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Fukushima aktuell: Einsatz von Eis soll Tunnelflutung eindämmen

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Artikelbild - AKW Fukushima: Gefrierversuch mit Eis am 24. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Gefrierversuch mit Eis am 24. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Trotz aller Fehlschläge bemüht sich TEPCO um einen kühlen Kopf und so arbeitete man am AKW Fukushima heute an Lösungen für ein Tunnelproblem. Nach der frostigen Reaktion der NRA auf die Fehlschläge, hofft man nun auf Erfolge. Diese und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Juli 2014.
Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO zeigt Test der Eisblockkühlung für Tunnel
  • Neue Drohne für Fukushima-Einsatz
  • Mehr als eine Trillion Becquerel durch Räumarbeiten

TEPCO zeigt Test der Eisblockkühlung für Tunnel: Nachdem die chemische Aushärtung von Wasser innerhalb unterirdischer Tunnel sich als nicht effektiv genug erwiesen hatte, erklärte TEPCO bei einem Treffen mit Vertretern der NRA am gestrigen Mittwoch weitere Maßnahme zur Bewältigung des Tunnelwassers zu treffen.

AKW Fukushima: Versuch mit Eisbefüllung am 24. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Versuch mit Eisbefüllung am 24. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Neben der vermehrten Einleitung von chemischen Kühlmitteln veröffentlichte das Unternehmen nun Aufnahmen, die einen Testversuch der zweiten geplanten Maßnahme zeigen – die Einbringung  von Eisblöcken in die Tunnel.

Der Test erfolgte von 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr. Insgesamt wurden etwa zwei Tonnen Eis in vier Säcken von jeweils 500 Kilogramm verwendet.

Die Gerätetunnel dehnen sich von den Turbinengebäuden, in deren Untergeschossen sich stark radioaktives Wasser ansammelte, bis zum Küstenbereich aus.

Nach dem Ausbruch der Fukushima-Krise liefen sie voll Wasser, das seitdem durch Grundwasser zusätzlich gespeist, bislang dort verblieben ist.

Ende April war versucht worden, im Rahmen der chemischen Bodenaushärtung auch die Verbindung zu den Kellergeschossen durch gefrorene Zementsäcke zu stopfen. Die Maßnahme an den Tunneln erwies sich jedoch als Teil der Pleite bei der chemischen Bodenaushärtung, da das fließende Wasser nicht ausreichend gefror.

Jetzt setzt TEPCO also nicht länger nur auf chemische Kühlmittel um das Wasser gefrieren zu lassen, sondern versucht sein Glück durch den Einsatz von Eisblöcken und Trockeneis. Das gelingen der Maßnahme ist von entscheidender Bedeutung, da sich die Tunnelgefrierung mit dem Eiswallprojekt der Grundwasserbarriere in einigen Bereichen überschneidet. Über den Test berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Neue Drohne für Fukushima-Einsatz: Eine Forschungsgruppe der Universität hat in Zusammenarbeit mit zehn Unternehmen eine fliegende Drohne entwickelt, die auch innerhalb geschlossener Räume operieren kann, ohne auf GPS angewiesen zu sein.

Während Drohnen im Inneneinsatz auf eine Technologie wie Infrarot angewiesen waren, um das in Räumen nutzlose GPS zu ersetzen, verfügt das neue Modell über einen Sensor, um sich und seine Umgebung zu lokalisieren, so dass es Hindernisse umgehen kann. Die Drohne verfügt über sechs Propeller, misst etwa einen Quadratmeter und soll bei Inspektionen zum Einsatz kommen. Das berichtet die NHK.

Mehr als eine Trillion Becquerel durch Räumarbeiten: Gestern auf einem Treffen mit Vertretern der NRA vorgelegten Schätzungen des Kraftwerksbetreibers TEPCO zufolge, wurden während Räumarbeiten am 19. August 2013, über einem Zeitraum von vier Stunden, insgesamt bis zu 1,1 Trillionen Becquerel an radioaktivem Material in die Umgebung freigesetzt.

Da man jedoch die Höchstwerte, die in einem Zeitraum von 20 Minuten auftraten, als allgemeine Grundlage für die Berechnung genutzt habe, handele es sich vermutlich um eine Schätzung, die über dem tatsächlichen Wert liegt, erklärte das Unternehmen. Über die neuen Zahlen berichteten NHK und Asahi Shimbun. Letztere hatte vor einigen Tagen zunächst eine Expertenschätzung von vier Trillionen genannt.

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