begann in einem Technologiezentrum in Naraha ein siebentägiger internationaler Workshop zur Entwicklung von Robotern. Das von der japanischen Atomenergiebehörde JAEA organisierte Event findet unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus den USA und Kanada statt.

Ziel der Anlage ist die Entwicklung von Technologien, die bei der Stilllegung der Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi eingesetzt werden können. Hierzu finden sowohl Computergenerierte Simulationen, als auch Modelle von Reaktorstrukturen Verwendung.

Bereits die Eröffnung des Technologiezentrums im Oktober, hatte einen Einblick in die Arbeiten ermöglicht. Die JAEA rief anlässlich der aktuellen Veranstaltung zu einer intensiven Nutzung der Anlage auf. Das berichten Präfekturmedien.

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