Start Aktuelles Fukushima aktuell: Effektivere Bewältigung radioaktiver Abwässer geplant

Fukushima aktuell: Effektivere Bewältigung radioaktiver Abwässer geplant

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Artikelbild: Kontrollgang in einem Lagertankbereich (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Lagertanks bleiben ein Sicherheitsrisiko (Symbolfoto: TEPCO)

Im Bezug auf kontaminiertes Wasser traut man in Japan aktuell nicht einmal den eigenen Sicherheitsmaßnahmen. Darauf lassen Forderungen und Maßnahmen schließen, über die im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute berichtet wird.

Die Einzelheiten dieser Fukushima News gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. September 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Bessere Maßnahmen gegen überlaufendes Regenwasser gefordert
  • TEPCO stockt Lagertanks auf AKW-Gelände auf

Bessere Maßnahmen gegen überlaufendes Regenwasser gefordert: Auf einem Treffen am heutigen Dienstag forderte die Präfekturverwaltung den Betreiber des AKW Fukushima Daiichi erneut dazu auf, den Austritt von kontaminiertem Wasser nach schweren Regenfällen besser zu verhindern.

Takao Kikori, Leiter des Krisenmanagements der Präfektur, forderte von TEPCO die geplante Umverlegung der kritischen Leitungen, so dass sie in das Hafenbecken münden, statt wie bislang ins offene Meer, müsse beschleunigt werden.

In der Vergangenheit hatte insbesondere die überlaufende Abwasserleitung K zur Kontamination des Meeres nach Regenfällen geführt.

Naohiro Masuda von TEPCO erklärte, das Unternehmen erwäge, bei Regen künftig bereits am Oberlauf des Abwasserkanals das Wasser in andere Leitungen abzupumpen.

Nachdem zuletzt der schwere Tropensturm Etau für Regenwasserlecks gesorgt hatte und der Taifun Dujuan gestern auf Okinawa traf, versicherte Masuda, das Unternehmen wolle vorbereitet sein, bevor weitere Taifun auftreten. Das berichtete die NHK.

TEPCO stockt Lagertanks auf AKW-Gelände auf: Die Kapazität der Stahlbehälter für das täglich anfallende kontaminierte Abwasser, soll bis April kommenden Jahres um 14.000 metrische Tonnen erhöht werden.

Hierzu sollen 20 weitere Lagertanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 700 Tonnen an zwei Standorten aufgestellt werden. Das gaben die Regierung und TEPCO, als Betreiber des AKW Fukushima Daiichi am gestrigen Montag offiziell bekannt.

Dieser Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme, falls sich der gegenwärtig im Bau befindliche „Eiswall“ zur Grundwasserabwehr als weniger effektiv erweisen sollte, als von den Verantwortlichen erhofft.

Auch die Effektivität der Einleitung bereits kontaminierten Grundwassers nach vorausgehender Filterung ist noch unklar.

Die gegenwärtige Kapazität auf der Anlage liegt bei etwa 950.000 metrischen Tonnen. Allerdings stehen nur noch 250.000 davon zur Verfügung, da der Großteil der Behälter bereits befüllt ist.

Täglich fallen 300 weitere Tonnen radioaktiver Abwässer an. Über das Misstrauen gegenüber den eigenen Anstrengungen und die deshalb geplanten Vorsichtsmaßnahmen berichtete die Mainichi Shimbun.

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