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Fukushima aktuell: Einsatz von Schwimmroboter in Reaktor 2

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Artikelbild - Torus von Fukushima-Reaktor2: Blick auf das Verbindungsstück zur Wand während Sonaruntersuchungen im Juli 2014 (Foto: TEPCO) Torus von Fukushima-Reaktor2: Blick auf das Verbindungsstück zur Wand während Sonaruntersuchungen im Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Torus von Fukushima-Reaktor2: Blick auf das Verbindungsstück zur Wand während Sonaruntersuchungen im Juli 2014 (Foto: TEPCO)

In den heutigen Fukushima News zeigt TEPCO, welche Anstrengungen unternommen werden, um mögliche Lecks in Reaktorgebäuden ausmachen zu können. Dabei zeigen die Aufnahmen vom AKW Fukushima heute deutlich, welchen Stellenwert Roboter bei künftigen Arbeiten haben werden. Einzelheiten nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Juli 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Wanduntersuchung in Torus von Reaktor 2
  • Suche nach weiteren Kühlsystemauffäligkeiten
  • AKW-Arbeiter ohne Dosimeter entdeckt
  • Strahlungsanstieg an Grundwassermessposten

Wanduntersuchung in Torus von Reaktor 2: Am gestrigen Montag veröffentlichte Kraftwerksbetreiber TEPCO die Ergebnisse von Untersuchungen an der Ostwand der torusförmigen Kondensationskammer durch. Die Arbeiten waren zwischen dem 16. und 25. Juli durchgeführt worden, nachdem die im Vormonat vorbereiteten Bohrungen abgeschlossen werden konnten.

Ziel der Maßnahme, bei der zwei Roboter zum Einsatz kamen, war die Feststellung von Zustand und Wasserfluss an fünf Punkten der Rohrverbindungsbereiche der Wand.

Torus von Fukushima-Reaktor 2: Aufnahmen während der Untersuchung am 17. Juli 2014 (Foto: Hitachi/TEPCO)
Torus von Fukushima-Reaktor 2: Aufnahmen während der Untersuchung am 17. Juli 2014 (Foto: Hitachi/TEPCO)

Bei den Arbeiten kamen ein am Boden laufender Roboter, sowie ein schwimmfähiger Roboter zum Einsatz. Dabei brachte der Schwimmroboter zunächst ein Markierungsmittel aus, dessen Verlauf im Wasserfluss durch den Bodenroboter per Sonar nachvollzogen werden konnte.

Als Ergebnis gab TEPCO bekannt, an keinem der fünf kontrollierten Punkte sei durch Kamerauntersuchung und Sonarkontrollen, irgendeine Form von Leck an den Verbindungen zwischen Wand und Rohrleitung nachgewiesen worden.

Allerdings gab der Einsatz auch Hinweise auf künftige Hindernisse bei der Arbeit. Durch ihre Bewegungen hätten die beiden Roboter abgelagertes Material im Torusraum aufgewirbelt, was die Arbeiten zum Teil behindert habe. Diese Faktoren sollen bei künftigen Untersuchungen berücksichtigt werden.

Suche nach weiteren Kühlsystemauffälligkeiten: Nach dem vorangegangenen Fund von Wasser im Ventilgehäuse von zwei Ventilen des Kühlsystems im Gebäude von Reaktor 5, wird Kraftwerksbetreiber TEPCO heute und morgen auch Kontrollen an ähnlichen Stellen durchführen.

AKW-Arbeiter ohne Dosimeter entdeckt: Am heutigen Dienstag wurde um 13:15 Uhr festgestellt, dass einer der Angestellten nicht das vorgeschriebene Alarm-Taschendosimeter (APD) trug. Da jedoch weitere Erfassungen erfolgen, wird dies jedoch keinen Einfluss auf die Messung der persönlichen Strahlungsbelastung haben.

Strahlungsanstieg an Grundwassermessposten: Bei den Kontrollen der Grundwasserbrunnen, an denen die Messungen erfolgen, wiesen die gestern entnommenen Proben deutlich erhöhte Cäsiumwerte im Vergleich zu den vorangegangenen Messungen auf.

So wurden beim Grundwasserbrunnen 1-12, Werte von 44 Becquerel pro Liter an Cäsium-134 und 130 Becquerel pro Liter an Cäsium-137 nachgewiesen. Damit liegen sie über den Werten vom 24. Juli 2014. Damals waren lediglich 2,8 bzw. 8,1 Becquerel pro Liter gemessen worden.

Dennoch liegen sie unter den bisherigen Höchstwerten vom 21. Oktober 2013, als 74 bzw. 170 Becquerel nachgewiesen wurden.

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